Blut & Immunsystem

Kopfschmerzen bei Heuschnupfen: Was hilft?

Kopfschmerzen bei Heuschnupfen? Tatsächlich kann ein fieses Dröhnen im Schädel auch ein Symptom von Pollenallergie sein. Wir erklären, wie es zu dieser Begleiterscheinung kommt und was hilft, wenn die Pollen für Beschwerden sorgen.

Der Allergie-Kopfschmerz ist in der Regel die Folge der Schmerzen im Bereich der Nasennebenhöhlen und der dort lokalisierten Entzündung. Er kann sich als intensiver Druck im Inneren des Kopfes oder hinter den Augen äußern.

Problemzone Nasennebenhöhlen

Es gibt vier Nasennebenhöhlen im Kopf. Dabei handelt es sich um luftgefüllte Hohlräume, die durch enge Gänge mit der Nase verbunden sind. Durch diese Gänge können Schleim und andere Flüssigkeiten abfließen. Bei einer Allergie kann diese Funktion jedoch gestört werden.

Wenn der Körper auf Pollen allergisch reagiert, entzünden sich die Schleimhäute dieser Höhlen, wodurch die produzierte Flüssigkeit an Volumen und Viskosität (Zähigkeit) gewinnt. Dieser Schleim kann nicht so einfach abfließen, was zu einem erhöhten Druck in den Nebenhöhlen führt. Dann können starke Kopfschmerzen auftreten.

Zusätzlich zu den nebenhöhlenbedingten Beschwerden kann Heuschnupfen auch Migräne verursachen. Wie genau es dazu kommt, wird derzeit noch untersucht. Es scheint aber so, dass die bei einer Allergie-Attacke freigesetzten Histamine die Ursache sind.

   > Unser Buchtipp: Die Allergie-Bibel. Ursachen – Symptome – Behandlung

Tipps: Das kann Heuschnupfen-Geplagten helfen

Die Mittel, die Sie zur Behandlung Ihrer Kopfschmerzen anwenden, hängen in erster Linie von der Art Ihrer Symptome ab. Bei Kopfschmerzen, die durch eine Entzündung der Nasennebenhöhlen verursacht werden, kann ein abschwellendes Mittel helfen, wie etwa das Inhalieren von heißem Dampf oder das Einatmen von Pfefferminzöl.

Unabhängig davon, an welcher Art von Kopfschmerzen Sie leiden, ist es wichtig, reichlich Wasser oder klare Flüssigkeiten zu trinken, um nicht auszutrocknen. Dies hilft auch, den Schleim in den Nasennebenhöhlen zu verflüssigen, sodass er leichter abfließen kann. Das reichliche Trinken von Wasser unterstützt auch den Blutfluss, ist gut für den Kreislauf und senkt dadurch das Risiko für die Entwicklung von Migränekopfschmerzen.

Wasser ist wichtig

Viel trinken kann gegen Kopfschmerzen bei Heuschnupfen helfen. (c) sebra / Fotilia

Wenn außen besonders viele Pollen umher fliegen, halten Sie sich am besten in geschlossenen Räumen auf, um eine allergische Reaktion zu vermeiden.

Oft ist es schwierig, eine wirksame Behandlung für Kopfschmerzen zu finden, da es sich um ein sehr individuelles Leiden handelt – was bei einer Person wirkt, hilft einer anderen oft gar nicht.

Ärzte oder Apotheker empfehlen zum Abklingen der Symptome häufig Schmerzmittel. Auch wenn diese Medikamente kurzfristig helfen können, bekämpfen sie das Problem nicht wirklich an der Wurzel. Antihistaminika können bei Heuschnupfen ebenfalls sehr hilfreich sein. Sie können aber Nebenwirkungen wie etwa Müdigkeit verursachen und oft ist nur eine kurzfristige Einnahme möglich.

> Juckende Haut bei Pollenallergie: Wir verraten, was hilft

> So beugen Sie allergischem Asthma vor

Spezial Allergie und Intoleranzen