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Brüchige Nägel

Was sind brüchige Nägel?

Die Fachbezeichnung für brüchige Nägel ist Onychorrhexis. Dieses Wort geht auf die griechischen Begriffe onycho (Nagel) und rhexis (Brechen) zurück.

Das Hauptsymptom, also der wichtigste Hinweis darauf, dass Sie brüchige Nägel haben, ist ein immer häufigeres Einreißen, Brechen oder Absplittern der Fuß- und Fingernägel. Auch wenn sich die Nägel gelblich verfärben oder beginnen, sich einzurollen, kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass sie brüchig sind.

Was sind die Ursachen für brüchige Nägel?

Im Nagelbett wird eine Substanz namens Keratin gebildet. Während der Nagel wächst, bildet sich eine harte Struktur an den Spitzen der Finger und Zehen: die Nägel. Sie haben die Aufgabe, die zarte darunterliegende Haut schützen.

Wenn der Körper gesund ist, sind die Nägel fest und ebenmäßig geformt. Falls die Nägel aber brüchig werden, deutet dies darauf hin, dass die Keratinproduktion aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Warum werden Nägel gerade in der Menopause brüchig?

Die Menopause ist die Zeit im Leben, in der die Konzentrationen von Hormonen wie Östrogen stark schwanken. Das kann zu diversen Symptomen führen, wie beispielsweise brüchige Nägel, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Verdauungsbeschwerden oder Stimmungsschwankungen.

Der wahrscheinlichste Grund für eine vermehrte Nagelsprödigkeit ist Wassermangel. Östrogen ist eines der Hormone, das den Wasserhaushalt des Körpers steuert. Wenn eine Frau die Menopause durchläuft, sinkt ihr Östrogenspiegel immer mehr ab – mit Auswirkungen auf die Flüssigkeitsbalance.

Wie werden brüchige Nägel behandelt?

Bei brüchigen Nägeln helfen Kräuter wie Brennnessel und Beinwell. Grund dafür ist wahrscheinlich der hohe Kieselsäuregehalt dieser Pflanzen. Wer an brüchigen Finger und Fußnägeln leidet, kann einfach täglich Brennnesseltinktur (Urtica) einnehmen und Beinwellcreme auf die Nägel auftragen.

Brüchige Nägel: Magnesium hilft!

Sie sollten auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr achten, damit Ihr Körper genug Kalzium verwerten kann. Wenn Sie über die Nahrung nicht genügend gute Magnesiumlieferanten wie Vollkorngetreide, Nüsse, Trockenfrüchte und Körner zu sich nehmen, kann eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein. Magnesium ist auch gut für das Nervensystem, denn es reduziert die Neigung zu Angstzuständen, unter denen einige Frauen während der Menopause leiden.

Brüchige Nägel: Welche konventionellen Medikamente helfen?

An herkömmliche Medikamente sollten Sie bei diesen Beschwerden erst zuletzt denken. Schon kleinere Umstellungen bei den Lebensgewohnheiten und der Ernährung oder die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln machen diese zumeist überflüssig. Wird das Problem durch eine Pilzinfektion hervorgerufen, können Antipilzmittel erforderlich sein, die Ihnen Ihr Arzt verordnet.

Sollte allerdings überhaupt nichts anschlagen, so kann auch eine Grunderkrankung vorliegen, zum Beispiel eine Unterfunktion der Schilddrüse oder eine Anämie (Eisenmangel). In diesem Fall sollten Sie einen Arzt konsultieren, denn die Behandlung dieser Grunderkrankung ist nicht nur im Interesse Ihrer Nägel zu empfehlen.

Wie kann ich brüchige Nägel vorbeugen?

Es gibt ein paar Dinge, die Sie selbst tun können, um Ihre Nägel gesund zu halten. Schon ganz einfache Umstellungen Ihrer Lebensgewohnheiten und ein paar einfache Hausmittelchen können eine Menge bewirken.

  • Hände schützen: Sie können Ihre Fingernägel schützen, in dem Sie immer dann, wenn Ihre Hände mit Wasser in Berührung kommen, Gummihandschuhe tragen, beispielsweise beim Spülen oder Autowaschen. Bei einem längeren Kontakt mit Wasser nehmen Ihre Nägel nämlich besonders viel Wasser auf, und wenn sie anschließend wieder trocknen, schrumpfen sie ein wenig, und werden dadurch geschädigt. Diese Wirkung wird noch verstärkt, wenn Sie scharfe Seifen oder Reinigungsmittel verwenden.
  • Ernährung umstellen: Auch Ihre Ernährung kann sich auf Ihre Nägel auswirken. Essentielle Fettsäuren, die zum Beispiel in Mandeln oder Avocado enthalten sind, tragen zur Kräftigung Ihrer Nägel bei. Schon der Verzehr von nur sechs Mandeln am Tag kann Ihre Nagelgesundheit positiv beeinflussen.
  • Viel trinken: Beugen Sie eine Austrocknung vor, indem Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Denn der Östrogenmangel hat zur Folge, dass Ihr Körper Feuchtigkeit nicht mehr so gut wie früher bewahren kann.
  • Hände eincremen: Ebenfalls hilfreich ist es, Ihren Nägeln Feuchtigkeit zuzuführen. Allerdings müssen Sie genau darauf achten, welche feuchtigkeitsspendende Handcreme Sie verwenden, denn manche Chemikalien können genau das Gegenteil von dem bewirken, was Sie erreichen wollen, und Ihre Nägel noch mehr austrocknen.
  • Nagellack auftragen: Spezielle Nagellacke führen den brüchigen Nägeln Mineralien zu und schenken durch den den Schutzfilm mehr Festigkeit. Die Lacke sind wasserlöslich und sollten täglich aufgetragen werden.

Tipp: Tauchen Sie Ihre Fingernägel in Mandelöl, um sie weich und elastisch zu erhalten. Ist Ihnen dies zu zeitaufwändig, können Sie auch Beinwellcreme, eine gesunde und hilfreiche Feuchtigkeitspflege, in Ihre Nägel einmassieren.

Wie sind die Heilungschancen bei brüchigen Nägeln?

Die Heilungschancen bei brüchigen Nägeln in der Menopause stehen nicht schlecht, wenn Sie unsere Vorsorge- und Pflegetipps beachten.

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