Gesunde Ernährung

Konjaknudeln – das neue Abnehmwunder?

Die kalorienarmen Shirataki-Nudeln – auch als Konjaknudeln bekannt – sind in Japan bereits seit vielen Jahrhunderten fester Bestandteil von z.B. Suppen und Eintöpfen.

Hierzulande sind die weißlichen Nudeln seit geraumer Zeit voll im Trend und werden als „Abnehmwunder“ oder „Sorglos-Nudel“ bezeichnet. In den USA sind die „Miracle Noodles“ inzwischen aus der Low-Carb-Küche nicht mehr wegzudenken. Bei uns erfahren Sie, was die Konjaknudeln so beliebt macht und welche positiven Effekte sie auf unsere Gesundheit haben. Zudem haben wir ein paar leckere und schnelle Konjaknudel-Rezepte für Sie.

Konjakwurzel – Wunderschöne und seltene Pflanze

Amorphophallus konjac – so der botanische Name – gehört zu den Ahornstabgewächsen. Ursprünglich wurde sie bereits vor vielen Jahrhunderten in Japan, China und Indonesien kultiviert. Die erste Aufzeichnung gab es aber erst 1858 durch den deutschen Botaniker Karl Heinrich Emil Koch. Die Pflanze ist in Österreich auch unter dem Namen Tränenbaum oder Teufelszunge bekannt. In ihrer Heimat Asien wird sie Shiratake oder Konnyaku genannt.

Konjakwurzel selbst pflanzen

Während der Vegetationsperiode zwischen März und September wächst aus der Knolle ein einziges großes dunkelviolettes Blatt. Zwischen Oktober und Februar bleibt die Knolle blattlos. Da die Blüten extrem streng nach Verwesung riechen, sollten Sie eine Konjakpflanze nicht in den eigenen vier Wänden halten, sondern mit ausreichend Abstand im Freien.

Grund für den penetranten und übel riechenden Geruch ist, dass der Kolben zu Beginn der Blühphase sich erwärmt und dadurch anfängt zu schwitzen. Die während des Schwitzens abgesonderten kleinen Flüssigkeitströpfchen verbreiten dann einen modrigen Duft. Ansonsten ist das Ahornstabgewächs aber eine pflegeleichte Kübelpflanze, die sich im Sommer auch in unseren Breitengraden wohlfühlt.

Wofür wird Konjakwurzel verwendet?

Insbesondere in Japan werden Konjakwurzeln in unzählige Lebensmittel sowie für die Herstellung traditioneller Süßigkeiten verwendet. Aber auch in China und Indien stehen Konjak-Produkte häufig in verschiedenen Variationen auf dem Speiseplan. In Deutschland bzw. in Europa findet man Konjakmehl häufig in kosmetischen Produkten oder als Lebensmittelzusatzstoff mit der Kennzeichnung E 425 i (Konjakgummi) und E 425 ii (Konjakglukomannan). Für die hervorragende Filmbildung ist im Übrigen das in der Knolle reich enthaltende Polysaccharid Glucomannan verantwortlich.

Was sich aktuell aber steigender Beliebtheit erfreut sind eine Art Nudeln, die aus Konjakmehl hergestellt werden. Die weißen Nudeln riechen zwar leicht fischig, haben aber keinen eigenen Geschmack. Sie nehmen jedoch den Geschmack anderer Zutaten bestens auf.

Eine Konjacwurzel samt Blättern.

So sieht eine Konjacwurzel aus. (c) Adobe Stock / amawasri

Was macht Konjaknudeln so gesund?

Wer sich Low Carb ernährt, muss auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel weitestgehend verzichten – dazu gehören auch Nudeln. Dank der Konjaknudeln müssen Nudelgerichte jedoch nicht ganz vom Speiseplan verschwinden, denn Shiratake-Nudeln haben kaum Kohlenhydrate. Dafür sind sie reich an Ballaststoffen und sehr kalorienarm. Schaut man sich die Nährwerttabelle an, wird schnell klar warum bei diesem Lebensmittel von einer „superschlanken Nudel“ die Rede ist.

