Gesundes Kind

Mit Kindern gesund durch den Winter: Die besten Tipps

Der Winter ist nicht unbedingt die beliebteste Jahreszeit. Das ist die Zeit von Erkältungen und Grippen. Vor allem die Kleinsten bringen diese Krankheiten oft und schnell aus Kita und Kindergarten mit nach Hause.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, haben wir ein paar Tipps gesammelt, damit Familien mit Kindern gesund und munter durch die kalte Jahreszeit kommen. Und mal ehrlich: Der Winter hat doch auch seine guten Seiten: Rodeln, Skifahren, Eislaufen und mehr.

Perfekt gekleidet durch den Winter

Längst sind die bunten Blätter von den Bäumen gefallen. Laternenlaufen waren wir schon. Sankt Martin hat seinen Mantel mit dem Bettler geteilt und der erste Glühwein ist auch schon getrunken. Der Winter steht vor der Tür. Damit Kind und Kegel nicht frieren, ist funktionelle Kleidung gefragt – nicht nur beim Toben auf dem Spielplatz.

Eltern sollten auf jeden Fall in hochwertige Winterjacken investieren, optimalerweise mit Daunen, damit es der Nachwuchs schön warm hat. Auch in punkto Matschkleidung für Kita und Kindergarten ist ein Austausch angesagt. Die dünnen Regensachen vom Sommer müssen weichen. Stattdessen geben Eltern den Kids gefütterte Ausführungen mit – oder eben gleich einen Schneeanzug. Damit liegen Eltern immer richtig.

Auch Handschuhe und Schals müssen her. Mützen sollten selbstverständlich sein. Schon die Kleinen merken schnell, wie gut es ihnen tut, wenn Ohren, Hals und Finger warm eingepackt sind. Das machen sich Eltern zunutze und umgehen so nervigen Diskussionen.

Wichtig für gesunde Kinder: eine ausgewogene Ernährung

Nicht nur wenn die Erkältung schon in vollem Gange ist, sondern einfach immer, sollten Kinder mit ausreichend Nährstoffen versorgt sein. Hier agieren Eltern als Vorbilder. Sie sollten ebenfalls Vitamine und Co zu sich nehmen, sodass es für den Nachwuchs zu einer Selbstverständlichkeit wird.

Es gibt ein paar Regeln, die bei der Ernährung von Kindern berücksichtigt werden sollten. So nehmen pflanzliche Lebensmittel einen hohen Stellenwert auf dem Speiseplan des Kindes ein. Tierische Lebensmittel hingegen sollten spärlich eingesetzt werden. Auf keinen Fall sollte Fleisch jeden Tag auf dem Teller landen. Es gibt mittlerweile so viele vegetarische Rezepte, die kinderleicht nach zu kochen und zudem super lecker sind.

Vitamine müssen her: Orangen, Mandarinen, Kiwis und mehr

Um die ausgewogene Ernährung für Kinder im Winter zu perfektionieren, sind Vitamine eine sehr gute Wahl. Vitamine sind wahre Alleskönner. Sie stärken die Abwehr, sodass die Kleinen nicht jeden Infekt mit nach Hause bringen. Eine gute Wahl sind regionales Obst und Gemüse.

Auf dem Wochenmarkt kaufen Eltern heimische Zutaten nach dem Saisonkalender ein: Karotten und Lauch zum Beispiel. Beliebt sind zudem Feldsalat und verschiedene Kohlsorten: Weiß- und Rotkohl, Rosenkohl und Chinakohl beispielsweise. Eine große Menge an Vitamin C beinhalten aber auch Zitrusfrüchte, die bei Kindern klasse ankommen. Egal ob Mandarinen, Orangen oder Kiwis: Die leckeren Früchtchen versüßen den tristen Winteralltag und bescheren nebenbei noch viele Vitamine.

Doch auch Äpfel und Birnen aus der Region tun der Gesundheit Gutes. Und noch ein Tipp: Nüsse liefern ungesättigte Fettsäuren. Im Körper entstehen dadurch Gewebshormone, die das Immunsystem stärken und nebenbei Entzündungen hemmen.

Ein junges Mädchen trinkt Wasser

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. (c) Adobe Stock / JenkoAtaman

Viel trinken: den Schleimhäuten Gutes tun

Außerdem sollten wir alle ausreichend trinken, nicht nur die Jüngsten und nicht nur in den heißen Sommermonaten. Auch in der kalten Jahreszeit ist die Flüssigkeitsaufnahme unabdingbar. So kommt es, dass die trockene Heizungsluft in der Wohnung dem Körper einiges an Flüssigkeit entzieht. Leidtragend sind die Schleimhäute, die Viren anziehen. Ausreichend Flüssigkeitsaufnahme sorgt dafür, dass die empfindlichen Schleimhäute nicht austrocknen und gegen Viren ankämpfen können.

