Hausstaub und Raumklima

Das eigene Zuhause ist ein Ort, der zu Ihrem Wohlbefinden beiträgt. Hausstaub sowie das allgemeine Raumklima tragen maßgeblich zur sogenannten Wohngesundheit bei. Insbesondere für Allergiker können diese Faktoren entscheidend sein.

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Hausstaub – was ist das?

Der Begriff Hausstaub steht für eine Sammelbezeichnung, die Immissionen in Innenräumen beschreibt. Vereinfacht gesagt geht es dabei um Verunreinigungen, die sowohl organischer als auch anorganischer Natur sein können.

Die Entstehung von Hausstaub ist ein alltäglicher Prozess und kommt in allen geschlossenen Räumen vor. Sowohl der Mensch oder Haustiere als auch Partikel aus der Luft, die zum Beispiel über ein offenes Fenster hereinkommen, sorgen für die Bildung von Ablagerungen.

Wie ist Hausstaub zusammengesetzt?

Hausstaub ist eine Mischung aus unterschiedlichen Bestandteilen. Das Umweltbundesamt verwendet dafür den Begriff Sedimentationsstaub, da es sich um eine gröbere Form von Staub handelt.

  • Feinstaub: aus der Außenluft, durch Zigarettenrauch oder zum Beispiel von Druckertoner
  • Haare: sowohl menschliche als auch tierische
  • Hausstaubmilben: lebendige und tote Körper, Kot
  • Hautschuppen: rund 10 g verliert ein Mensch pro Tag
  • Rückstände von Insekten: Spinnenweben, Überreste von Beutetieren, Häutungsreste
  • Schmutz von Draußen: beispielsweise Straßenabrieb oder Erde, die mit den Schuhen reingetragen wird
  • Textilrückstände: von Kleidungsstücken, Teppichen, Sofabezügen, Bettdecken usw.
  • Pflanzenteile: Partikel von Blättern oder Blüten, Pollen, Samen

Die umgangssprachlichen Wollmäuse kennt vermutlich jeder als ungebetene Mitbewohner. Dabei handelt es sich um kleine Knäule aus gröberen Fasern und weiteren Hausstaubbestandteilen. Durch Luftzüge verbinden sich die einzelnen Komponenten und es entsteht der Eindruck als würde die Wollmaus sich bewegen.

Welche Auswirkungen kann Hausstaub auf die Gesundheit haben?

Grundsätzlich ist Hausstaub etwas ganz Normales und stellt keine wesentliche Einschränkung für die Gesundheit dar. Durch regelmäßiges Putzen der Innenräume können Sie die Ablagerungen gut im Griff behalten.

Für Allergiker kann die Situation wiederum problematischer sein. Eine sogenannte Hausstauballergie wird durch den Kot der Hausstaubmilbe ausgelöst. Aber auch im Staub befindliche Pollen können die Beschwerden bei Heuschnupfen begünstigen.

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Wie lässt sich Hausstaub reduzieren?

Die Bildung von Hausstaub lässt sich nicht gänzlich vermeiden, doch gerade für Allergiker ist es sinnvoll, Staub in der Wohnung zu reduzieren. Einfaches Staubwischen sorgt dabei aber oftmals nicht für die nötige Abhilfe. Statt den Staub zu entfernen, wird er oftmals nur aufgewirbelt und setzt sich an einer anderen Stelle wieder ab. Vorher verteilt sich der Hausstaub in der Luft und kann dadurch schneller eingeatmet werden.

  • Verwenden Sie zum Staubwischen Microfaser- oder feuchte Tücher und andere Hilfsmittel, die staubanziehend wirken.
  • Nutzen Sie regelmäßig Ihren Staubsauger – insbesondere Teppichböden sollten häufig gereinigt werden, da sich in den Fasern besonders viel Hausstaub sammelt und dieser in verschiedenen Situationen aufgewirbelt werden kann.
  • Bei glatten Böden ist feuchtes Wischen die bessere Wahl. Staub- und Schmutzpartikel können dadurch wesentlich effektiver aufgenommen und rückstandlos entfernt werden.
  • Wechseln und waschen Sie häufig Ihre Bettwäsche sowie Vorhänge und andere Textilien, die sich in Ihrem Zuhause befinden.
  • Mit Luftreinigern können Sie schädliche Partikel durch Hausstaub aus der Raumluft filtern und Luftbefeuchter sorgen dafür, dass aufgewirbelter Feinstaub schneller zu Boden sinken kann.
  • Überlegen Sie sich außerdem, welche Ihrer Einrichtungsgegenstände besonders prädestinierte Staubfänger sind und ob Sie sich von der einen oder anderen Sache besser trennen möchten.
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Raumklima – was versteht man darunter?

