Beauty & Wellness

Hornhaut entfernen: Schöne Füße in Flip Flops und Sandalen

Wenn der Sommer naht, ist es Zeit, die Füße auf Vordermann zu bringen! Hornhaut, die in den letzten Monaten unter dicken Wollsocken verborgen lag, ist in Flip-Flops und Sandalen kein schöner Anblick. Wir erklären, wie Sie störende Hornhaut entfernen können und Ihre Füße wieder schön zart werden.

Unsere Füße sind empfindlich und werden jeden Tag starken Belastungen ausgesetzt. Um das tiefer liegende Gewebe der Fußsohle vor Druck und Reibung zu schützen, bildet sich auf der obersten Hautschicht (Fachbegriff: Epidermis) die sogenannte Hornhaut. Sie besteht aus Zellen, die in tieferen Hautschichten gebildet wurden und dann zur Hautoberfläche gewandert sind. Dort sterben sie ab und verhornen.

Folgende Faktoren strapazieren die Haut an den Fußsohlen besonders und tragen zu ihrer Verdickung bei:

  • Übergewicht: Je mehr Gewicht unsere Füße tragen müssen, desto stärker wird auch ihre Haut belastet.
  • Falsches Schuhwerk: Zu enge oder stark reibende Schuhe reizen die Haut an den Füßen. Dazu zählen neben Schuhen mit hohen Absätzen insbesondere Sport-, Wander- und Ballettschuhe. Wer barfuß ohne Socken in geschlossenen Schuhen herum läuft, erhöht ebenfalls die Reibung der Haut.
  • Fußdeformationen wie Hallux valgus, Senk-, Knick- oder Spreizfuß verursachen Fehlbelastungen. Die Folge: An den stärker strapazierten Stellen verdickt sich die Haut.
  • Trockene Haut neigt in der Regel zu schnellerer Verhornung.
  • Eine Diabetes-Erkrankung macht die Haut an den Füßen durch den veränderten Stoffwechsel besonders empfindlich.

Hornhaut ist aus medizinischer Sicht unbedenklich – zumindest so lange sie nicht zu stark wächst und keine Risse bekommt. Sie ist in erster Linie ein kosmetisches Problem. Weil in der Sandalensaison ungepflegte Füße sofort auffallen, ist es Zeit, sie für den Sommer aufzuhübschen.

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Hornhaut entfernen

Es gibt viele Möglichkeiten, unschöne Hornhaut an den Füßen loszuwerden. Am besten ist ein kleines Programm, das jeder zu Hause durchführen kann und das ohne große Hilfsmittel auskommt:

  • Als erste Maßnahme sollten Sie ein Fußbad nehmen. Fünf bis zwanzig  Minuten reichen aus, um die Hornhaut aufzuweichen. Bewährt haben sich Badezusätze wie Natron, Salz, Essig oder Teebaumöl.
  • Danach kann die Hornhaut leicht abgeschmirgelt werden, zum Beispiel mit einer Hornhautfeile, einer Spezial-Raspel oder einem Bimsstein. Passen Sie dabei auf, dass Sie nicht zu viel Hornhaut abtragen und das darunter liegende Gewebe nicht verletzen.
  • Bei leichter Hornhautbildung können Sie die aufgeweichte Haut mit einem Peeling glätten: einfach Zucker oder Salz mit etwas Olivenöl vermischen, auf die noch feuchte Haut auftragen und mit kreisenden Bewegungen einige Minuten lang massieren.
  • Greifen Sie auf keinen Fall zur Nagelschere oder zur Rasierklinge, um der Hornhaut zu Leibe zu rücken. Auch ein Hornhauthobel ist nur etwas für Profis.
  • In der Apotheke erhalten Sie spezielle Salben und Tinkturen, die Harnstoff (Urea) oder Salicylsäure enthalten. Diese Substanzen natürlichen Ursprungs weichen starke Hornhaut innerhalb weniger Tage auf. Danach ein kurzes Fußbad und Sie können die Hornhaut leicht entfernen.
  • Auch Hausmittel wie ein Kernseifenbad, Kamillepäckchen, Zitronenscheiben, zerdrückte Banane und Avocado sowie Aloe-Vera-Saft haben schon gute Ergebnisse bei der Behandlung von Hornhaut erzielt.

Sonderfall Diabetes

Diabetiker sollten nur mit Vorsicht selbst Hand an ihre Füße legen. Diese sind nämlich nicht nur empfindlich, sondern auch weniger schmerzempfindlich. Das heißt, Zuckerkranke spüren kleinere Kratzer oder Risse nicht immer. Deshalb sollten sie lieber regelmäßig eine professionelle medizinische Fußpflege (Fachbegriff: Podologie) in Anspruch nehmen. In der Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Schöne Füße für den Sommer

Auf in die Sandalensaison: Hornhaut entfernen. (c) ver0nicka / Fotolia

Hornhaut vorbeugen

  • Die Haut an den Füßen ist generell trockener als an anderen Stellen, da dort weniger Talgdrüsen sitzen. Die ständige Belastung strapaziert sie noch weiter. Das kann Hornhautbildung begünstigen. Dagegen können Sie mit reichhaltigen und feuchtigkeitsspendenden Cremes und Masken vorgehen, die zum Beispiel Aloe Vera, Kakaobutter oder ätherische Öle enthalten. Auch Hirschtalg- und Ringelblumensalbe wirken mit viel Pflege der Verhornung entgegen.
  • Nach dem Waschen oder Duschen sollten Sie Ihre Füße immer eincremen, sowohl morgens als auch abends. Besonders gute Ergebnisse erzielen Masken und Lotionen, wenn Sie sie abends auf die Füße auftragen und Baumwollsocken überstülpen. So können die Pflegestoffe über Nacht gut einziehen, und die Füße werden bei regelmäßiger Anwendung samtig weich.
  • Dass zu viel Sonne schädlich für die Haut ist, ist allgemein bekannt. Das gilt besonders für die empfindliche Haut an den Füßen. Tragen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf, wenn Sie sie der UV-Strahlung aussetzen.
  • Achten Sie auf bequeme Schuhe, die nicht zu eng oder zu hoch sind, um Druckstellen und Reibung zu vermeiden.
  • Um Hornhautbildung durch Fußfehlbildungen vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig barfuß laufen. Das stärkt die Muskulatur und die Sehnen.

Der deutsche Sommer ist viel zu kurz, um die ersten warmen Tage mit aufwendiger Pediküre zu verbummeln. Verwöhnen Sie Ihre Füße lieber das ganze Jahr über regelmäßig mit Bädern, Bimssteinen und feuchtigkeitsspendenden Cremes. So können Sie sofort in Ihre Sandalen oder Flip-Flops springen und mit hornhautfreien, gepflegten Füßen entspannt durch den Sommer gehen.

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