Gesunde Frau

Lungenprobleme in den Wechseljahren

Die gesundheitlichen Symptome während der Menopause sind vielfältig. Lungen- und Atemwegsprobleme gehören dazu.

Bereits mit Mitte vierzig kann sich der Körper einer Frau auf die kommenden Wechseljahre vorbereiten. Die Monatsblutung wird weniger oder stellt sich ganz ein und auch andere Symptome wie Schweißausbrüche oder Stimmungsschwankungen sind bei vielen Betroffenen an der Tagesordnung. Auch die unterschiedlichsten Lungenprobleme können in der Menopause auftreten. Hier erfahren Sie alles über die möglichen Hintergründe.

Ursachen für Lungenprobleme in den Wechseljahren

Die sogenannten klimakterischen Beschwerden sind in den Wechseljahren von Frau zu Frau unterschiedlich ausgeprägt. Fakt ist jedoch, dass Körper und Gesundheit mit zunehmendem Alter nachlassen, so auch die Lungenfunktion betrifft. Diese kann bei Frauen dann noch zusätzlich durch die eintretende Menopause beeinträchtigt werden. Hauptgrund dafür ist der sich verändernde Hormonhaushalt der weiblichen Bevölkerung.

Während mittlerweile bekannt ist, dass Schlafstörungen und übermäßig starkes Schwitzen zum Klimakterium für viele dazu gehören, wissen viele Frauen nicht, dass auch Probleme mit der Lunge auf die Wechseljahre zurückzuführen sein kann. Wer bereits vorher an Asthma oder anderen Lungenkrankheiten litt, für diejenigen könnten sich die Symptome ab der Menopause in manchen Fällen sogar noch verschlimmern.

Mögliche Gründe für eine Einschränkung der Lungenfunktion in den Wechseljahren könnten laut Experten unter anderem (altersbedingte) Osteoporose sein. Diese kann dazu führen, dass die Höhe der Brustwirbel verringert wird und somit beim Einatmen womöglich nicht mehr genug Platz für die Ausdehnung des Brustkorbs bleibt. Eine weitere Option könnten Entzündungen im Körper sein, die durch die hormonellen Veränderungen entstehen und eben auch die Funktion der Lunge beeinträchtigen könnten.

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Probleme mit der Lunge in der Menopause: die Symptome

Ganz typische Symptome für Lungenprobleme in den Wechseljahren ist auftretende Atemnot beim Treppensteigen oder Sport. Aber auch alltägliche Dinge wie Einkaufen oder der Hausputz könnten aufgrund der abnehmenden Lungenfunktion zum Kraftakt werden. Betroffene geraten hier wesentlich schneller aus der Puste als sonst. Durch den veränderten Hormonhaushalt können sich Entzündungen im Körper bilden, die auch eine Bronchitis oder im schlimmsten Falle Asthma auslösen können. Asthmatiker sollten daher in den Wechseljahren besonders gut auf sich Acht geben und regelmäßig zur Kontrolle gehen.

Raucherinnen könnten häufiger und intensiver an einem Raucherhusten leiden, aber auch generelle Schmerzen im Brustkorb sind möglich. Bessern sich die Beschwerden beispielsweise auch nach einer Erkältung oder Grippe nicht, sollten die Symptome von einem Arzt überprüft werden.

Behandlung von Lungenproblemen in den Wechseljahren

Sollten Sie schon weit vor Auftreten der Menopause unter Asthma oder anderen Lungen- und Atemwegserkrankungen leiden, ist es umso wichtiger, dass sie dies gut von Ihrem behandelnden Arzt beobachten und behandeln lassen. Bei Asthma, was sich in der Menopause durchaus verschlimmern kann, ist in den meisten Fällen eine Behandlung mit entsprechenden Sprays und ggf. Atemübungen unverzichtbar.

Bei erkältungsähnlichen Symptomen, die auch Ihre Lunge in Beschlag nehmen, sollten Sie hellhörig werden und zum Arzt gehen. Oft kann ein früher Behandlungsbeginn Schlimmeres verhindern oder Lungenprobleme eindämmen.

Bei einer verschlechterten Lungenfunktion können gezielte Atemübungen, die Sie auch in speziellen Kursen lernen können, für Linderung sorgen. Auch kann eine geeignete Hormontherapie, die Sie am besten mit Ihrem Arzt besprechen, helfen, Entzündungen zu heilen, die Lungenprobleme verursacht haben oder noch auslösen könnten.

Eine Frau um die 50 macht Atemübungen zur Entspannung.

Atemübungen kräftigen die Lunge. (c) STUDIO GRAND WEB / Fotolia

Vorbeugung von Lungenproblemen im Klimakterium

Damit es möglichst gar nicht erst zu Lungenproblemen in den Wechseljahren kommt, sollte schon frühzeitig mit der Prävention begonnen werden. Besonders für Raucherinnen bedeutet das: so schnell wie möglich mit dem Rauchen aufhören!

Aber auch Nichtraucherinnen können einiges tun, damit es in der Menopause nicht oder nur zu sehr geringfügigen Lungenproblemen kommt. Hinzu kommt ein generell gesunder Lebenswandel, der eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung mit einschließt. Denn nur wer sich fit hält, dessen Körper ist kräftig genug, um den einen oder anderen Wechseljahresbeschwerden trotzen zu können. Bewegung an der frischen Luft ist eine Wohltat für die Lunge und den gesamten Stoffwechsel.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Vorbeugung von Lungenproblemen ist ein sauberes und möglichst staubfreies Zuhause, gerade für Asthmatiker und Patienten mit anderen Lungenerkrankungen. Wenn Sie befürchten, zu den Risikopatienten für Lungenprobleme in den Wechseljahren zu gehören, dann können Sie auch einen Lungenfunktionstest machen lassen, der bei einem Facharzt durchgeführt wird.