Heuschnupfen

Es kribbelt in der Nase, die Augen tränen und jucken und das Atmen fällt schwer: Jeder fünfte Mensch in Deutschland leidet an Heuschnupfen und kennt die lästigen Symptome. 

Eine Pollenallergikerin fasst sich an den kratzenden Hals

Allergiker und Corona – Wie gefährlich ist der Virus für Allergiker?

Sind Allergiker in Zeiten von Corona besonders gefährdet? Frühlingszeit ist… weiterlesen


Wenn bei Heuschnupfen die Nase zu ist: Das hilft wirklich

Tränende Augen, Jucken im Hals und Niesattacken sind die wohl bekanntesten… weiterlesen


Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen gehört zur am häufigsten vorkommenden Allergie in den westlichen Industrieländern. Rund 15 % der Erwachsenen in Deutschland bekommen im Laufe ihres Lebens die Diagnose Heuschnupfen. Die allergischen Reaktionen werden von Pflanzenpollen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Getreide in der Luft ausgelöst. Die kleinen Blütenstaubteilchen verbreiten sich schnell und je nach Jahreszeit mit einer hohen Dichte durch den Wind und verursachen so Überempfindlichkeitsreaktionen bei Betroffenen aus. Im Frühjahr und Sommer, also den Hauptblühperioden, tritt meist am stärksten Heuschnupfen auf. Da Pollenallergiker aber meist auf mehrere Pflanzen reagieren und die Blütezeiten variieren, können sich die Auswirkungen des Heuschnupfens im schlimmsten Fall von Februar bis Oktober ziehen.

Allergisches Asthma: Wenn Heuschnupfen für Atemnot sorgt

Heuschnupfen beeinträchtigt den Alltag Betroffener oft stark. Besonders… weiterlesen


Heuschnupfen oder Erkältung?

Da sich die Symptome ähneln, kann anhand von einigen Punkten unterschieden werden, ob es sich um eine Allergie oder eine Erkältung handelt. Das eine muss das andere nicht zwingend ausschließen. Doch tritt der Schnupfen zu einer bestimmten Jahreszeit wie beispielsweise im Frühling auf, handelt es sich vermutlich eher um eine Allergie als um eine Erkältung.

Diese Fragen sollten Sie vorher abklären, um die richtige Behandlung Ihrer Beschwerden zu wählen:

  • Wann beginnen die Beschwerden und wie lange dauern sie an?
  • Treten die Symptome regelmäßig und besonders zu einer bestimmten Jahreszeit auf?
  • Gibt es Tageszeiten oder Orte, an denen die Beschwerden besonders stark vorkommen?
  • Wird der Schnupfen von Symptomen wie Juckreiz an Nase und Augen begleitet?
  • Sind Familienmitglieder von bekannten Allergien betroffen?
Cetirizin ist ein wirksames Medikament bei Heuschnupfen.

Cetirizin: Heuschnupfen medikamentös bekämpfen

Sobald im Frühling die ersten Blumen blühen und Bäume und Sträucher grün… weiterlesen


Was ist der Unterschied zwischen Heuschnupfen und allergischem Schnupfen?

Der allergische Schnupfen ist ein Oberbegriff für alle Schnupfenarten, die durch Allergene in der Luft ausgelöst werden. Heuschnupfen ist demnach eine Art allergischer Schnupfen, der in diesem Fall durch Pflanzenpollen ausgelöst wird. Zum allergischen Schnupfen zählen weitere Krankheiten wie die Hausstaubmilben– oder Tierhaarallergie.

Milbenallergie: Eine Hausstaubmilbe in starker Vergrößerung.

Milbenallergie: Was tun, wenn die Symptome das Leben einschränken?

Wir teilen unser Zuhause mit Millionen von Mitbewohnern ─ den Milben… weiterlesen


Junge mit Tierhaarallergie hält eine Katze hoch.

Tierhaarallergie – Auslöser, Symptome und Therapie

Hierzulande gehört die Tierhaarallergie zu den drei häufigsten Allergietypen… weiterlesen


Das ist die Ursache für Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion des Körpers. Das Immunsystem, also die körpereigenen Abwehrkräfte, sind überempfindlich gegenüber normalerweise harmlosen Stoffen wie den Pflanzenpollen. Der Körper reagiert auf diese Pollen somit wie auf Krankheitserreger und lässt bei dieser Überreaktion des Immunsystems in großen Mengen chemische Substanzen frei. Dieser als Histamin bekannte Stoff verursacht Entzündungsreaktionen. Die Symptome des Heuschnupfens können zwar mit Hilfsmitteln und Medikamenten gelindert werden, die Ursache des Heuschnupfens bleibt dabei dennoch bestehen. 

Bei Heuschnupfen spielt zudem, wie bei allen Formen des allergischen Schnupfens, auch die Vererbung eine Rolle. Das Erkrankungsrisiko für Kinder steigt um ein Vielfaches, wenn beispielsweise beide Eltern mit einer allergischen Erkrankung vorbelastet sind. Wenn kein Familienmitglied allergisch ist, liegt das Allergierisiko bei Kindern bei 5 bis 15 %. Sind beide Eltern allergisch, erhöht sich das Risiko schon auf 40 bis 60 %. Haben beide Eltern dieselbe allergische Erkrankung, liegt die Wahrscheinlichkeit für Nachkommen ebenfalls an dieser Allergie zu erkranken bei 60 bis 80 %.

Wie wird Heuschnupfen diagnostiziert?

Die Beschreibungen des Betroffenen, wann und wie es zu den typischen Symptomen kommt, sind ausschlaggebend für eine Heuschnupfen-Diagnose. Auch die möglichen Allergien von weiteren Familienmitgliedern spielen eine Rolle. Die Hautreaktionen bei einem Pricktest, bei dem Tröpfchen allergenhaltiger Lösungen auf den Unterarm des Patienten kommen, zeigen, welche Pollen Allergien auslösen oder ob andere Allergene wie Hausstaubmilben die Ursache sein können. Eine weitere Diagnosemöglichkeit ist der Bluttest.

