Kräuterlexikon

Spargel bei Harnwegserkrankungen und Nierengrieß

Spargel enthält unter anderem Bitterglykoside, Steroidsaponine, Asparagin und Flavonoide.

Als Heilpflanze kann Spargel bei Folgendem helfen:

  • Entzündliche Harnwegserkrankungen: Die Inhaltsstoffe des Spargels wirken stark harntreibend. Im Rahmen einer Durchspülungstherapie kann Spargel unterstützend eingesetzt werden und dabei helfen, Krankheitserreger auszuschwemmen. Dadurch können entzündliche Harnwegserkrankungen schneller abklingen.
  • Vorbeugung von Nierengrieß: Durch seine durchspülende Wirkung soll der Spargel außerdem die Bildung von Nierengrieß verhindern und vorbeugend wirken.

Gibt es Nebenwirkungen?

Wenn Sie unter einer Nierenerkrankung oder Wassereinlagerungen in den Beinen leiden, sollten Sie auf Spargelanwendungen verzichten. In seltenen Fällen kann Spargel eine allergische Reaktion auslösen. Verwenden Sie Fertigpräparate nur wie auf der Packungsbeilage beschrieben. Konsultieren Sie bei Unsicherheiten Ihren Arzt.

Hintergrundinformationen

Ursprünglich kommt der Spargel aus den gemäßigten Zonen Asiens, Nordafrikas und Europas. Da Spargel als Gemüse sehr beliebt ist, wird er auch auf der ganzen Welt kultiviert. Medizinisch verwendet wird meist die Wurzel der Spargelpflanze.

Spargel oder Asparagus officinalis ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu zwei Meter hochwachsen kann. Die Pflanze bildet einen dicken Wurzelstock. Jährlich wachsen die Sprossen des Spargels durch die Erde nach oben. Sie sind es, die als Gemüse geerntet werden. Spargel gehört zur Familie der Liliengewächse. 

> Wie gesund ist Spargel wirklich?

Spargel im Garten

Es ist möglich, eine Spargelpflanze durch Aussaat hochzuziehen, allerdings ist das sehr schwer. Deshalb empfiehlt es sich, für den privaten Garten Jungpflanzen zu kaufen. Diese gibt es beim Spargelbauern und im Fachhandel. Setzen Sie die Pflanzen ab April in Ihr Beet. Beachten Sie, dass der Spargel einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem Boden bevorzugt. Gießen Sie den Spargel je nach Wetterlage im Sommer regelmäßig. Ernten können Sie den Spargel und die Wurzel frühestens nach zwei Jahren im Frühsommer.

Spargelwurzeltee

Der Tee aus Spargelwurzel wirkt harntreibend und entwässernd. Für den Tee brauchen Sie zwei Teelöffel der Wurzel (in der Apotheke erhältlich). Überbrühen Sie diese mit einer Tasse kochendem Wasser. Lassen Sie den Sud anschließend etwa acht Minuten lang ziehen, bevor Sie die Wurzel absieben. Trinken Sie bis zu zwei Tassen täglich, achten Sie aber auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Übelriechender Urin

Wer eine gute Portion Spargel isst und anschließend auf die Toilette geht, wird schnell merken, dass sich der Geruch des Urins verändert hat. Das liegt daran, dass die im Spargel enthaltende Asparagusinsäure Schwefelverbindungen beinhaltet. Nach der Verdauung werden deren Abbauprodukte ausgeschieden, was den übelriechenden Geruch verursacht. Nach einer Zeit verschwindet dieser aber wieder von selbst.

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