Alternativmedizin & Naturheilkunde

Natürlich Körper und Seele stärken

„Was passiert mit mir?“, fragen sich viele Frauen, wenn die Wechseljahre Ende 40 auf leisen Sohlen in ihr Leben schleichen. Und: „Wie gehe ich damit um?“ Für einen gelassenen Umgang mit dem Wendepunkt sorgt die Homöopathie

Der Zyklus wird unregelmäßig, die Blutung verändert sich, Hitzewallungen kommen und gehen. Die Wechseljahre stellen im Körper der Frau einiges auf den Kopf. Etwa fünf Jahre vor der letzten Periode fangen die hormonellen Veränderungen allmählich an und dauern danach in der Regel noch einmal weitere fünf Jahre. Zehn Jahre – das klingt schrecklich lang. Die gute Nachricht: Die Art und Stärke der Beschwerden schwankt und nimmt peu à peu ab, so dass der Spuk für viele Frauen nach zwei Jahren vorbei ist. In dieser anstrengenden Phase können Homöopathika dem Körper helfen, entspannt in sein neues Gleichgewicht hineinzugleiten. Weil sie die Regulationskräfte des Körpers unterstützen, hat er die Möglichkeit, seinen Hormonhaushalt in seinem ganz eigenen Rhythmus neu einzustellen. Natürlich, ohne Hormone. Mit diesen Naturkräften bekommt die Homöopathie auch das Frauenleiden Blasenentzündung in den Griff.

Probleme mit dem Wechsel

Bewährt haben sich vor allem diese vier homöopathischen Einzelmittel: Sepia D6 (Tintenfisch) hilft, wenn Frauen während der Wechseljahre besonders gereizt sind, sich ständig erschöpft fühlen und nicht mehr gut schlafen können. Cimicifuga D12 (Traubensilberkerze) wirkt auch bei Schlafstörungen, zusätzlich noch bei ängstlicher Stimmung, innerer Unruhe, Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Ignatia D6 (Ignatiusbohne) lindert Stimmungsschwankungen und vertreibt klimakterische Kopfschmerzen. Hitzewallungen, Schwindel und wiederum Kopfschmerzen lindert Sanguinaria D6 (Kanadische Blutwurze). Ein Hinweis für Bequeme oder Menschen mit wenig Zeit: In der Apotheke gibt es auch Komplexmittel für Wechseljahresbeschwerden, die diese homöopathischen Einzelmittel enthalten.

Das brennt wie Feuer

Die Blasenentzündung ist ein typisches Frauenproblem. Das liegt vor allem daran, dass die weibliche Harnröhre mit einer durchschnittlichen Länge von 4 cm deutlich kürzer ist als die männliche. Kein Wunder, dass Erreger – in 80 Prozent der Fälle sind es Darm-Bakterien – bequem in die Blase wandern können und ihre Schleimhaut schmerzhaft entzünden. Elf Prozent der deutschen Frauen bekommen mindestens einmal im Jahr die Beschwerden eines Blaseninfektes zu spüren: Brennen beim Wasserlassen, Harndrang, Unterleibskrämpfe. Die homöopathischen Einzelmittel Plantago major (Breitblättriger Wegerich), Equisetum arvense (Ackerschachtelhalm), Belladonna (Tollkirsche) und Pulsatilla pratensis (Wiesen-Küchenschelle) sind ein wirksames Quartett bei Blaseninfekten. Sie nehmen die Schmerzen – besonders während und nach dem Wasserlassen. Außerdem beruhigen sie den quälenden Harndrang und machen die Schleimhäute der Blase abwehrstark gegen die Angriffe von Bakterien.

Hausapotheke: Diese homöopathischen Mittel sollten Sie immer im Haus haben.