Alternativmedizin & Naturheilkunde

Heilpflanze Thymian: Der natürliche Entzündungshemmer

Thymian gehört zu den Standard-Gewürzen in vielen Küchen, er verleiht unserem Essen eine würzig-mediterrane Note. Aber das beliebte Kraut sorgt nicht nur für Geschmack, sondern ist auch eine wichtige Heilpflanze bei Atemwegserkrankungen, Entzündungen und Magen-Darm-Beschwerden.

Der Thymian oder Thymus vulgaris wuchs ursprünglich nur im Mittelmeerraum, ist heute aber in ganz Europa zu finden. Der mehrjährige Zwergstrauch trägt im Frühling und Sommer lila-blaue Blüten.

Das Kraut zeichnet sich durch den intensiven, einzigartigen Geruch aus. Schon seit langer Zeit schätzen und nutzen Menschen den Thymian als vielseitige Heilpflanze.

So gesund ist Thymian

Das im Thymian enthaltene ätherische Öl „Thymol“ wirkt schleimlösend und antibakteriell. Deshalb ist der Thymus vulgaris ein bewährtes Mittel bei Bronchitis und Keuchhusten. Er regt die Aktivität des Flimmerepithels in der Lunge an und verflüssigt den vorhandenen Schleim, wodurch der Betroffene besser abhusten kann. Zusätzlich sollen die im Thymian enthaltenen Flavonoide Hustenkrämpfe vorbeugen.

Thymian kann außerdem Magen-Darm-Probleme lindern. Er soll die Speichel- und Magensaftproduktion anregen und so bei Appetitlosigkeit und unangenehmem Völlegefühl helfen. Auch bei Blähungen und Sodbrennen kann Thymian Abhilfe schaffen.

Thymian ist zudem ein beliebtes Mittel bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Das Thymol und weitere ätherische Öle des Thymians können eine Vermehrung der Bakterien verhindern und so die Entzündung hemmen. Dabei soll das Heilkraut auch Schmerzen lindern und betroffene Stellen desinfizieren.

> Die Fichte: Nutzbaum und Heilpflanze zugleich

Anwendungsformen des Thymians

Sie können Thymian sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Für die innerliche Anwendung gibt es die verschiedensten Darreichungsformen, von Thymiansaft bis hin zu Bonbons und Gurgellösungen. Sehr beliebt ist auch Thymian-Tee. Für diesen nehmen Sie einen Teelöffel Thymiankraut und übergießen dieses mit 200 Milliliter heißen Wasser. Nach etwa zehn Minuten Ziehzeit ist der Tee fertig.

> Griechischer Bergtee: Ein Aufguss hebt die Stimmung

Thymianöl in Fläschchen mit Thymian im Hintergrund.

Thymian-Öl eignet sich als gutduftender und wohltuender Badezusatz. (c) Colourbox

Auch für die äußerliche Anwendung des Thymians gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können aus dem Thymian zum Beispiel eine Tinktur zum Einreiben herstellen. Außerdem kann ätherisches Thymian-Öl als Zusatz für ein Erkältungsbad oder zum Inhalieren verwendet werden.

> Die besten Tees bei Erkältung

Thymian: Das gibt es zu beachten

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Thymianpräparate nur nach Absprache mit dem Arzt verwendet werden, weil die Auswirkungen unklar sind. Die Anwendung von Thymian-Öl bei Säuglingen und Kleinkindern muss unbedingt mit dem Arzt besprochen werden, da es bei falscher Behandlung zu lebensgefährlichen Reaktionen kommen kann.

Wer größere, offene Wunden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eine schwere Infektion oder Fieber hat, sollte auf ein Thymianbad verzichten. In seltenen Fällen kann es bei der Anwendung von Thymian zu einer allergischen Reaktion kommen. Wenn bereits eine Allergie auf eine verwandte Pflanze (zum Beispiel Lavendel, Minze, Salbei) bekannt ist, sollte besser auf eine Thymian-Anwendung verzichtet werden.

> Hustenbonbons und Kräuterbonbons – wann helfen sie?