Alternativmedizin & Naturheilkunde

Hypnose – Alles nur Täuschung oder echt?

Hypnose versetzt einen Menschen in einen anderen Bewusstseinszustand.

Mit Hypnose verbinden die meisten Menschen einen durch den Hypnotiseur und sein Pendel hervorgerufenen Zustand, bei dem man die Kontrolle über das eigene Handeln verliert. Nicht selten wird dies belächelt und als Humbug abgetan.

Dabei ist Hypnose keineswegs eine Täuschung oder Zauberei, sondern kann sogar Angstzustände behandeln und das Schmerzempfinden verändern. Erfahren Sie bei uns, wie Hypnose funktioniert, für wen oder was sie infrage kommt und welche Vor- und Nachteile es gibt.

Wie funktioniert Hypnose?

Hypnose funktioniert nur, wenn es auf einer gewissen Freiwilligkeit passiert. Denn nur wer bereit ist, den Anweisungen des Hypnotiseurs bzw. des Therapeuten zu folgen, kann sich mittels Hypnose in einen Trance-artigen Zustand versetzen lassen.

Fokus auf das innere Bewusstsein

Die Funktionsweise einer Hypnose ist vergleichbar mit dem des Tagträumens oder der Meditation. Man fokussiert sich zum Beispiel auf bestimmte Dinge, die oftmals eine beruhigende Wirkung haben. Hierzu gehören zum Beispiel Orte an denen die Natur unsere Sinne positiv beeinflusst: Das Rauschen eines Wasserfalls, Vogelgezwitscher auf einer Wiese, der Duft im Wald nach einem herbstlichen Regenschauer, das glitzern des Meeres, wenn sich die Sonne im Meer spiegelt etc..

Dieses Fokussieren auf das innere Bewusstsein kann die Hirnströme beeinflussen sowie Blutdruck und Puls senken. Zudem tritt das sachliche und logische Denkvermögen in den Hintergrund und die emotionale sowie intuitive Intelligenz in den Vordergrund.

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Gefahr der Manipulation?

Wer an Hypnose glaubt und den Worten des Therapeuten folgt, kämpft jedoch häufig mit einer inneren Angst. Die Angst, dass man durch die Hypnose so abgeschaltet ist, dass man fremdbestimmt werden kann. Das stimmt so nicht, denn eine Hypnosesitzung kann jederzeit abgebrochen werden. Schließlich ist man auch während des hypnotischen Zustands weiterhin bei vollem Bewusstsein. 

Für wen kommt Hypnose infrage?

Das Einsatzgebiet der hypnotischen Therapie ist sehr vielfältig wird von A wie Angststörung bis Z wie Zwänge angeboten:

  • Tinnitus
  • Allergien
  • Rauchentwöhnung
  • Ängste, Zwänge und Panikattacken
  • Chronische Schmerzsyndrome / direkte Schmerzausschaltung
  • Motorische Störungen (Stottern, Bruxismus, Tics)
  • Sexuelle Funktionsstörung
  • Psychosomatische Störungen (z.B. Reizmagen, Blähungen)

Wie Sie sehen, behandelt ein Hypnose-Coach während der Therapie überwiegend seelisch oder psychisch bedingte Krankheitsgebiete. Es gibt jedoch auch Patienten, die durch Hypnose auch tiefliegende körperliche Probleme wie beispielsweise Übergewicht oder Hautprobleme nachweislich in den Griff bekommen haben.

Wer zahlt die Therapie?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Hypnose-Therapie in der Regel nicht bzw. nur in Ausnahmefällen und nur auf Antrag. Eine solche Ausnahme stellt zum Beispiel eine nachweisliche Verhaltenstherapie oder Schmerztherapie dar, bei der die Hypnose als ergänzende Therapieform von einem Facharzt verordnet wird.

Bei den Privaten Krankenversicherern fällt die Übernahme der Kosten sehr unterschiedlich aus. Viele übernehmen die Kosten anteilig, manche sogar ganz. Zudem ist eine Kostenübernahme von den gebuchten Zusatzleistungen abhängig. Wenn die Zusatzleistung für die Heilpraktik inkludiert ist, dann stehen die Chancen auf eine Kostenübernahme gut.

Informieren Sie sich deshalb stets vor Therapiebeginn bei Ihrer Krankenkasse nach einer möglichen Kostenübernahme.

Hypnose – Vor- und Nachteile

Eine Hypnosetherapie kann einige Vorteile und auch Nachteile mit sich bringen:

  • Vorteile Hypnose:

Einer der größten Vorteile ist der uneingeschränkte Zugriff auf unbewusste Ressourcen, die über das normale Bewusstsein kaum bis gar nicht (mehr) erreichbar gewesen wären. So können zum Beispiel Stärken entdeckt werden oder längst vergessene bzw. verdrängte Erlebnisse und Informationen wieder zum Vorschein geholt werden.

  • Nachteile Hypnose:

Zum sehr großen Nachteil kann eine Hypnose werden, wenn der Hypnose-Coach seine Instruktionen nicht äußerst behutsam und sorgfältig formuliert. Zudem muss der Hypnotherapeut darauf vorbereitet sein, dass sich während einer Hypnosesitzung plötzlich ein längst verdrängtes traumatisches Erlebnis zum Vorschein kommt, mit dem der Patient anschließend unter Umständen nicht umgehen kann.

Leider ist Hypnotherapeut, Hypnose-Coach oder Hypnotiseur kein anerkannter Beruf und auch keine geschützte Berufsbezeichnung. Die Methode kann sich also streng genommen jeder ohne irgendwelche Vorkenntnisse selbst aneignen. Dennoch ist es insbesondere unter Beachtung der eben genannten Nachteile wichtig, eine seriöse Hypnosebehandlung auszuwählen. Achten Sie bei Auswahl eines passenden Anbieters zum Beispiel auf einen medizinischen Werdegang als Heilpraktiker oder Psychologe und auf eine Zusatzausbildung im Bereich der Hypnose.

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