Hilfe bei Depressionen: Therapie und Behandlung

Die Behandlungsmöglichkeiten, um Hilfe bei Depressionen zu bieten, reichen von Psychotherapie über eine medikamentöse Behandlung bis hin zu allgemeinen Maßnahmen wie Entspannungstherapien. Dabei hängt die Entscheidung für eine Methode vor allem vom Krankheitsverlauf und den persönlichen Wünschen des Betroffenen ab.

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Behandlung von Depressionen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Depression zu überwinden. Bei der Wahl einer Behandlung spielen vor allem Form und Schweregrad der Erkrankung eine Rolle. Die ärztliche Diagnose ist hierbei entscheidend. Zunächst muss unterschieden werden, ob es sich um gedrückte Stimmung oder eine Depression handelt. Dann können Arzt und Patient gemeinsam eine geeignete Therapie festlegen.

In manchen Fällen raten Ärzte auch dazu, erst einmal abzuwarten, wie sich die Beschwerden entwickeln. Gerade bei leichten Depressionen kann es vorkommen, dass sich die Symptome bereits nach kurzer Zeit von selbst, also ohne Therapie, bessern und vollständig abklingen. Abwarten bedeutet dann allerdings nicht, nichts zu tun und auf eine Besserung zu warten. Sprechen Sie mit Freunden, Familie oder anderen Ihnen nahestehenden Personen über Ihre Beschwerden und nehmen Sie deren Unterstützung und Hilfe bei Depressionen an. Der Austausch mit anderen spielt in dieser Situation eine wichtige Rolle und kann dazu beitragen, dass sich die Symptome bessern. Einigen Betroffenen hilft es auch, sich mit Menschen auszutauschen, die das gleiche durchleben, und besuchen eine Selbsthilfegruppe. In jedem Fall sollten Sie auch mit Ihrem Arzt in Kontakt bleiben und regelmäßig darüber sprechen, wie es Ihnen geht.

Verstärken sich die Beschwerden, ist eine Therapie sinnvoll. Auch bei mittelschweren und schweren Depressionen sollte eine Therapie in Angriff genommen werden. Hier kann es ohne Therapie sehr lange dauern, bis eine Episode abklingt und die Depression kann leicht chronisch werden.

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Für Betroffene einer Depression gibt es folgende Therapiemöglichkeiten:

  • Psychotherapie
  • Medikamente gegen Depressionen
  • Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten
  • andere Therapieansätze wie Licht-, Wach-, Bewegungs- oder Entspannungstherapien

Behandlungsphasen bei Depressionen

Grundsätzlich lässt sich die Behandlung von Depressionen in drei Phasen einteilen.

Die Akuttherapie soll zunächst für eine Linderung der Beschwerden sorgen. Ziel ist es, die Symptome so schnell wie möglich einzudämmen, um den Betroffenen wieder einen normalen Alltag zu ermöglichen. Diese Phase der Heilung dauert in der Regel sechs bis acht Wochen.

An die Akuttherapie sollte sich dann unbedingt eine Erhaltungstherapie anschließen. Wenn sich die Beschwerden des Patienten gebessert haben, wird hier versucht, diese Besserung zu erhalten und den Zustand zu stabilisieren. Je nach Behandlung und Verfassung des Patienten kann diese Phase zwischen vier Monaten und einem Jahr andauern.

Menschen, die an einer wiederkehrenden Depression leiden oder deren Lebensumstände weiterhin problematisch sind, wird zusätzlich zu diesen beiden Phasen eine weitere Behandlungsphase empfohlen. Die Rezidivprophylaxe soll das Risiko eines Rückfalls in eine weitere akute Episode verringern und findet auch bei chronischen Depressionen Anwendung. Hier ist eine Dauer von mehreren Jahren möglich.

Psychotherapie bei Depressionen

Eine Psychotherapie kombiniert intensive Gespräche mit verschiedenen Verhaltensübungen. Die Therapie kann stationär in einer Klinik oder ambulant in einer Praxis durchgeführt werden. Dabei können Einzel- oder Gruppentherapien je nach Bedürfnissen der Betroffenen unterschiedliche Effekte aufweisen.

Am häufigsten kommt hier die kognitive Verhaltenstherapie zum Einsatz, die Sie dabei unterstützt, negative Denkmuster zu durchbrechen und zu einer positiven Selbstwahrnehmung zu gelangen. Diese Therapie stellt eine Hilfe für Menschen mit Depressionen dar und vermittelt verschiedene Verhaltensmuster, die für eine positive Einstellung sorgen können.

Bei Therapieansätzen wie der systemischen oder analytischen Psychotherapie geht man im Gegensatz dazu davon aus, dass die Depression unterbewusst durch nicht verarbeitete Konflikte verursacht wird. Daher wird versucht, Zusammenhänge zwischen der Depression und Beziehungen oder bestimmten Erlebnissen in der Vergangenheit zu finden. Betroffene müssen bei dieser Art der Therapie den Willen zeigen, diese schmerzlichen Erlebnisse zu verarbeiten und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Arzneimittel gegen Depressionen

Gerade bei schweren und wiederkehrenden Depressionen wird eine Behandlung der Krankheit durch Antidepressiva empfohlen. In solchen Fällen bildet eine medikamentöse Behandlung oft die Grundlage für weitere Therapieformen, wie zum Beispiel eine kognitive Verhaltenstherapie.

Bei leichten Depressionen sind Antidepressiva unwirksam. In diesem Fall ist von der Einnahme abzuraten, auch weil die Einnahme solcher Medikamente oft mit starken Nebenwirkungen verbunden ist. Zudem ist bei leichten Depressionen nicht auszuschließen, dass sich die Beschwerden auch ohne Behandlung wieder legen. Daher können Ärzte in einem solchen Fall dazu raten, abzuwarten, wie sich die Krankheit entwickelt. Während dieser Zeit sollte Ihnen allerdings eine psychologische Betreuung angeboten werden.