Sie sind:

  • Kalorienarm (8 Kalorien pro 100 Gramm)
  • Fettfrei
  • Glutenfrei
  • Basisch
  • Keine verwertbaren Kohlenhydrate
  • Glykämische Last (GL) liegt bei Null
  • Reich an löslichen Ballaststoffen

Die löslichen Ballaststoffe in der Konjaknudel dehnen sich im Übrigen im Verdauungstrakt aus und sorgen somit für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl.

Konjaknudeln eignen sich somit also nicht nur für Menschen, die sich figurbewusst ernähren möchten, sondern auch für diejenigen die krankheitsbedingt auf die Zufuhr von Kohlenhydraten achten müssen (z.B. Diabetiker). In der traditionellen chinesischen Medizin (kurz: TCM) werden der Konjakwurzel noch viele weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. So sollen die Inhaltsstoffe der Knolle unter anderem helfen bei

  • Asthma,
  • Reizdarm,
  • Verstopfung,
  •  und Adipositas.

Dank des hohen Ballaststoffanteils wirken sich die „Wundernudeln“ auch positiv auf unsere Verdauung aus. Erst kürzlich hat eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit untersucht und bestätigt, dass Konjaknudeln im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zu Gewichtsverlust führt und sogar dazu beiträgt, dass der Cholesterinspiegel im Blut im Normalbereich aufrechterhalten wird.

Rezeptideen mit Konjaknudeln

Wie vorhin schon erwähnt, sind Konjaknudeln geschmacksneutral, nehmen aber die Aromen anderer Zutaten wie Kräuter, Gewürze, Soßen oder sonstige Beilagen hervorragend auf. Zudem lassen sich in vielen Gerichten die Teigwaren problemlos durch die weißen Nudeln ersetzen. Verzehrt werden können sie im Übrigen heiß oder kalt und da sie schon vorgekocht zu kaufen sind, lassen sich die Nudeln blitzschnell zubereiten. Also raus aus der Verpackung, gründlich abspülen und für eine Minute in gesalzenes kochendes Wasser geben – fertig.

Rote Beete Carpaccio mit Gorgonzola-Konjaknudeln

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Packung Konjaknudeln (250g Abtropfgewicht)
  • 2 Knollen rote Bete (frisch)
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL gehackte Walnusskerne
  • 100 ml Milch
  • 100 g Gorgonzola
  • 50 g Mascarpone
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Rote Bete waschen, schälen und in 1-2 mm dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Bete-Scheiben für ca. 8 Minuten bei mittlerer Hitze weich braten. Gelegentlich wenden.
  2. Konjak-Nudeln abgießen, mit kaltem Wasser abwaschen und gut abtropfen lassen.
  3. Mascarpone und Milch in einem Topf aufkochen, Gorgonzola in Würfel schneiden und dazu geben. Die Soße bei mittlerer Hitze so lange kochen lassen, bis der Käse geschmolzen ist. Anschließend die Konjaknudeln zu der Soße in den Topf geben und für ca. 1-3 Minuten garen lassen.
  4. Rote Bete sowie die Nudeln mit der Soße mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Rote-Bete-Scheiben jeweils kreisförmig und leicht überlappend als Rand auf den Tellern verteilen. Nudeln mit der Gorgonzolasoße in der Mitte platzieren und mit den gehackten Walnusskernen bestreuen.

Thai-Curry mit Konjaknudeln

Zutaten für 2 Portionen:

  • 1 Packung Konjak-Nudeln
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 3 EL rote Currypaste
  • 2 EL Sesamöl
  • 2 Paprika nach Wahl
  • 2 Möhren
  • 2-3 Frühlingszwiebeln
  • 2 Handvoll frischer Spinat
  • Saft einer ½ Zitrone
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Gemüse waschen. Spinat trocken schleudern und grob hacken. Paprika entkernen und in Stücke schneiden, Möhren in feine Streifen und Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
  2. Konjaknudeln unter fließend kaltem Wasser gründlich abspülen und gut abtropfen lassen.
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen und Paprika, Möhren sowie Frühlingszwiebeln kurz anbraten. Anschließend mit Kokosmilch ablöschen und die Currypaste einrühren.
  4. Spinat und Konjaknudeln dazugeben, vorsichtig untermischen und ca. 2 Minuten köcheln lassen.
  5. Mit Zitronensaft, ggf. Salz und Pfeffer abschmecken.