Blut & Immunsystem

Müde Beine am Morgen: Ein schwerer Start in den Tag

Nicht jeder startet am Morgen erholt und mit neuer Energie in den Tag. Manche fühlen sich morgens gereizt, erschöpft und unwohl. Eine Ursache hierfür können müde Beine sein.

Typische Symptome für sogenannte müde Beinen sind Schwere, Steifheit, Taubheit, Kribbeln, dumpfe oder stechende Schmerzen. Wir verraten, welche Ursachen dahinter stecken können, welche Behandlung effektiv ist und wie Sie sich den Start in den Tag erträglicher machen können.

Die Ursachen für müde Beine am Morgen

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Sie morgens nach dem Aufstehen unter schweren Beinen leiden könnten. Viele hängen vom Lebensstil und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Das sind die häufigsten Ursachen:

Schlechter Schlaf

Während des Schlafs regeneriert sich der Körper und repariert Zell- und Gewebeschäden des vorangegangenen Tages. Wenn Sie nicht genügend oder schlecht schlafen, können sich Ihre Beine nicht von den alltäglichen Strapazen erholen.

> Hier finden Sie Tipps für erholsamen Schlaf

Probleme mit der Durchblutung

Auch eine Durchblutungsstörung in den Venen kann die Ursache für müde, schmerzende Beinen am Morgen sein. Man kann grob unterscheiden, wann es dazu kommt:

  • am Tag: beispielsweise durch zu langes Sitzen am Schreibtisch. Die Beschwerden können durch die Nacht hindurch und bis zum nächsten Tag andauern.
  • in der Nacht: Werden während des Schlafs Ihre Beine nicht mit genügend Sauerstoff, Blut und Nährstoffen versorgt, kann das am nächsten Morgen müde Beine zur Folge haben.

Auch Krampfadern haben einen negativen Einfluss auf den Blutkreislauf. Krampfadern sind beschädigte Venen, die das Blut nicht effizient aus den Beinen abtransportieren können. Das kann zu Überlastung führen, da sich Blut und Giftstoffe anstauen.

>Erfahren Sie mehr zum Thema Krampfadern

Übermäßige Belastung der Beine am Tag

Belastungen und Druck des vorangegangenen Tages können schmerzende, schwere Beine verursachen. Langes Stehen, das Tragen hoher Absätze über längere Zeit: All das sind mögliche Ursachen.

Mangel von Sauerstoff und Nährstoffen

Eine mangelnde Versorgung der Beine mit Sauerstoff kann schwere Beine verursachen. Dies kann durch Atemprobleme wie etwa das Schlafapnoe-Syndrom sowie durch Allergien, Probleme mit den Nasennebenhöhlen und Erkrankungen der oberen Atemwege verursacht werden. Auch ein Mangel an Eisen kann für das Problem verantwortlich sein, der Mineralstoff spielt für den Sauerstofftransport im Organismus eine entscheidende Rolle.

Auch ein Mangel an anderen Nährstoffen kann Schmerzen im Bein nach sich ziehen. Magnesium und Kalzium spielen eine wichtige Rolle für die Muskelfunktionen der Beine. Vitamin D wird oft in Zusammenhang mit gesunden Knochen gebracht, es ist jedoch auch wichtig für die Muskeln.

Die Krankheit Fibromyalgie

Fibromyalgie bereitet oftmals nicht nur Schmerzen in den Muskeln und im ganzen Körper, sondern führt auch zu Müdigkeit zu sowie Konzentrations- und Schlafproblemen.

>Erfahren Sie mehr zu der Krankheit Fibromyalgie

Mit diesen Tricks stehen Sie am Morgen munter auf. (c) Colourbox

Das hilft bei schweren Beine 

Es gibt eine Vielzahl einfacher Maßnahmen, mit denen Sie müde Beine am Morgen wach bekommen. So vielfältig die Ursachen für diese Beschwerde ist, so groß ist auch die Anzahl an Arten der Behandlung:

Bewegung, Massage und Yoga für wache Beine

Versuchen Sie vor dem Schlafen, Ihren Kreislauf anzuregen, unabhängig davon, ob Sie einen eher sitzenden oder aktiven Lebensstil führen. Wenn Sie eher sitzen, wird so Ihre Durchblutung angekurbelt, die den Tag über schwergängig war. Bei einem aktiven Lebensstil können sich Ihre müden Muskeln entspannen und regenerieren.

Auch eine Massage oder  Yoga können helfen, das Herz zu stärken und den Blutkreislauf anzukurbeln. Ebenfalls hilfreich kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen sein.

Auch Stretch-Übungen oder ein paar leichte Übungen wie etwa Kniebeugen oder Joggen auf der Stelle können vorsorglich helfen. Besonders nach lang andauerndem Sitzen kann so bei Schmerzen und Steifheit geholfen werden.

Menschen mit einem aktiven Lebensstil sollten am Morgen anstrengendere Übungen und am Abend eher leichtere machen.

>Finden Sie heraus, welche Yoga Form am besten zu Ihnen passt

Kühlende Cremes lindern Schmerzen

Die Anwendung von Venensalbe vor dem Zubettgehen kann eine schmerzlindernde Wirkung auf müde und geschwollene Beine haben. Indem Sie das kühlende Gel mit einer Aufwärtsbewegung einreiben, regen Sie den Blutkreislauf an. Sie können es auch am Morgen zur Linderung der Beschwerden auftragen.

Auch die Heilpflanze Rosskastanie kann durch ihren Wirkstoff Aescin die Beschwerden lindern. Der Wirkstoff unterstützt die Venen und wirkt entzündungshemmend. Es gibt viele auf Aescin basierende Mittel wie Gels, Salben und Cremes.

>Erfahren Sie mehr über die Rosskastanie und ihren Wirkstoff Aescin

In der Nacht die Beine hochlegen

Legen Sie die Beine während der Nacht hoch, am besten ca. 15 cm höher als das Herz. Das Blut kann so besser zirkulieren. Ein einfaches Kissen unter den Füßen während des Schlafs genügt. So können Sie schweren Beinen am Morgen gut vorbeugen.

Kaltes Wasser

Eine kalte Dusche am Morgen kann den Kreislauf gut ankurbeln. Es reicht aber auch, wenn Sie nach dem warmen Duschen nur die Beine kalt mit Wasser abspritzen.

Das richtige Schuhwerk

Besonders Frauen,die tagsüber viel stehen oder laufen, sollten möglichst bequeme, flache Schuhe tragen. Auch Ihre Füße und Ihr Rücken werden es Ihnen danken, wenn Sie sie vor unnötigen Schmerzen bewahren.

Gesunde Ernährung macht müde Beine munter

Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen, ist wichtig für die Durchblutung. Diese finden Sie beispielsweise in grünem Blattgemüse (wie Brokkoli, Grünkohl und Spinat), Kernen, Nüssen und einer Reihe von Obstsorten. Mit einer ausgewogenen Ernährung nehmen Sie eine Vielzahl an Nährstoffen auf.

Auch die Einnahme von hochwertigen Multivitaminpräparaten ist erwägenswert, wobei diese keine ausgewogene Ernährung ersetzen.

Spezielle Nahrungsmittel können den Kreislauf in Schwung bringen. Dazu gehören Ingwer und Fisch. Vermeiden Sie entzündungsfördernde Lebensmittel wie raffinierten Zucker, Koffein und Alkohol.

>Erfahren Sie mehr über die Heilpflanze Ingwer

Wie immer gilt auch bei diesem Thema: Haben Sie starke Schmerzen oder andere Beschwerden in den Beinen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um abzuklären, ob eine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt und welche Behandlung nötig ist.