Pflanzliche Mittel gegen Depressionen

Pflanzliche Mittel gegen Depressionen bestehen vor allem aus Johanniskraut. Vor allem bei leichten Depressionen kann die Einnahme der Präparate die Beschwerden lindern. Teilweise werden sie auch bei mittelschweren Depressionen verordnet. Bei schweren Depressionen konnte keine Wirkung nachgewiesen werden.

Vorsicht! Es gibt eine Vielzahl verschiedener Johanniskrautpräparate und -produkte, deren Wirkung nicht nachgewiesen ist. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, welche der zahlreichen Zusammensetzungen die Beschwerden in Ihrem Fall lindern können. Johanniskraut kann außerdem Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten verursachen und deren Wirkung beeinträchtigen. Sprechen Sie vor der Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

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Weitere Therapiemöglichkeiten bei Depressionen

Es gibt viele Wege aus der Depression. Neben den oben genannten Methoden können auch andere Therapieansätze als alleinige oder zusätzliche Methode dabei unterstützen, eine Depression zu überwinden.

Entspannungstherapie bei Depressionen

Es gibt verschiedene Entspannungsverfahren, die zu einer Linderung der Beschwerden beitragen können. Methoden sind beispielsweise die progressive Muskelrelaxation, autogenes Training oder Biofeedback. Bei Letzterem handelt es sich um ein Training, dessen Ziel es ist, unbewusst ablaufende Prozesse wahrzunehmen und diese Signale zu kontrollieren. Auch Haustiere können zur Entspannung beitragen und zusätzlich für eine Besserung des Wohlbefindens sorgen.

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Sport- und Bewegungstherapie bei Depressionen

Ein direkter Einfluss von Sport und Bewegung auf eine Linderung der Symptome von Betroffenen konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Bei einigen hebt Sport die Stimmung, sorgt für neuen Antrieb und liefert Erfolgserlebnisse, andere verspüren durch die Empfehlung zusätzlichen Druck. Sport kann jedoch im Rahmen einer Therapie als Ergänzung anderer Methoden sinnvoll sein.

Lichttherapie bei Depressionen

Bei Winterdepressionen, die saisonal in den dunklen Monaten des Jahres auftreten können, hat sich die Lichttherapie als wirksam erwiesen. Da diese Art von Depression durch einen Mangel an Tageslicht verursacht wird, gibt es spezielle Lampen, die weißes Licht ohne UV-Strahlen produzieren. Mit einer täglichen Sitzung von 30 Minuten lassen sich die durch Winterdepressionen verursachten Beschwerden häufig innerhalb weniger Wochen lindern.

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Wachtherapie bei Depressionen

Bei einer Wachtherapie bleiben Patienten eine Nacht wach und schlafen erst in der darauffolgenden Nacht wieder. Durch den Schlafentzug verändert sich der Stoffwechsel im Gehirn, das erhellt die Stimmung. Diese Methode wird nur zur kurzfristigen Besserung der Beschwerden empfohlen, kann allerdings andere Therapieansätze ergänzen.

Elektrokrampftherapie bei Depressionen

Diese Form der Behandlung wird nur dann durchgeführt, wenn eine sehr schwere Depression vorliegt, bei der durch andere Methoden keine Besserung erzielt werden konnte. Die Elektrokrampftherapie findet im Krankenhaus und unter Vollnarkose statt. Elektroden am Kopf stoßen elektrische Reize aus, die im Körper einen epileptischen Anfall auslösen. An diese Therapie sollte unbedingt eine Erhaltungstherapie anschließen, da die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall ansonsten sehr hoch ist.

FAQ

Wie kann man Menschen mit Depressionen helfen?

Wenn ein Angehöriger oder nahestehender Mensch an Depressionen erkrankt, leidet auch das Umfeld. Je nach Schwere der Depression ist eine Therapie die einzige Möglichkeit, die Symptome zu lindern und die Depression zu überwinden. Neben der Therapie ist es allerdings auch wichtig, dass das Umfeld von Anfang an Verständnis für die Krankheit und Situation aufbringt, in der sich der Erkrankte befindet. Auch Gespräche mit nahestehenden Personen können zu einer Besserung der Beschwerden führen und die Therapie unterstützen. Allerdings sollten Sie darauf achten, den Betroffenen nicht zusätzlich unter Druck zu setzen.

Wie lange dauert es, bis eine Depression abklingt?

Je nach Schwere der Depression kann es unterschiedlich lange dauern, bis die Symptome abklingen. Die Zeiträume von depressiven Episoden reichen von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten und sogar Jahren. Leichte Depressionen können auch ohne Therapie nach einigen Wochen von selbst verschwinden. Bei mittelschweren und schweren Depressionen kann eine Therapie dazu beitragen, die Zeit der Episode deutlich zu verkürzen und bewahrt viele Betroffene zudem vor einer chronischen Depression, die selbst mit Therapie mehrere Jahre andauern kann.

Wie wird eine Depression behandelt?

Für die Behandlung einer Depression gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Zu den gängigsten Methoden zählen die Psychotherapie und die Behandlung mit Medikamenten, aber auch weitere Therapieansätze wie die Lichttherapie können zu einer Besserung der Beschwerden führen. Welche Therapie im Einzelfall den größten Erfolg verspricht, muss in einem Gespräch mit einem Arzt abgeklärt werden. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Ist es die erste Episode, die der Betroffene erlebt? Wurden bereits Therapien durchgeführt und wie erfolgreich waren diese? Was möchte der Patient durch die Therapie erreichen? In Abstimmung mit dem Arzt wird dann eine Therapie festgelegt.