Gesunde Ernährung

Papaya – zarte Verdauungshilfe

Die exotische Papaya enthält kaum Kalorien, dafür zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. Kenner essen die Frucht auch gern unreif und nutzen ihre zahlreichen Kernchen als Würzmittel.

Leuchtend gelb-orange und vom Geschmack eine gelungene Melange zwischen Pfirsich, Honigmelone und Himbeere – das ist die Papaya. Die Exportware wiegt zwischen einem halben und einem Kilogramm. Sie ist rund, birnen- oder zylinderförmig. In ihrem Inneren bewahrt sie Hunderte schwarz-glänzender Kerne.

Ursprünglich stammt die auch Baummelone genannte Frucht aus Mittelamerika. Die Hauptanbaugebiete des Carica papaya, des Melonen- oder Papayabaums, liegen in Brasilien, Mexiko, Indien, Westafrika und anderen tropischen Regionen der Welt. Dort gibt es Sorten, deren Exemplare bis zu sechs Kilogramm schwer und 50 Zentimeter lang werden können.

So erkennen Sie eine reife Papaya

Sie finden die Frucht das ganze Jahr über unter den Exoten in Obst- und Gemüsegeschäften oder Feinkostabteilungen. So bestimmen Sie den Reifegrad:

  • Die ledrige, dünne und empfindliche Haut ist in unreifem Zustand dunkelgrün.
  • Während des Reifeprozesses wechselt sie ihre Farbe über gelbgrün bis gelborange.
  • Grüne Früchte bleiben unreif und schmecken bitter. Haben sie bereits gelbliche Streifen, können Sie trotzdem zugreifen, denn sie reifen gut nach.
  • Gibt die Haut auf Fingerdruck nach, ist sie verzehrreif.
  • Ist die Schale verschrumpelt und zeigt braune Flecken, ist die Frucht schon alt. Dann schmeckt sie faulig.

Bewahren Sie die Exotin trocken und geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung auf. Im Kühlschrank (nicht unter sieben Grad) hält sie sich bis zu einer Woche frisch.

Die gesunden Inhaltsstoffe

Die Papaya gehört zu den figurfreundlichen Früchten, denn sie besteht zu fast 90 Prozent aus Wasser. 100 Gramm liefern nur 32 Kalorien. Sie ist reich an:

  • Kalium,
  • Kalzium,
  • Magnesium,
  • Eisen,
  • Vitamin A
  • Vitamin C (mit 120 Gramm Fruchtfleisch decken Erwachsene bereits ihren Tagesbedarf).

Die verdauungsfördernde Wirkung der Exotin

Die Baummelone enthält eiweiß- und fettspaltende Enzyme wie Papain, Chymopapain, Lysozym und Lipase. Sie unterstützen die Verdauung und haben eine entzündungshemmende Wirkung. Unreife Früchte und die Kerne enthalten das meiste Papain, das helfen kann, Fleisch zart zu machen. Legen Sie es dafür über Nacht in frischgepressten Papayasaft ein. Alternativ können Sie aber auch eine Scheibe Papaya auf das Fleisch legen.

Mehrere Papayakerne, die zum Würzen dienen.

Papayakerne können Sie wie Pfeffer verwenden. (c) dima_pics / stock.adobe.com

Die Zubereitung der Frucht

Puristen halbieren die Frucht und entfernen die schwarzen Kernchen. Sie beträufeln das Fleisch mit Zitronensaft oder einer Mischung aus Zitrone mit Ingwer und löffeln es einfach aus der Schale.

Wollen Sie das Fruchtfleisch beispielsweise einem Obstsalat hinzufügen, schälen sie die Exotin vorsichtig. Halbieren Sie sie, streifen die Kerne heraus uns schneiden sie in Spalten oder Würfel.

Im Prinzip schmeckt die Baummelone in allen Rezepten, für die Sie auch gern Honigmelone verwenden. Umwickeln Sie die Papaya etwa mit Schinken oder stecken Sie sie auf einen Spieß mit Käse.

Rezept: Grüner Papayasalat

Das wohl berühmteste Rezept ist „Som Tam“, Salat aus grüner Papaya.

Zutaten:

  • 2 mittelgroße Karotten
  • 4 Chili
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll Erdnüsse
  • 4 EL Fischsauce (aus dem Asialaden)
  • 4 EL Limettensaft
  • 1 EL Zucker
  • 1 grüne (also unreife) Papaya
  1. Karotten, Chilischoten und Knoblauchzehen putzen und fein zerhacken.
  2. Erdnüsse in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, abkühlen lassen und in einem Mörser fein zerstoßen.
  3. Alles zusammenmixen, Fischsauce, Limettensaft und Rohrzucker dazugeben.
  4. Die Papaya schälen, Kernchen entfernen. Das Fruchtfleisch in Juliennestreifen schneiden (2 mm breit).
  5. Die Marinade dazugeben, gut vermengen und ein paar Stunden ziehen lassen.

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Werfen Sie Papayakerne nicht weg!

Der Geschmack der glänzenden Kerne erinnert an scharfe Kresse. Waschen Sie sie gründlich. Rubbeln Sie dann das Fruchtfleisch ab und trocknen Sie die Kerne bei niedriger Temperatur im Backofen. Danach können Sie süße und pikante Gerichte damit würzen. Entweder Sie garen die Papayakerne am Stück mit oder Sie zermahlen sie in einer Pfeffermühle.