Gesunde Ernährung

Kaki – süße Frucht mit großem Potenzial

Sie ist nicht nur außerordentlich süß im Geschmack, die Kaki steckt auch voller wichtiger Nährstoffe, die unserer Gesundheit zugutekommen können. Bei uns erhalten Sie einen kleinen Einblick in die süße Frucht sowie über deren Herkunft und Inhaltsstoffe.

Eine Infografik mit verschiedenen Fakten zur Kaki. Sie zeigt Wissenswertes über die Herkunft und Inhaltsstoffe und Wirkung der Frucht.

Die Kaki erinnert mit ihrer Form etwas an eine große Tomate und ist besonders in den Herbst- und Wintermonaten sehr beliebt.

Kaki – das fruchtige Obst aus Asien

Ihren Ursprung hat die Kaki in Asien. Dort wird die Frucht des Kakibaums bereits seit mehreren Jahrtausenden zum Verzehr und als Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. Mittlerweile ist die orange Frucht auch bei uns bekannt und wird in Teilen Südeuropas, in Brasilien oder auch in Kalifornien angebaut. Die Chinesen bezeichneten das Gewächs als „Baum der sieben Tugenden“, da nicht nur die Frucht zum Verzehr geeignet war, sondern auch der Baum viele Aufgaben erfüllt:

  • er spendet den nötigen Schatten,
  • er ist sehr langlebig,
  • er hält Parasiten auf ganz natürliche Weise fern,
  • Vögel finden in ihm einen Platz zum Nisten,
  • er liefert perfektes Brennholz,
  • seine Blätter leuchten in den Farben Gelb und Rot und sind wunderbar anzusehen, bis der erste Frost kommt,
  • fällt sein Laub, versorgt es den Boden mit wichtigen Nährstoffen.

Der Kakibaum gehört zu den Ebenholzgewächsen und kann bis zu zehn Meter in die Höhe wachsen. Die Früchte können ein Gewicht von bis zu 500 Gramm erreichen. Sie haben eine kräftige orange Farbe, ihr Fruchtfleisch ist in der Regel etwas heller. Ein weiteres Markenzeichen für Kakis sind die vier grünen Kelchblätter.

Kakifrüchte am Baum

Kakifrüchte am Baum. (c) Colourbox

Kaki, Sharon oder Persimon?

Die Kaki-Frucht hat zwei sehr enge Verwandte: die Sharon und die Persimon. Diese unterscheiden sich jedoch etwas in Form und Anbaugebiet. Die Kaki ist eher rund und stammt hauptsächlich aus China, Korea und Japan.

Unterschied Kaki und Sharon

Die Sharonfrucht dagegen besitzt eine etwas flachere Form und wird vorwiegend in Israel, Südamerika, Spanien und Italien angebaut. Außerdem weist die Sharon einen wesentlich geringeren Tannin-Gehalt auf, was ihr einen milderen Geschmack verleiht. Auch im harten Zustand kann die Sharonfrucht bereits verzehrt werden, währen die Kaki noch etwas nachreifen sollte, um einen bitteren Geschmack auf der Zunge zu vermeiden.

Unterschied Kaki und Persimone

Die Persimone, eine weitere Zuchtform der Kaki, zeichnet sich durch eine ovalere Form aus und ist, genau wie die Sharon, eher gelblich als orange. Während die Sharonfrucht in der Regel nur in den Wintermonaten gekauft werden kann, ist die Kaki nahezu das ganze Jahr über erhältlich.

Kaki: Wie gesund ist sie?

In Asien legt man viel Wert auf die Kaki als Frucht mit heilenden Eigenschaften, die jedoch nicht wissenschaftlich belegt sind. So soll sie dabei helfen, Verdauungsbeschwerden zu lindern und dem Saft von unreifen Früchten wird nachgesagt, sich positiv auf den Blutdruck auswirken zu können. Fakt ist aber, dass die Kaki über einen hohen Gehalt wertvoller Nährstoffe verfügt:

Zusätzlich enthalten Kakis sekundäre Pflanzenstoffe, Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate. Der hohe Kaloriengehalt der Kaki lässt sich durch den fruchteigenen Zucker erklären. Durch das Verhältnis von Fruchtzucker und Traubenzucker in einer Kaki-Frucht wird sie vor allem für Menschen interessant, die unter einer Fructoseintoleranz leiden. Denn: je mehr Glucose (Traubenzucker) in einer Frucht steckt, umso besser wird diese vertragen. In hundert Gramm Kaki stecken etwa 7 g Glucose und 8 g Fructose. Ein gutes Verhältnis also, um die Frucht auch bei Unverträglichkeiten zu verzehren.

> FODMAP-Diät für Menschen mit Fructoseintoleranz

Besonders Sportler könnten von der Kaki profitieren, da sie dadurch schnell mit neuer Energie versorgt werden können. Zwei Kakis können bereits ausreichen, um auch den täglichen Bedarf an Vitamin A zu decken. Vitamin A unterstützt unsere Sehkraft und ist an zahlreichen Wachstumsvorgängen im Körper beteiligt. Kakis enthalten zudem einen hohen Phosphat-Anteil, der wichtig ist, um Zähne und Knochen aufzubauen und zu erhalten.

Salat mit Rucola, Feta und Kakis.

Kakis machen sich gut als süßes Element in Salaten. (c) Adobe Stock / noirchocolate


Ballaststoffe in Kakis

Kakis liefern, wie auch andere Früchte, jede Menge Ballaststoffe, die es dem verzehrten Fruchtzucker schwer machen, zu schnell verdaut zu werden. Durch die Aufnahme dieser Ballaststoffe kommt es zu einer deutlich verlangsamten Aufnahme des Zuckers, wodurch auch der Blutzuckerspiegel nicht zu rasch ansteigt. Und das ist einer der Gründe, warum Fruchtzucker für die Gesundheit besser geeignet ist als herkömmlicher Industriezucker in Fertigprodukten.

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