Kopf & Psyche

Kopfschmerzen bei Hitze

Bei sommerlicher Hitze leiden viele unter Kopfschmerzen – woher kommt das?

Die Sonne scheint, das Leben lacht – wenn bloß diese Kopfschmerzen nicht wären. Bei hochsommerlichen Temperaturen, wie in diesem Sommer üblich, leiden viele Menschen unter hitzebedingten Kopfschmerzen. Tatsächlich können Hitze, aber auch gleißendes Licht Kopfschmerzen triggern. Auch Temperaturschwankungen – Klimaanlage im Büro, Hitze draußen – belasten den Kreislauf und führen zu Kopfweh. Hinzu kommen erhöhte Ozonwerte, die uns im Sommer zu schaffen machen.

Doch gegen Sommerkopfschmerzen können Sie einiges tun. Denn meist ist es gar nicht so sehr die Hitze, die unserer Gesundheit zusetzt, als vielmehr der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen. Mit einem angemessenen Verhalten und der Aufnahme von Wasser und Mineralstoffen können Sie Kopfschmerzen vorbeugen.

Was Sie gegen Sommerkopfschmerzen tun können

Setzen Sie sich nicht der direkten Sonneneinstrahlung aus, sondern suchen Sie sich lieber ein Plätzchen im Schatten. Bei akutem Kopfschmerz helfen kühle Kompressen auf Stirn, Schläfen und Nacken gelegt. Falls kein Kältepack zur Hand ist: ein Beutel Tiefkühlerbsen tut es zur Not auch.

Was Sie sonst noch tun können:

  • Mindestens eine halbe Stunde lang schwimmen. Dabei den Kopf nicht über der Wasseroberfläche halten, sondern besser eintauchen, so dass der Nacken gestreckt ist
  • Viel trinken. 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Bei Hitze oder sportlicher Aktivität kann sich der Bedarf verdreifachen.
  • Abhärten. Wetterumschwünge und Temperaturschwankungen hält man besser aus, wenn man wettergewöhnt ist.
  • Akut hilft Pfefferminzöl, auf Schläfen und Nacken getupft.

> Weitere Tipps gegen Hitze

Sommerkopfschmerzen – gibt es das überhaupt?

Hitze reguliert unser Körper, indem er über die Haut Wärme und Wasser abgibt.  Durch das Schwitzen kühlt der Körper ab – verliert aber auch viel Feuchtigkeit. Flüssigkeitsverlust und die Erweiterung der Blutgefäße führen zu einem Blutdruckabfall – und  in der Folge insbesondere bei Menschen mit niedrigem Blutdruck zu Kopfschmerzen. Zudem ist Hitze – so wie Kälte – ein Stressfaktor. Häufen sich Stressfaktoren, sind Kopfschmerzen bei vielen Menschen programmiert. Wer unter Migräne oder Spannungskopfschmerzen leidet, weiß in der Regel, dass er eine Reizüberflutung meiden muss.

Sonnenstich – ist er für die Kopfschmerzen verantwortlich?

Ein Sonnenstich – Mediziner sagen Insolation oder Heliosis – entsteht, wenn Sie sich zu lange ungeschützt in der prallen Sonne aufgehalten haben. Er äußert sich in Kopfschmerzen, einem steifen Nacken, Schwindel, Übelkeit und einem „glühenden Kopf“ und tritt oft erst mehrere Stunden nach der Sonneneinstrahlung auf. Bei Kindern kann auch Fieber hinzukommen. Ursache: Durch die geweiteten Blutgefäße im Gehirn werden die Hirnhäute gereizt – das typische Kopfschmerzgefühl macht sich bemerkbar.

Tipp: Wenn Sie empfindlich sind – und das ist bei Menschen mit wenigen Haaren immer der Fall –, verlassen Sie nicht ohne Kopfbedeckung das Haus.

> So erkennen und behandeln Sie einen Sonnenstich

Welche Rolle spielt Ozon?

An heißen wolkenlosen Tagen schnellen die Ozonwerte in die Höhe. Dabei belastet das Gas, das aus Autoabgasen und Sauerstoff am Boden gebildet wird (und nicht mit der Ozonschicht in der Stratosphäre verwechselt werden darf), vor allem unsere Atemwegsorgane. Es verursacht aber auch Kopfschmerzen und tränende Augen. Verlegen Sie an Ozon-Tagen Ihren Sport in die frühen Morgenstunden – und lüften Sie lieber morgens als abends, wenn die Luft noch voller Ozon ist.