Gesund bleiben

Orangen: So gesund sind sie wirklich

Dass Orangen wenige Kalorien und viel Vitamin C enthalten, ist nichts Neues. In den exotischen Früchten stecken aber noch viel mehr gesunde Eigenschaften.

Eine Grafik mit verschiedenen Fakten zur Orange. Sie zeigt Wissenswertes über die gesunden Inhaltsstoffe und den Kaloriengehalt des Obstes

Orangen sind eine Mischung aus Mandarinen und Pampelmusen. Es gibt von dem Lebensmittel ungefähr 400 Sorten, die man entweder den Süßorangen oder Bitterorangen (auch Pomeranze genannt) zuordnet.

Wir kennen Orangen auch unter dem Namen „Apfelsine“. Das bedeutet „Apfel aus China“. Denn aus dem asiatischen Land stammen die Früchte ursprünglich. So beliebt wie Äpfel sind sie zwar nicht, doch jeder Deutsche isst im Jahr durchschnittlich vier Kilogramm Orangen. Es gibt allerdings einige Gründe, ruhig noch mehr davon zu essen.

Darum sind Orangen gesund

Bei uns sind Orangen bzw. Apfelsinen besonders im Winter beliebt. Dabei können wir von ihrem Nährwert das ganze Jahr über profitieren. Das sind die wichtigsten gesunden Inhaltsstoffe des Obstes:

  • Vitamine: Mit nur zwei reifen Orangen decken Sie bereits den empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin C. Das stärkt das Immunsystem, die Knochen, das Bindegewebe und die Zähne. Bananen enthalten im Vergleich dazu viel weniger Vitamin C, Äpfel nur etwas weniger. B-Vitamine (Vitamin B1, Vitamin B2 und Vitamin B6) stärken die Nerven und steigern die Energie und die Konzentration. Vitamin A und Vitamin E dagegen sind nur in sehr niedriger Dosis vorhanden.
  • Mineralstoffe: Vor allem Kalium ist in den Zitrusfrüchten reichlich vorhanden, aber auch Kalzium kommt in erwähnenswerter Menge vor. Gemeinsam mit Natrium und Magnesium haben sie Einfluss auf die Herzmuskeltätigkeit. Auch erhöhtem Blutdruck wirkt Kalium entgegen. Mit Kalzium und dem ebenfalls in Apfelsinen enthaltenen Phosphor unterstützt es die Ausschüttung des sogenannten „Glückshormons“ Serotonin aus dem im Körper enthaltenen Stoff Tryptophan. Orangen können also auch die Laune steigern.
  • Das Pektin in der Schale kann den Cholesterinspiegel senken.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe wie Beta-Carotin befinden sich in der weißen Haut um die Frucht. Diese Stoffe haben einen positiven Einfluss auf unterschiedliche Stoffwechselprozesse. Und noch weitere gesundheitsfördernde Effekte schreibt man ihnen zu: Sie schützen offenbar vor manchen Krebserkrankungen, senken den Blutdruck und helfen bei Herz-Kreislauf-Problemen. Flavonoide wiederum wirken antioxidativ, schützen also die Zellen vor den schädlichen freien Radikalen. Damit wirken sie unter anderem der Hautalterung entgegen.
Orangen sind häufig gespritzt, daher isst man sie meistens geschält.
In der Orangenschale steckt gesundes Pektin. (c) Colourbox
  • Wenig Fett, wenig Eiweiß, kaum gesättigte Fettsäuren und Kalorien, nicht übermäßig viel Zucker: Orangen eignen sich beim Abnehmen, besonders auch bei einer Low-Carb-Diät. Im gepressten Orangensaft steckt konzentrierter Fruchtzucker, er hat also mehr Kalorien.
  • Ballaststoffe: Sie kurbeln die Verdauung an und können die Blutzuckerwerte regulieren.
  • Kohlenhydrate: Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass Orangen gut sättigen.
  • Glutathion: Das sogenannte Tripeptid wird aus den Aminosäuren Glycin, Cystein und Glutaminsäure gebildet. Es hilft dem Körper zum Beispiel beim Entgiften und wirkt antioxidativ, schützt Zellen also vor freien Radikalen.

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Das gibt es bei Orangen zu beachten

  • Kaufen Sie das fruchtige Lebensmittel möglichst aus Bio-Anbau, denn sonst ist es womöglich mit Pestiziden belastet. Sie dringen von der Schale zwar nicht zum Fruchtfleisch durch, beim Schälen können Sie sie aber mit den Fingern übertragen. Deswegen nach dem Schälen und vor dem Verzehr am besten die Hände waschen.
  • Suchen Sie frische Orangen aus, denn je frischer sie sind, desto mehr Nährstoffe sind vorhanden. Sie erkennen frische Früchte daran, dass sie sich schwer und kompakt anfühlen. Tipp: Je glatter und weniger porig die Orangenschale, desto saftiger ist das Obst.
  • Das Obst ist kälteempfindlich und gehört nicht in den Kühlschrank. Bei normaler Zimmertemperatur hält es bis zu drei Wochen.
  • Die Säure greift die Zähne an. Daher nicht direkt nach dem Verzehr die Zähne putzen und den Zahnschmelz weiter aufreiben. Auch den Magen kann die Säure angreifen. Außerdem kann die Vitamin-C-Ballaststoff-Kombination zu Verdauungsproblemen führen. Wer empfindlich ist und gelegentlich unter Sodbrennen und Magenproblemen leidet, sollte daher nur in Maßen Orangen essen.