Gesunde Frau

Hautprobleme in den Wechseljahren

Hautprobleme in den Wechseljahren sind eine Folge der Hormonumstellung des Körpers. Unter anderem wird die Haut trockener, verliert an Festigkeit und Elastizität. Einige Strategien können den Prozess hinauszögern.

Die Wechseljahre bedeuten im weiblichen Körper eine Zeit des Umbruchs. Die Produktion der weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen nimmt allmählich ab. Das führt zu körperlichen Symptomen wie einer unregelmäßigen Menstruation, Zwischenblutungen, Schlafstörungen, Hitzewallungen oder Schweißausbrüchen. Zudem hat die Hormonumstellung Auswirkung auf Haut, Schleimhäute und Haare.

So verändert sich Ihre Haut im Wechsel

Die Abnahme des Hormons Östrogen verursacht Hautprobleme in den Wechseljahren. Zusammen mit Gestagen ist der Botenstoff für die Elastizität der Kollagenfasern zuständig. Sie bilden ein Netz, dessen Stabilität nun nachlässt. Die Talgdrüsen produzieren weniger Fett. Zudem verliert der Schutzmantel unseres Körpers zunehmend die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern.

Typische Hautprobleme in den Wechseljahren

  • Sie wird dünner und trockener,
  • schuppt sich,
  • verliert an Elastizität,
  • Fältchen entstehen,
  • es bilden sich Pigmentflecken,
  • es kommt zu Unreinheiten und Pickeln,
  • die Fähigkeit zur Wundheilung lässt nach.

Wie Sie Ihre Haut am besten pflegen

Dermatologen raten Frauen zu „reichhaltigen“ Pflegeprodukten mit einem erhöhten Anteil an Feuchtigkeit und Fett, um die Haut geschmeidig zu halten. Die wichtigste Maßnahme, um die Jugendlichkeit Ihrer Haut zu erhalten, ist eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor. Mindestens LSF 50 sollte es für Gesicht, Hals, Dekolleté und Hände sein. Tragen Sie ihn immer auf, wenn Sie an der frischen Luft sind, selbst wenn der Himmel bewölkt ist. Die UV-Strahlung ist trotzdem stark. Und die Sonne ist der Hauptrisikofaktor, der die Haut vorzeitig altern lässt.

Eine Frau Mitte 50 cremt ihr Gesicht ein

Reifere Haut benötigt eine reichhaltige Pflege. (c) Adobe Stock / ladyalex

Die erfolgreichsten Anti-Aging-Wirkstoffe

Sehr viel Geld können Sie für sogenannte Anti-Aging-Wirkstoffe in Cremes ausgeben, deren Effekt auf die Haut keines der Werbeversprechen hält. Andererseits gibt es mittlerweile in seriösen Studien mit Patienten getestete Substanzen, die tatsächlich wirken. Einen Überblick geben die Leitlinien über Dermatokosmetika gegen Hautalterung der Arbeitsgemeinschaft Ästhetische Dermatologie und Kosmetologie.

Hyaluronsäure für die Wechseljahre

Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes, übernimmt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung. Sie kommt vor allem in der menschlichen Lederhaut vor, wo sie aufgrund ihrer Fähigkeit, große Mengen Wasser zu speichern, dem Gewebe Festigkeit und Elastizität verleiht.

Mit zunehmendem Alter lässt die Hyaluronsäureproduktion der Haut nach. Untersuchungen mit Testpersonen zeigten, dass sie nach wenigen Wochen Anwendung eine besser durchfeuchtete, elastischere Haut mit nachhaltig geglätteter Oberfläche zeigten. Wichtig ist, darauf zu achten, dass in der genutzten Creme oder dem Serum eine niedermolekulare Form der Hyaluronsäure steckt, die in tiefere Hautschichten vordringen kann.

Retinol bzw. Vitamin A

In der Jugend bildet die Haut noch alle 28 Tage neue Zellen. Mit zunehmendem Alter kann es doppelt so lange dauern, bis sie sich erneuert. Vitamin A regt die Hautzellen an, sich wieder schneller zu teilen. Mehrere Studien mit Patienten konnten zeigen, dass Retinol das allgemeine Erscheinungsbild der Haut, feine und mitteltiefe Falten, Pigmentation und Elastizitätsverlust, zu verbessern vermag. Der Wirkstoff regt die Zellteilung an, erhöht die Kollagenmenge und die Menge elastischer Fasern in der Epidermis.

Vitamin C

Das Vitamin gehört zu den bestuntersuchten Anti-Aging-Wirkstoffen. Untersuchungen mit menschlichen Probanden konnten zeigen, dass es die Kollagenproduktion und die Bildung elastischer Fasern ankurbelt. Zudem konnte der Wirkstoff feine Fältchen glätten und die Oberflächenstruktur verfeinern. Dadurch sah die Haut jünger aus.

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Was Sie vermeiden sollten

Leider können Sie nicht verhindern, dass Ihre Haut im Laufe des Lebens an Feuchtigkeit und Elastizität verliert und sich Falten bilden. Aber Sie können den Prozess hinauszögern. Die wichtigste Strategie gegen Hauptprobleme in den Wechseljahren ist eine gesunde Lebensführung. Dazu gehört:

  • Meiden Sie die Sonne. Nehmen Sie keine Sonnenbäder und schützen Sie sich vor der UV-Strahlung mit Textilien und Sonnencremes mit LSF nicht unter 50. Gehen Sie auf keinen Fall ins Solarium, denn die Strahlung dort hat dreimal mehr langwellige UV-A-Strahlung als die Sonne. Sie lässt nicht nur die Haut schneller altern, sondern fördert auch Hautkrebs.
  • Setzen Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit vielen frischen Zutaten wie Obst und Gemüse, möglichst keinen industriell verarbeiteten Lebensmitteln, mit wenig Zucker und moderat tierischen Fetten.
  • Rauchen Sie nicht, denn Nikotin ist neben der Sonne der schlimmste Altmacher.
  • Trinken Sie moderat oder besser gar keinen Alkohol.
  • Schlafen Sie ausreichend und achten Sie insgesamt auf genug Entspannung.
  • Bewegung an der frischen Luft verbessert die Sauerstoffversorgung auch der Hautzellen, was die Haut strahlender und rosiger erscheinen lässt.

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