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Was ist ein Penisbruch?

Wird der erigierte Penis während des Geschlechtsverkehrs oder der Masturbation gestaucht oder abgeknickt, kommt es zum umgangssprachlichen Penisbruch. Mediziner sprechen in diesem Fall auch von einer Penisfraktur oder einer Penisruptur. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ein Penisbruch ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, die mit Rissen in den Schwellkörpern des männlichen Geschlechtsorgans einhergeht. Meist entsteht die Penisfraktur beim Sex, indem der Penis im erigierten Zustand abgeknickt wird. Was hilft und wie ein Penisbruch behandelt werden kann, erfahren Sie im nachstehenden Artikel.

Was passiert bei einem Penisbruch?

Wird der Penis während des Geschlechtsverkehrs ruckartig oder gewaltsam abgeknickt oder gestaucht, kommt es meist zu einem knackenden Geräusch, gefolgt von starken Schmerzen für den Betroffenen. Die beiden Schwellkörper, die sich am Penisrücken befinden, erleiden einen Riss, der zu Schwellungen und sichtbaren Blutergüssen führt.

Auch ist es bei einer Penisruptur möglich, dass die Harnröhre oder der dritte Schwellkörper, der sie umschließt, verletzt werden. In diesem Fall können Blutungen in die Harnröhre die Folge sein. Die Schwellungen beschränken sich in manchen Fällen dann nicht nur auf den Penis, sondern breiten sich möglicherweise auch auf den Bereich um die Hoden oder die Samenstränge aus.

Die Ursachen für einen Penisbruch

Eine Fraktur des Penis entsteht in den meisten Fällen während des Geschlechtsverkehrs oder bei Selbstbefriedigung. Hierbei kann es dann zu einer unbeabsichtigten Stauchung kommen, die starke Schmerzen verursacht. Diverse Utensilien, die möglicherweise verwendet werden, können das Risiko für einen Penisbruch erhöhen. Auch unterschiedliche Stellungen beim Geschlechtsverkehr können ein Abknicken des Penis begünstigen.

Pärchen, das gemeinsam im Bett liegt.

Ein Penisbruch kann beim Geschlechtsverkehr entstehen. (c) Colourbox.de

Penisfraktur: Die schmerzhaften Symptome

Die Symptome, die bei einem Penisbruch auftreten, sind recht eindeutig:

  • deutliche Blutergüsse
  • Schwellung des Penis
  • Verkrümmung des Penis
  • bläulich-dunkelrote Verfärbung
  • zusätzliches Anschwellen um die Hoden, Nebenhoden oder die Samenstränge
  • mögliche Blutungen der Harnröhre

Sind der Schwellkörper unter der Harnröhre sowie die Harnröhre selbst ebenfalls von der Verletzung betroffen, wird die entstehende Blutung meist über den Urin abgegeben.

Wie wird ein Penisbruch behandelt?

Zunächst muss bestimmt werden, welche Bereiche verletzt wurden, um eine entsprechende Therapiemaßnahme einzuleiten. Durch eine detaillierte Röntgenaufnahme via Kavernosographie kann der behandelnde Arzt genau erkennen, um welche Verletzungen es sich handelt, welche Schwellkörper betroffen sind und ob auch die Harnröhre in Mitleidenschaft gezogen wurde. In jedem Fall ist bei einer Penisruptur immer eine Operation notwendig, um die entstandenen Risse wieder zu verschließen.

Penisbruch: So läuft die Operation ab

Bei einem erfolgten Penisbruch ist ein operativer Eingriff unumgänglich, der von einem Urologen oder einem entsprechenden Chirurgen durchgeführt wird. Der betroffene Bereich wird hierbei freigelegt und die verursachten Risse mit einer Naht wieder verschlossen. Damit Wundsekret und Blut auch während der Operation ungehindert abfließen können, wird eine Drainage gelegt. Sofern die Harnröhre durch die Penisruptur ebenfalls betroffen ist, muss solange ein Blasenkatheter eingesetzt werden, bis alle Wunden vollständig verheilt sind. Beschädigte Haut wird behandelt und abgestorbenes Gewebe entfernt.

Penisbruch vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu einem unangenehmen und sehr schmerzhaften Penisbruch kommt, sollten Sie beim Sex darauf achten, dass der Penis nicht übermäßig und gewaltsam abgeknickt oder gestaucht werden kann. Außerdem sollte auf Utensilien, die das Glied zu sehr einschnüren könnten, verzichtet werden. Gegenstände wie Staubsaugerrohre sind bei Masturbation häufige Auslöser für einen Penisbruch und sollten daher nicht verwendet werden, um die oben aufgeführten Folgen zu vermeiden.

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