Heuschnupfen: Symptome und typische Beschwerden

Wenn die Pflanzenpollen aus der Luft mit den Schleimhäuten in Berührung kommen, entstehen allergische Reaktionen. Am schlimmsten davon sind in den meisten Fällen Nase und Augen betroffen. Zu den typischen Symptomen bei Heuschnupfen gehören:

Zu diesen Entzündungsreaktionen des Körpers können weitere Symptome hinzukommen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen, eingeschränkte Leistungsfähigkeit oder der Verlust von Geruch und Geschmack durch die Entzündungen der Nerven im Bereich der Nase.

Meist sind Heuschnupfenallergiker zudem von einer Kreuzallergie betroffen, bei der zusätzlich zu den bekannten Allergenen chemisch ähnliche Stoffe dieselben Beschwerden verursachen. Dieses Phänomen tritt häufig bei Heuschnupfen und bestimmten Nahrungsmitteln auf. Hier spricht man von einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie.

Vorsicht! Gehören starker Husten, pfeifende Atemgeräusche oder gar anfallsartige Atemnot zu diesen Symptomen, kann es sich auch um Asthma handeln, das in diesem Fall ebenfalls allergisch bedingt ist. Ein sogenannter Etagenwechsel könnte dies verursacht haben. Klären Sie dies in diesem Fall unbedingt mit medizinischem Fachpersonal ab, denn Asthma und Heuschnupfen treten in vielen Fällen zusammen auf.

Heuschnupfen: Das sind die häufigsten Symptome

Heuschnupfen ist ein häufiges Problem, das normalerweise im Frühjahr und… weiterlesen


Heuschnupfen: Behandlung und Therapie

Es gibt einige Möglichkeiten, um die Symptome von Heuschnupfen zu lindern. Zunächst ist es für Betroffene ratsam, dem Heuschnupfen vorzubeugen, indem das in Kontakt kommen mit den Pollen reduziert wird. Die Pollenflugvorhersage des Wetterdienstes oder diverse Pollen-Apps geben Auskunft darüber, an welchen Tagen der Pollenflug besonders stark ist und welche Pflanzenpollen sich vermehrt in der Luft befinden. Generell ist die Pollenbelastung an trocknen Tagen gegen Mittag und am frühen Abend am höchsten. Bei sonnigem Wetter und bei Windstille erhöht sich die Pollenkonzentration in der Luft. 

Auch frei verkäufliche Arzneimittel oder vom medizinischen Fachpersonal verschriebene Medikamente gegen Heuschnupfen können lästige Symptome des Heuschnupfens abmildern. Zu den Produkten gehören unter anderem:

  • Antihistaminika in Form von Tabletten oder Nasensprays
  • abschwellende Nasentropfen
  • Augentropfen für gereizte Augen
  • Kortison, Steroide oder andere entzündungshemmende Medikamente

Die typisch allergischen Beschwerden werden bei der Einnahme von Antihistaminika meist gut bekämpft. Zu den meistverschriebenen Medikamenten gehört Cetirizin. Dieser Stoff kann in Form von Tabletten eingenommen werden. Nehmen Sie die Medikamente nur in Rücksprache mit Ihrer behandelnden Ärzt*in.

Hyposensibilisierung gegen die Ursache von Heuschnupfen

Wenn die klassischen Arzneimittel gegen Heuschnupfen keine gewünschte Wirkung mehr zeigen oder bei einer besonders ausgeprägten Form der Allergie, ist eine spezifische Immuntherapie eine gute Alternative. Bei der sogenannten Hyposensibilisierung wird die Ursache des Heuschnupfens bekämpft. Das Immunsystem wird dabei umprogrammiert, sodass es Pollen wieder als harmlos erkennt und nicht gegen diese angeht. Die spezifischen Immuntherapien werden in Form von Spritzen oder Tabletten beziehungsweise Tropfen durchgeführt.

Eine Pollenallergie mit einer Hyposensibilisierung behandelt werden.

Spezifische Immuntherapie bei Heuschnupfen (Hyposensibilisierung)

Wenn klassische Heuschnupfen-Medikamente nicht wirken, ist die spezifische… weiterlesen


Häufig gestellte Fragen zum Thema Heuschnupfen

Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen gehört zum allergischen Schnupfen und ist eine Überreaktion des Immunsystems auf Pflanzenpollen.

Woran erkennt man Heuschnupfen?

Typische Beschwerden des allergischen Schnupfens sind das Niesen und der Juckreiz. Mithilfe eines Prick- oder Bluttests kann medizinisches Fachpersonal herausfinden, ob und welche Allergie vorliegt.

Was hilft gegen Heuschnupfen?

Neben gängigen Medikamenten wie Antihistaminika oder abschwellenden Nasensprays, die kurzzeitig die Symptome lindern, kann die Ursache des Heuschnupfens mithilfe einer spezifischen Immuntherapie bekämpft werden.

Wie viele Menschen haben Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist in den westlichen Industrieländern zur Volkskrankheit geworden. Inzwischen wird bei 15 % der Erwachsenen in Deutschland im Laufe ihres Lebens Heuschnupfen diagnostiziert.

Heuschnupfen: Welcher Arzt ist die richtige Wahl?

Passenden ärztlichen Rat finden Sie bei medizinischem Fachpersonal, das den Zusatz „Allergologie“ trägt. Meist sind das Hautärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Lungenfachärzte, Internisten oder Kinderärzte, die eine solche Zusatzausbildung vorweisen können.