Kräuterlexikon

Basilikum bei Verdauungsbeschwerden und Nervosität

Basilikum enthält unter anderem ätherisches Öl, Flavonoide, Saponine und Gerbstoffe.

Als Heilpflanze kann Basilikum bei Folgendem helfen:

  • Verdauungsstörungen: Die Gerbstoffe des Basilikums sorgen für eine vermehrte Verdauungssaftproduktion. Dadurch wird wiederum die gesamte Verdauung angekurbelt, was Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und Krämpfe lindern kann.
  • Nervösen Unruhen und Schlafstörungen: Es wird vermutet, dass die Inhaltsstoffe des Basilikums beruhigend auf die Psyche wirken. So soll Basilikum gegen nervöse Unruhe und Schlafstörungen helfen und diese mindern.

Gibt es Nebenwirkungen?

Basilikum ist in der Regel gut verträglich. Das isolierte ätherische Basilikumöl sollte nicht innerlich angewandt werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie mit Ihrem Arzt Absprache halten, bevor Sie Basilikumzubereitungen anwenden. Es gibt immer wieder den Verdacht, dass das im Basilikum enthaltene Estragol krebserregend sein könnte. Auch wenn diese Theorie nicht bestätigt ist, sollten Sie sicherheitshalber Basilikum nicht in sehr großen Mengen (mehrere Kilogramm am Tag) konsumieren. Konsultieren Sie bei Unsicherheiten Ihren Arzt.

Hintergrundinformationen

Ursprünglich heimisch ist das Basilikum wahrscheinlich in Indien. Heute wird die Pflanze auf der ganzen Welt angebaut, da Basilikum als Gewürzpflanze sehr beliebt ist und es sie in jedem Supermarkt zu kaufen gibt.

Basilikum oder Ocimum basilicum ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 50 Zentimeter hochwachsen kann. Die grünen Blätter sind oval geformt. Sie verströmen einen aromatisch riechenden Duft. Von Juli bis September trägt das Basilikum kleine, weiße Blüten. Basilikum zählt zur Familie der Lippenblütler.

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Basilikum im Garten

Sie können eine Basilikumpflanze im Fachhandel kaufen und diesem im Frühjahr ins Kräuterbeet oder in einen Topf pflanzen. Beachten Sie dabei, dass das Basilikum einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit normal feuchtem Boden bevorzugt. Gießen Sie die Pflanze mäßig, vermeiden Sie dabei Staunässe. Ernten Sie immer nur nach und nach einige Blätter und nicht zu viele auf einmal, damit Sie der Pflanze nicht schaden. Erntezeit ist von Mai bis September.

Basilikumtee

Basilikum wird in vielen, vor allem mediterranen Gerichten verwendet. So darf er bei Caprese (Tomate-Mozarella) und auf der berühmten Pizza Margherita nicht fehlen. Wenn Sie frischen Basilikum zur Hand haben, können Sie daraus auch einen Tee zubereiten. Dieser wirkt wohltuend und lindernd bei Magen-Darm-Beschwerden. Für den Tee brauchen Sie zwei Teelöffel der Blätter. Überbrühen Sie diese mit einer Tasse kochendem Wasser und lassen Sie den Sud für etwa sechs Minuten ziehen, bevor Sie die Blätter abgießen. Trinken Sie je nach Bedarf bis zu drei Tassen am Tag.

Große Vielfalt

Es gibt viele verschiedene Basilikumarten. Sie unterscheiden sich meist in ihrer Botanik und dem jeweiligen Geschmack. Zu den bekanntesten zählen Genoveser, rotes Basilikum und Zitronenbasilikum. Seltener sind dagegen Anisbasilikum, Thai-Basilikum und Afrikanischer Basilikum.

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