Mythen über die Wechseljahre: Wahr oder falsch?

Mythen über die Wechseljahre: Wahr oder falsch?

Wir klären auf über die verbreitetsten Klischees der Wechseljahre.
Inhaltsverzeichnis

In Bezug auf die Wechseljahre halten sich einige Mythen hartnäckig.

Während der Menopause verlieren Frauen die Lust auf Sex, leiden unter Depressionen und verwandeln sich in hysterische Weiber. Soweit die weitverbreitete Meinung und dass allgemeingültige Bild über Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden. Aber stimmt das wirklich oder ist das alles ein Mythos? Wir klären auf und verraten Ihnen, welche Mythen rund um die Wechseljahre bei Frauen Fakt sind und welche nicht.

Warum gibt es so viele Mythen?

Wechseljahre sind kein herbeibeschworenes Phänomen, sondern etwas ganz Natürliches. Ähnlich wie in der Pubertät verändert sich lediglich der Hormonhaushalt. Oder glauben Sie wirklich, dass Mutter Natur sich einen Spaß daraus gemacht hat, Frauen ab einem gewissen Alter mit derartigen „Nebenwirkungen“ zu bestrafen? Wohl eher nicht.

Aber woher kommen dann all diese Aussagen über Libidoverlust, Reizbarkeit und Schlafstörungen? So ganz genau weiß das leider niemand. Die verschiedenen Klischees hört man aber immer wieder und die Industrie sowie die Presse vermittelt und verstärkt das seit Jahren vorherrschende typische Bild. Selbst ein Blick in Tante Google bestätigt alles bisher Gehörte.

Augenscheinlich setzt sich keiner wirklich intensiv mit dem Thema auseinander. Zudem klären viele Ärzte und Gynäkologen nicht ausreichend über die tatsächlichen Begleiterscheinungen während der Menopause auf – dabei sind gerade sie es, die mit den Gerüchten radikal aufräumen könnten.

Welche Mythen sind wahr oder falsch?

Es ist schon erstaunlich, dass sich selbst Mediziner nicht erklären können warum manche Frauen von den Wechseljahren gar nichts mitbekommen und andere wiederum unter all den bekannten Begleiterscheinungen leiden. Die Frage ist nur, ob die Beschwerden tatsächlich durch die Menopause verursacht wurden, oder doch nicht eher andere Gründe haben. Werfen Sie gemeinsam mit uns einen Blick hinter die Kulissen und seien Sie gespannt, was sich als Mythos und was als Fakt herausstellt:

Libidoverlust in den Wechseljahren
(c) Colourbox

1. Libidoverlust und Scheidentrockenheit

 

Die angebliche Lustlosigkeit in Bezug auf den Beischlaf ist absoluter Humbug und wissenschaftlich nicht nachweisbar. Frauen, die sich im Übrigen überhaupt keine Gedanken über diesen Mythos machen und sich über den lang ersehnten Wegfall von Verhütungsmitteln freuen, erleben ab diesem Zeitpunkt oftmals sogar ein sehr erfülltes Sexleben.

Die Scheidentrockenheit dagegen ist Fakt und hängt mit dem allgemeinen Alterungsprozess zusammen. Je nachdem wie trocken die Scheide ist, kann dies zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Hier kann mit einem Gleitmittel schnell Abhilfe geschaffen werden.

rote Tabletten
(c) Colourbox

2. Nur eine künstliche Hormontherapie hilft!

 

Das ist eigentlich die größte Lüge überhaupt und hat für manche Frauen auch leider nachweislich weitreichende Folgen gehabt. Eine Therapie mit künstlichen Hormonen hat bis vor wenigen Jahren noch fast jede Frau verschrieben bekommen, die sich (vermutlich) in den Wechseljahren befand. Dabei wird das Risiko für Schlaganfälle, Brustkrebs und Infarkte nicht minimiert – wie gerne behauptet -, sondern sogar erhöht.

Wer wirklich eine Therapie mit Hormonen in Betracht zieht, sollte eher auf pflanzliche Stoffe (Phytoöstrogene) zurückgreifen. Sie sollten sich immer vor Augen halten, dass die Wechseljahre keine Krankheit sind und somit auch nicht medikamentös behandelt werden müssen.

Frau hält sich einen Ventilator vor ihr Gesicht.
(c) highwaystarz / fotolia

3. Hitzewallungen

 

Hitzewallungen sind neben der Scheidentrockenheit ein weiterer Fakt und kein Mythos. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Frauen während der Menopause unter schnellem und starkem Schwitzen leiden. Hitzewallungen betreffen rund zwei Drittel aller Frauen. Der Großteil bekommt aber nur hin und wieder kleinere Schweißausbrüche.

Eine Frau um die 50 sieht nachdenklich aus dem Fenster. Sie leidet an Depressionen in den Wechseljahren.
(c) Adobe Stock / stephm2506

4. Gereizt, depressiv, ängstlich und unsicher

 

Die meisten depressiven Verstimmungen, eine gewisse Reizbarkeit und teilweise ängstliches oder unsicheres Verhalten sind typisch für Frauen ab 45. Das hat aber nichts mit den Wechseljahren oder der hormonellen Umstellung zu tun und ist somit ein Mythos.

Vielmehr kommen ab diesem Alter mehrere Ereignisse dazu, die eine Belastung für die Psyche sind. So sehen sich Frauen zwischen 45 und 60 oftmals mit dem Tod der eigenen Eltern konfrontiert, nehmen den Alterungsprozess zum ersten Mal so richtig wahr und während die Kinder ausziehen, realisieren sie, dass sie selbst bald keine eigenen Kinder mehr bekommen können.

Kalender Termin ausmachen
(c)Colourbox

5. Wechseljahre sind nach 2 Jahren vorbei!

Hierbei handelt es sich also um einen sehr weit verbreiteten Mythos. Wie lange die Wechseljahre tatsächlich andauern, ist nämlich von Frau zu Frau unterschiedlich und kann nicht pauschalisiert werden. Die Erfahrung und Beobachtung vieler Ärzte zeigt jedoch, dass das Eintrittsalter Einfluss auf die Dauer der Wechseljahre haben kann:

Beginn der WechseljahreDauer der Wechseljahre
48. – 49. Lebensjahrbis zu 15 Jahre
51. – 52. Lebensjahr5 – 7 Jahre
Ab dem 53. Lebensjahr1 – 2 Jahre

 

Wir können also allen Leserinnen und Lesern nur mit auf den Weg geben, dass Sie nicht den Mythen, sondern den Fakten Glauben schenken sollten. Selbst dann, wenn sich das ein oder andere Gerücht über mehrere Jahrzehnte hartnäckig hält.

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