Gesundes Kind

Kopfläuse – die besten Mittel

Im Herbst haben Kopfläuse wieder Hochkonjunktur. Kein Problem. Wenn Sie sofort reagieren, haben Sie die Läuse schnell im Griff.

Pünktlich zu Schulbeginn herrscht wieder Kopflausalarm in der Kita oder im Klassenzimmer. Kein Grund zur Panik. Denn obwohl ihre Bekämpfung mit etwas Arbeit verbunden ist, sind die kleinen Blutsauger selbst harmlos.

Wie erkennt man Kopfläuse?

Kopfläuse sind so klein (2–3 mm), dass man sie nicht auf den ersten Blick erkennt. Aber sie machen sich durch eine stark juckende Kopfhaut bemerkbar. Das kommt von den Minibohrungen, die ihre Mundwerkzeuge auf unserer Kopfhaut hinterlassen. Alle drei bis sechs Stunden genehmigen sie sich ein Schlückchen Blut. Kopfläuse vermehren sich rasch über klebrige Nissen, die sie im Haaransatz ablegen. Übrigens: Kopfläuse können jeden befallen, sie lassen sich auf duftigem Haar ebenso gern nieder wie auf ungewaschenen Schöpfen.

> Was sind Kopfläuse?

Tipp: Wenn sich Ihr Kind öfter am Kopf kratzt oder Kopfläuse in seinem Umfeld aufgetreten sind, sollten Sie seinen Kopf genau inspizieren. Oft finden sich dann Läuse oder Nissen im Haaransatz – vor allem hinter den Ohren und im Nacken.

Kopfläuse: Reagieren Sie schnell

Pflicht: Informieren Sie bei einem Läusebefund umgehend Kita oder Schule, damit andere Eltern vorgewarnt werden können.

Etwa 90 bis 140 Eier, auch Nissen genannt, legen die Kopflausweibchen nahe der Kopfhaut nieder. Nach 7 bis 10 Tagen schlüpft aus dem Ei eine Larve, die nach weiteren 6 bis 10 Tagen ausgewachsen ist und ihrerseits Eier legt. Wer nichts gegen den Befall unternimmt, hat bald eine regelrechte Herde auf dem Kopf. Die Ansteckungsgefahr ist überall dort vorhanden, wo Kinder ihre Köpfe zusammenstecken. Die Läuse wandern von Haar zu Haar.

Entlaust in 5 Schritten

Sobald Kopfläuse entdeckt worden sind, empfehlen Kinderärzte folgendes Vorgehen:

Tag 1: Haare und Kopfhaut mit einem entsprechenden Mittel behandeln und nass auskämmen.
Tag 5: Haare nass auskämmen, um früh nachgeschlüpfte Larven zu entfernen.
Tag 8, 9 oder 10: Erneut mit dem Mittel behandeln, um spät geschlüpfte Larven abzutöten. Anschließend eine Pflegespülung auftragen und nass auskämmen.
Tag 13: Kontrolluntersuchung durch nasses Auskämmen.
Tag 17: Letzte Kontrolle durch nasses Auskämmen.

Sie können die Behandlung selbst zu Hause durchführen und Ihr Kind am Tag nach der ersten Behandlung wieder in die Schule schicken.

Diese Mittel helfen gegen Kopfläuse

  • Traditionell werden Insektizide (Goldgeist forte, Infectopedicul) eingesetzt. Sie sind Gift für die Läuse, gelten aber wegen ihrer neurotoxischen Wirkung nicht mehr als Mittel der ersten Wahl.
  • Dimeticone (Silikonöle) dringen in die Atemöffnungen der Läuse ein und ersticken sie. Die Dimeticon-basierten Präparate Nyda, EtoPril oder Jacutin Pedicul Fluid sind nicht toxisch. Allerdings sind silikonhaltige Mittel leicht entflammbar, weshalb Sie Ihr Kind bei und nach der Behandlung von offenem Feuer oder einem heißen Föhn fernhalten sollten.
  • Ebenfalls zugelassen und als Hausmittel bewährt sind Mittel auf der Basis von Soja- und Kokosöl (Mosquito Läuse Shampoo).

Die Haare mehrmals behandeln

Ebenso wichtig wie ein Läuseshampoo oder eine Lotion ist das Auskämmen der nassen Haare mit dem Läusekamm. Nehmen Sie sich Strähne für Strähne vor und achten Sie auf die gräulichen oder weißen Nissen, die fest im Haaransatz kleben. Entfernen Sie diese, wenn der Kamm nicht greift, mit den Fingernägeln. Die mit einer Chitinschicht überzogenen Eier werden von den Mitteln verschont, weshalb eine mechanische Nachbehandlung empfohlen wird.

Tipp: Haare des Kindes raspelkurz schneiden und den Läusen derart ihr Habitat entziehen. Leider nur bei sehr kleinen Kindern oder Jungs anwendbar.

Was Sie sonst noch gegen Kopfläuse tun können

Diese Maßnahmen sind von nachrangiger Bedeutung, da Kopfläuse in der Regel auf ihrem Wirt bleiben.

  • Kämme, Bürsten sowie Haargummis und -spangen in heißer Seifenlauge ausbürsten.
  • Wäsche wechseln.
  • Kuscheltiere, Schmusekissen, Mützen und Schals waschen und drei Tage lang in eine Plastiktüte stecken.
  • Kuscheltiere, Schmusekissen, Mützen und Schals zwei Tage in die Gefriertruhe packen.

Quellen:
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Kopflausbefall.html)
https://www.kinderaerzte-im-netz.de