Empfehlenswert sind Wasser und Kräuter- oder Früchte-Tees. Aber auch Saftschorlen sind ab und an eine gute Alternative – vor allem dann, wenn der Sprössling auf Apfelsaft und Co nicht verzichten mag. Wenn der Nachwuchs erst einmal über Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder gar Fieber klagt, müssen Eltern darauf achten, dass noch mehr getrunken wird. Nur so kann ein Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden. Die Folge: Der Schleim bleibt flüssig. Unangenehme Symptome werden gelindert.

Draußen aktiv bei jedem Wetter: der Kälte trotzen

Um draußen an der frischen Luft zu toben, muss die Sonne nicht scheinen. Auch im Winter haben Kinder unheimlich viel Spaß draußen. Am Nachmittag sollten sie nicht vor dem Fernseher oder Computer sitzen, stattdessen an der frischen Luft toben. So stärken sie ihre Abwehrkräfte und schützen sich vor Grippe und Co. Das Auto sollte öfter einmal zu Hause bleiben. Vielleicht ist der Weg in den Kindergarten oder in die Schule ja zu Fuß oder mit dem Fahrrad machbar.

Doch trotz der positiven Nebeneffekte, die die frische Luft auch im Winter mit sich bringt, spielen immer weniger Kinder draußen. Hier gilt es gegen zu steuern, um den allgemein negativen Auswirkungen frühzeitig – egal bei welchem Wetter – entgegen zu wirken.

Wenn Freunde zu Besuch sind, ist eine traditionelle Schnitzeljagd eine tolle Idee. Im Vorfeld überlegen sich die Eltern eine Schatzsuche, die beispielsweise auf dem Spielplatz endet – natürlich mit einem kleinen Geschenk für die Teilnehmer. Ein Spaßfaktor, früher wie heute!

Ein Mädchen trägt Mütze, Schal und Handschuhe im Winter

Die richtige Kleidung sorgt für Winterspaß. (c) Adobe Stock / Vasyl

Gesunder Schlaf bei angenehmer Raumtemperatur

Doch nicht nur die Zeit an der frischen Luft spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, ob Kinder gesund durch das Jahr kommen. Besonders wichtig ist gesunder Schlaf. Je nach Alter schwankt der Schlafbedarf des Nachwuchses. Sich an Richtwerten zu orientieren, ist okay. Viel wichtiger aber ist es, dass das Kind sich dabei wohlfühlt.

Es gibt enorme Unterschiede, was den Schlafbedarf von Babys und Kindern im Kleinkindalter betrifft. Viele Eltern sind erschrocken, wenn ihr Kind übermäßig lange schläft. Andere wiederum sind besorgt, wenn es nur wenige Stunden pro Nacht sind. Unser Tipp: Vor jedem Zubettgehen sollte das Kinderzimmer gelüftet werden, um eine angenehme Raumluft zu erzeugen. Ein Richtwert: Mehr als 18°C sollte es im Schlafraum der Kleinen nicht haben – auch nicht im Winter.

Eine Mutter wäscht die Hände ihrer Tocher. Hygiene ist das A und O, um Rotaviren einzudämmen.

Hygiene ist das A und O, um Viren einzudämmen. (c) Konstantin Yuganov / Fotolia

Hygienemaßnahmen für Groß und Klein: Händewaschen nicht vergessen

Zudem sollten Eltern ihrem Nachwuchs schon von klein auf beibringen, wie wichtig Hygiene im Alltag ist: nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause in den eigenen vier Wänden. Vor allem wenn ansteckende Krankheiten wie Grippe oder Magen-Darm-Erkrankungen kursieren, spielt das Händewaschen eine bedeutende Rolle, um Ansteckungsgefahren zu minimieren.

Wenn Kinder von draußen kommen, sei es vom Kindergarten oder vom Toben im Park, werden erst einmal Hände gewaschen: gründlich mit Seife. Vor dem Essen ist diese Prozedur ebenfalls ratsam – und natürlich nach dem Toilettengang. Sind die Keime erst einmal im Umlauf, werden fremden Personen keine Hände mehr geschüttelt. Auch sollten die Kleinen nicht unnötig mit ihren Händen im Gesicht spielen – wobei letzteres natürlich schwierig zu umgehen ist.

Wenn alle unsere Tipps beherzigt werden, kommen Familien mit ein bisschen Glück gesund und munter durch Herbst und Winter – wenn auch vielleicht mit kleineren Rückschlägen. Grundsätzlich aber steht dem Winterspaß nichts im Wege.