Raumklima ist ein Oberbegriff für unterschiedliche Faktoren, die zu unserem Wohlbefinden in geschlossenen Räumen beitragen. Dazu zählen beispielsweise die Luftfeuchtigkeit, die Temperatur oder auch die Luftqualität, welche etwa durch Hausstaub negativ beeinflusst werden kann.

Tendenziell lassen sich die Faktoren guten Raumklimas relativ allgemein bestimmen. Dennoch kommt es dabei auch auf Ihre ganz individuellen Vorlieben und Bedürfnisse an, ob ein Raum für Sie eine angenehme Umgebung bildet oder nicht. Zu den allgemeinen Empfehlungen für ein gutes Raumklima zählen etwa eine durchschnittliche Temperatur von 20 °C sowie eine optimale Raumluftfeuchtigkeit zwischen 40 und 55 %. Dennoch reagieren Menschen beispielsweise ganz unterschiedlich auf trockene Heizungsluft, Luftzüge durch geöffnete Fenster usw. Hier gilt es auch für sich persönlich den passenden Mittelweg zu finden.

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Hat das Raumklima einen Einfluss auf Allergien?

Ein angenehmes Raumklima kann einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden von Allergikern haben.

In Innenräumen sind es insbesondere die bereits angesprochenen Hausstaubmilben, die für allergische Reaktionen aufgrund ihrer Kotausscheidungen sorgen können. Vor allem eine hohe Luftfeuchtigkeit bietet den kleinen Lebewesen ideale Voraussetzungen, um sich zu vermehren. Der hierbei empfohlene Wert zwischen 40 und 55 % kann dagegen die Verbreitung der Milben deutlich reduzieren.

Zu trocken sollte die Raumlauft ebenfalls nicht sein, da die bei Allergikern ohnehin empfindlichen Schleimhäute dadurch noch zusätzlich gereizt werden können.

Ein unzureichendes Raumklima, etwa aufgrund von nicht ausreichendem Lüften oder Heizen, kann zudem die Entstehung von Schimmelpilz begünstigen. Schimmel kann unter anderem die Chance an Asthma oder Neurodermitis zu erkranken erhöhen.

3 Tipps für ein gutes Raumklima

Mit einigen einfachen Mitteln können Sie das Raumklima in Ihrem Heim merklich verbessern. Generell kann zusätzlich die Bausubstanz des Gebäudes einen Einfluss darauf haben, jedoch hat darauf nicht unbedingt jeder einen direkten Einfluss.

Tipp 1: Lüften und Heizen

Lüften Sie mehrmals täglich stoß, indem Sie möglichst viele Fenster vollständig öffnen und so für rund 5 bis 10 Minuten für einen Durchzug sorgen. Dadurch wird die Raumluft ausgetauscht, was zu hohe Feuchtigkeit reduziert und keinen zu starken Temperaturverlust mit sich bringt, als wenn Sie über längere Zeit das Fenster auf Kipp stellen. Ergänzend dazu sollten Sie die Temperatur in Ihren Räumen auf einem konstanten Wert von rund 20 °C halten.

Tipp 2: Luftqualität verbessern

Die Qualität der Raumluft kann durch einen zu hohen Gehalt an CO2 sowie anderen Schadstoffen beeinträchtigt werden. Eine einfache Lösung hierfür sind Zimmerpflanzen. Sie nehmen unter anderem das CO2 und sorgen so für eine Bereinigung der Luft. Zusätzlich können Sie auf technische Hilfsmittel wie Luftreiniger oder Luftbefeuchter zurückgreifen, um die Qualität zu verbessern.

Tipp 3: Wenig Möbel an Außenwände stellen

Außenwände sind grundsätzlich kühler als andere Stellen in Ihren Räumen. Aus diesem Grund schlägt sich hier häufiger Feuchtigkeit nieder – etwa des Nachts, wenn Sie schlafen. Möbel an den Außenwänden sorgen dann dafür, dass die Feuchtigkeit dahinter schlechter abgebaut wird und so die Schimmelbildung begünstigt werden kann. Idealerweise lassen Sie deshalb diese Stellen so frei wie möglich oder schaffen mindestens 10 cm Abstand zwischen Wand und Möbelstücken.