Heilpflanzen

Die Kraft der Natur haben sich die Menschen schon seit Jahrtausenden zunutze gemacht. Heilpflanzen mit ihren zahlreichen Inhaltsstoffen können einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit haben.

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Was sind Heilpflanzen?

Dass Pflanzen sich positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirken können, ist schon seit Jahrhunderten bekannt und viel genutzt. Eine sogenannte Heilpflanze wird wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken sowie zur Linderung von Beschwerden oder Krankheiten auf verschiedene Weise eingesetzt. Als Arzneimittel der Natur werden verschiedene Bestandteile der Pflanze wie Blüten, Blätter, Sprossen, Früchte, Beeren oder Wurzeln eingesetzt. Manchmal werden auch nur bestimmte Inhaltsstoffe isoliert und verwendet.

Heilpflanzen dienen als Basis für die Herstellung von Phytotherapeutika, also nach wissenschaftlichen Methoden zu pflanzlichen Medikamenten aufbereitete Produkte, die in der Schulmedizin im Bereich der Rationalen Phytotherapie genutzt werden. Die dafür eingesetzten Pflanzen werden genauer gesagt Arzneipflanzen genannt. Auch als wichtige Komponenten im Bereich alternativer Heilverfahren wie Homöopathie oder Ayurvedischer Medizin werden Heilpflanzen eingesetzt.

Niemand kann genau sagen, wie viele Heilpflanzen es gibt. Die Weltnaturschutzorganisation International Union for Conservation of Nature (IUCN) schätzt, dass ungefähr zwischen 50.000 und 70.000 Pflanzenarten als Heilpflanzen eingesetzt werden. Laufend werden neue wirksame Pflanzen oder positive Eigenschaften bei bereits bekannten Pflanzen entdeckt, sodass sich die Liste an Heilpflanzen stetig erweitert.

Vorsicht! Die meisten Heilpflanzen sind sehr verträglich und lassen sich gut einsetzen. Dennoch sollten Sie eine etwaige Behandlung vorher mit Ihrem medizinischen Fachpersonal abklären, um Falschanwendungen, Wechselwirkungen mit chemischen Medikamenten oder mögliche Überdosierungen zu vermeiden.

Diese Heilpflanzen gibt es

Die Liste an Heilpflanzen ist lang. Obwohl es so viele Arten gibt, schätzt der IUCN, dass bis zu 15.000 Heilpflanzenarten bereits vom Aussterben bedroht sind. Inzwischen hat daher die Naturschutzorganisation WWF zusammen mit internationalen Partnern einen Internationalen Standard zur nachhaltigen Wildsammlung von Heil- und Aromapflanzen (ISSC-MAP) verfasst. Seit 2008 laufen entsprechende Projekte in Ländern wie China, Indien, Brasilien oder Südafrika, um Richtlinien und Standards für eine nachhaltige Waldnutzung, einen biologischen Anbau, eine gute landwirtschaftliche Praxis, fairen Handel und eine gute Produktqualität zu etablieren.

Heilpflanzen lassen sich in folgende Arten einteilen:

  • Bäume
  • Blumen
  • Flechten
  • Gemüse
  • Kletterpflanzen
  • Kräuter
  • Sträucher

Heilpflanzen: Liste der gängigsten Gewächse

Zu den einzelnen Arten gibt es gängige Pflanzen, die in zahlreichen pflanzlichen Medikamenten vorkommen. Hier sind ein paar Beispiele:

BäumeAhorn, Birke, Eiche, Esche, Fichte, Ginko, Moringa Olifeira, Walnuss, Weißdorn, Zypresse
BlumenArnika, Johanniskraut, Nachtkerze, Passionsblume, Ringelblume
FlechtenBartflechte, Isländisches Moos
GemüseArtischocke, Bärlauch, Brennnessel, Grünkohl, Knoblauch, Kürbis, Löwenzahn, Meerrettich, Paprika, Spitzwegerich, Zwiebeln
KletterpflanzenEfeu, Hopfen
KräuterAnis, Baldrian, Bockshornklee, Engelwurz, Koriander, Kümmel, Liebstöckel, Melisse, Petersilie, Pfefferminze, Salbei, Thymian
SträucherBrombeeren, Hagebutten, Heidelbeeren, Himbeeren, Holunder, Lavendel, Mönchspfeffer, Preiselbeeren, Sanddorn, Schlehdorn, Zaubernuss
ExotischesAloe Vera, Galgant, Ginseng, Kurkuma
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Heilpflanzen und ihre Wirkung

Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe in den Heilpflanzen macht die Wirksamkeit aus. Abwehrstoffe, Lockstoffe oder auch Duft- und Farbstoffe haben eine spezielle Funktion für die Pflanzen. Einige dieser für die Pflanzen wichtigen Eigenschaften kann sich der Mensch zunutze machen. Heilpflanzen unterscheiden sich vor allem anhand dieser wichtigsten Wirkstoffklassen.

Diese Wirkstoffe enthalten Pflanzen

  • Ätherische Öle: Diese erkennt man vor allem am Geruch oder Geschmack. Pflanzen mit ätherischen Ölen werden häufig als Gewürze (z. B. Gewürznelken, Ingwer, Lorbeerblätter oder Rosmarin) oder als Tee (z. B. Anis, Fenchel, Thymian) eingesetzt. Zu medizinischen Zwecken eignen sich die ätherischen Öle in Form von Badezusätzen, Salben oder Tabletten. Sie können antimikrobiell, desinfizierend oder entzündungshemmend wirken und werden häufig im Bereich von Haut- und Schleimhauterkrankungen oder Atemwegserkrankungen eingesetzt.
  • Bitterstoffe: Durch den bitteren Geschmack regen diese Wirkstoffe die Magen- und Gallensaftsekretion und damit die Verdauung an. Dazu gehören beispielsweise Pflanzen wie Enzian oder Wermut.
  • Flavonoide: Diese Wirkstoffe kommen bei Pflanzen häufig in Blütenfarbstoffen vor und haben im menschlichen Körper zahlreiche unspezifische Effekte. So wirken sie beispielsweise antioxidativ und können Zellen vor Krankheiten wie Krebs oder Multiple Sklerose schützen. Auch können Flavonoide gegen Allergien, Entzündungen oder Viren schützen. Besondere Formen sind Isoflavone, die beispielsweise in Soja und Traubensilberkerze vorkommen und bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden.
  • Gerbstoffe: Diese wirken vor allem auf Eiweiße und lassen Proteine verklumpen. Bei Menschen haben Gerbstoffe daher eine zusammenziehende Wirkung, beispielsweise bei Wunden. So können Blutungen gestillt und Entzündungen gehemmt werden. Auch schmerzende Reize können durch Gerbstoffe gelindert werden.
  • Phytosterole: Diese Wirkstoffe ähneln von ihrer chemischen Struktur her stark dem Cholesterin. So können sie verhindern, dass Cholesterin im Dünndarm ins Blut aufgenommen wird. Pflanzen mit einem hohen Phytosterol-Gehalt kommen daher bei der Behandlung eines leicht erhöhten Cholesterin-Spiegels zum Einsatz.
  • Saponine: Diese seifenähnlichen Stoffe fördern den Auswurf. Pflanzen, die diese Wirkstoffe enthalten, werden daher häufig bei Erkältungskrankheiten (z. B. Efeu oder Primel) eingesetzt. Auch können Saponine entzündungshemmend und leicht ödemausschwemmend wirken, sodass sie auch bei leichten Venenleiden (z. B. Rosskastanie) genutzt werden.
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Häufig gestellte Fragen zum Thema Heilpflanzen

Was sind Heilpflanzen?

Als Heilpflanzen werden die Pflanzen bezeichnet, die aufgrund ihrer spezifischen Inhaltsstoffe und Wirkweisen zur Behandlung von Krankheiten oder Beschwerden eingesetzt werden.

Wie viele Heilpflanzen gibt es?

Schätzungsweise gibt es zwischen 50.000 und 70.000 Heilpflanzen auf der Welt. Rund 15.000 Arten sind jedoch vom Aussterben bedroht.

Welche Heilpflanzen gibt es?

Es gibt zahlreiche Heilpflanzen mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Die Pflanzen werden in die Kategorien Bäume, Blumen, Flechten, Gemüse, Kletterpflanzen, Kräuter und Sträucher eingeteilt.