Gesunde Frau

Kinderwunsch? So erkennen Sie den Eisprung!

Bei den meisten Paaren kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem der Kinderwunsch größer wird und in die Realität umgesetzt werden möchte. Damit die Chancen für den zukünftigen Nachwuchs auch wirklich gut stehen, zeigen wir Ihnen, wie Sie den Eisprung und damit auch den besten Zeitpunkt für eine erfolgreiche Befruchtung erkennen.

Wann findet der Eisprung statt?

Generell findet der Eisprung, die sogenannte Ovulation, zwischen der ersten und zweiten Zyklushälfte statt. Vorausgesetzt es handelt sich um einen regelmäßigen Zyklus. Etwa zwei Wochen danach setzt dann normalerweise auch die Menstruation ein, sofern keine Schwangerschaft vorliegt.

Nach dem Eisprung nimmt die Chance auf eine Befruchtung relativ schnell ab, da das Ei dann nur noch ungefähr 12 bis maximal 24 Stunden in der Lage ist, befruchtet zu werden. Sie sollten also Ihre Aktivitäten zur Kinderplanung auf vier bis fünf Tage vor dem Eisprung legen, um die beste und vielversprechendste Möglichkeit, schwanger zu werden, auszunutzen. Am Tag des Eisprungs selbst ist die Fruchtbarkeit ebenfalls noch hoch genug für eine mögliche Schwangerschaft.

Bei einem relativ unregelmäßigen Zyklus kann der Eisprung entsprechend später stattfinden. In diesem Fall helfen Ihnen entweder andere Mittel zur Bestimmung des Eisprungs weiter oder Sie verlassen sich ganz auf die Anzeichen Ihres Körpers.

Auf diese Zeichen sollten Frauen mit Kinderwunsch achten

Viele Frauen wissen gar nicht, dass es bestimmte Anzeichen gibt, mit denen der Körper ihnen ihre fruchtbaren Tage mitteilen möchte. Wenn Sie manche Symptome genau beobachten, könnten Sie so recht einfach feststellen, wann Ihre Ovulation in etwa stattfindet.

  • Eisprung erkennen durch Mittelschmerz

Viele Frauen klagen außerhalb ihrer Menstruation über Krämpfe im Unterleib, die manchmal auch von einer leichten Übelkeit begleitet werden können. Hier kommt es meist zu einem einseitigen Ziehen, was auf den wachsenden Follikel hindeutet. Dieser Mittelschmerz läutet in den meisten Fällen den Eisprung ein, der dann nicht mehr lange auf sich warten lässt.

  • Der Zervixschleim

Je nach Alter, Ernährungs- und Lebensweise entwickelt sich der Schleim von Frauen unterschiedlich. Gerade in den Tagen nach der Menstruation fühlt man sich im Intimbereich vielleicht etwas trocken. Doch sobald sich der Eisprung ankündigt, verändert sich der Zervixschleim entsprechend und die Scheide wird feuchter. Der Zervixschleim hat nun eine spinnbare oder dehnbare Konsistenz, teilweise vergleichbar mit rohem Eiweiß.

Da sich die körperlichen Gegebenheiten bei Frauen im Laufe des Lebens verändern, kann es sein, dass mit zunehmendem Alter mehr Zervixschleim abgesondert wird als in jüngeren Jahren. Wenn Sie also anhand der Ovulation schwanger werden möchten, beziehen Sie die Beobachtung des Zervixschleims auf jeden Fall mit ein.

  • Veränderung des Muttermunds

Je näher der Eisprung rückt, umso weicher und offener wird der Muttermund. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Frauenarzt erklären oder zeigen, wie Sie den Muttermund zu Hause selbst untersuchen und ertasten können.

Eispung

Wer seinen Körper gut kennt, kann den Eisprung leicht bestimmen. (c) S.Kobold / Fotolia

Weitere Möglichkeiten zur Bestimmung des Eisprungs

Neben den Anzeichen, die Ihnen Ihr Körper sendet und die Sie mit der Zeit immer besser deuten können, gibt es noch weitere Methoden, um den richtigen Zeitpunkt zum schwanger werden zu bestimmen. So kann Ihnen beispielsweise ein Ovulationsrechner in Form einer App dabei helfen, den Moment des Eisprungs zu berechnen. Voraussetzung hierfür ist ein sehr regelmäßiger Zyklus, doch auch dann kann es hin und wieder zu Abweichungen kommen. Verlassen Sie sich also nicht immer ausschließlich auf Technik und Berechnungen, sondern berücksichtigen Sie besser mehrere Faktoren auf einmal.

LH-Tests und Zykluscomputer

Ovulations- oder LH-Tests können Ihnen dabei helfen, schwanger zu werden. Bei dieser Option wird das ansteigende Hormon LH gemessen. Fällt der Test positiv aus, haben Sie in etwa bis zu 36 Stunden Zeit, um den fruchtbaren Moment für Ihren Kinderwunsch zu nutzen.

Mit einem Zykluscomputer messen Sie anhand Ihres Urins und den darin enthaltenen Hormonen, wann die Fruchtbarkeit am wahrscheinlichsten ist. Auch eine sogenannte Ovulationsblutung kann um den Eisprung herum auftreten, was auf die aktuelle Fruchtbarkeit hindeuten kann.

Messen der Basaltemperatur

Diese Variante ist nicht unbedingt am besten geeignet, um sich den lang ersehnten Kinderwunsch zu erfüllen. Sie können aber mittels einer Basaltemperaturkurve über eine längere Zeit ein bestimmtes Muster und somit auch die Regelmäßigkeit Ihres Eisprungs erkennen. Leider steigt die Temperatur oft erst nach dem Eisprung und das ist eben der Zeitpunkt, an dem die Fruchtbarkeit rapide sinkt. Kombinieren Sie also am besten mehrere Varianten und lernen Sie, die Zeichen Ihres Körpers zu deuten.

>Diese Vitamine und Mineralstoffe sind in der Schwangerschaft wichtig

>Was ist eine Eileiterschwangerschaft?

>Was tun gegen Schwangerschaftsstreifen?