Hausmittel gegen Verstopfung

Hausmittel gegen Verstopfung

Nicht täglich zu „müssen“ ist ganz normal. Chronische Verstopfung allerdings erzeugt Unwohlsein. Diese Hausmittel können helfen.
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Nicht täglich zu „müssen“, ist ganz normal. Chronische Verstopfung allerdings erzeugt meist permanentes Unwohlsein. Einige Hausmittel gegen Verstopfung, die Oma schon kannte, können das Problem lösen, bevor Arzt oder Medikamente zum Einsatz kommen.

So lästig Ihr Problem ist: Verstopfung ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Oft tritt die Obstipation vorübergehend auf. Wenn Sie Ihre Lebensumstände ändern, beispielsweise auf Reisen, sich anders ernähren, kann die Verdauung leiden.

Auch wenn nicht immer eine Toilette in Reichweite ist, wenn Sie sie brauchen, bremst der Körper den Stuhlgang. Es ist ganz normal, ein oder zwei Tage nicht zu „müssen“ oder den Darm nur durch „Pressen“ entleeren zu können. Das ist vorübergehend weder schädlich noch bedenklich.

Wann ist es eine chronische Verstopfung (Obstipation)?

Eine chronische Verstopfung allerdings erzeugt bei den Betroffenen einen hohen Leidensdruck. Sie besteht, wenn Sie mindestens 2 der folgenden Symptome mindestens 3 Monate haben:

  • Sie haben weniger als drei Stuhlgänge die Woche.
  • Ihr Stuhl ist klumpig und hart.
  • Sie können den Darm nur entleeren, wenn Sie stark pressen.
  • Sie haben das Gefühl, dass Ihr Darm nur unvollständig entleert ist.
  • Es fühlt sich an, als wäre Ihr Darm verschlossen.

Mögliche Ursachen für die Beschwerden gibt es viele. Die meisten sind eher harmlos.

  • Wenig Bewegung insgesamt bedeutet auch wenig Darmbewegung.
  • Bei Stress fährt der Körper die Darmtätigkeit runter.
  • Veränderte Ernährung z. B. auf Reisen kann vorübergehend zu Verstopfung führen.
  • Bei Kindern kann die Umstellung von Muttermilch auf feste Ernährung zunächst zu Verstopfung führen.
  • Einige Medikamente (z. B. gegen Durchfall oder Blähungen) können als Nebenwirkung zu Obstipation führen.

In seltenen Fällen sind Krankheiten die Ursache für eine chronische Verstopfung. Sind bei Ihnen Erkrankungen bekannt, lassen Sie Arzt oder Ärztin klären, was sie tun können.  

Suchen Sie in jedem Fall medizinische Hilfe, wenn Sie weitere Symptome oder Beschwerden haben. Dazu zählen:

  • aufgeblähter Bauch
  • Fieber
  • Erbrechen
  • starke Bauchschmerzen
  • sonstige Schmerzen

Diese Oma-Hausmittel gegen Verstopfung können helfen

Manche brauchen nur eine Tasse Kaffee zu trinken und ihre Verdauung kommt in Gang. Andere schwören auf einen Becher Joghurt in der Früh. Es gibt zahlreiche Tricks und Oma-Hausmittel, die Verstopfung beheben können. Gemeinsam ist ihnen, dass Sie etwas Geduld aufbringen müssen, bis sie wirken.

Warmes Wasser gegen Verstopfung

Nehmen wir zu wenig Flüssigkeit zu uns, wirkt sich das unter anderem negativ auf unsere Verdauung aus. Um alle Vitalfunktionen des Körpers problemlos laufen zu lassen, gilt die Faustregel: Täglich 0,7 Liter Wasser pro 25 kg Körpergewicht trinken.

Ein Glas lauwarmes Wasser auf nüchternen Magen – darauf schwören viele, wenn es um die Verdauung geht. Ein Esslöffel Apfelessig oder etwas aufgelöstes Salz im Wasser sind ebenfalls bewährte Hausmittel, um die Verdauung anzuregen. Sie können den Entleerungsreiz des Darms auslösen und so die Verstopfung lindern.

Joghurt bei Verstopfung: Regelmäßiger Verzehr hilft

Mit probiotischem Joghurt kann man dem Darm ebenfalls auf die Sprünge helfen. Wichtig ist dabei, dass Sie auf Joghurtprodukte zurückgreifen, die ausdrücklich eine Vielzahl lebender Mikroorganismen enthalten.

Achten Sie darauf, dass Sie zu ungesüßtem Joghurt oder Kefir greifen. Nur so können die Milchsäurebakterien helfen. Am besten ist es, wenn Sie den probiotischen Joghurt bei Verstopfung täglich verzehren, um so eine Wirkung zu erzielen.

Obst, Säfte und geriebener Apfel bei Verstopfung

Frisches Obst wie Feigen und Säfte wie Sauerkrautsaft auf nüchternen Magen lösen Verstopfung. Auch Birnen, Trauben oder Pfirsiche können zu einer geregelten Verdauung beitragen. Als verdauungsfördernd und bakterienfeindlich gelten auch Sauerkirschen, die als Oma-Hausmittel gegen Verstopfung oft genannt werden.

Omas bestes Hausmittel gegen Verstopfung: Dörrpflaumen

Getrocknete Pflaumen waren schon unter Omas Hausmitteln das Abführmittel Nummer 1. Pflaumen bzw. Zwetschgen entfalten auch frisch, aber besonders als Dörrobst ihre Wirkung.

2 bis 3 Dörrpflaumen werden am Abend vorher in etwas Wasser eingeweicht. Am nächsten Morgen verzehren Sie sie samt Flüssigkeit – ein starker Helfer bei Verdauungsbeschwerden.

Ballaststoffreiche Helfer: Verdauung anregen mit Leinsamen, Flohsamen & Co.

Leinsamen, Flohsamen und Flohsamenschalen enthalten viele Ballaststoffe. Die enthaltenen Schleimstoffe nehmen Wasser auf und quellen im Darm auf. Das Stuhlvolumen nimmt zu, es steigt der Druck auf die Darmwand, was die Stuhlentleerung anregt. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie viel Wasser dazu trinken. Auch Vollkornbrot, Chia-Samen oder Haferflocken enthalten viele Ballaststoffe und können so die Darmtätigkeit natürlich anregen.

Tipp für einen prima Verdauungsturbo: Weichen Sie 2-3 TL Flohsamen für ca. 5 min in Wasser ein und verzehren Sie diese entweder pur oder gemischt mit Müsli. Wichtig ist aber, dass Sie dazu mindestens 2 Gläser Wasser trinken, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Olivenöl gegen Verstopfung

Tatsächlich ist auch Olivenöl ein bewährtes Hausmittel gegen Verstopfungen und kann den Darm sanft wieder in Schwung bringen. Nehmen Sie 2 x täglich 1 EL Olivenöl am besten morgens auf leerem Magen und abends vor dem Schlafengehen zu sich. Alternativ kann 1 EL Olivenöl mit ein paar Spritzern Zitronensaft gemischt werden. Wichtig ist, dass Sie darauf achten, nur hochwertiges und frisches Olivenöl zu sich zu nehmen.

Abführende Hausmittel

In hartnäckigen Fällen, wenn die Verstopfung sehr belastend wird, können vorübergehend pflanzliche Abführmittel helfen. Dazu gehören beispielsweise Zubereitungen aus Faulbaumrinde. Der enthaltene arzneilich wirksame Stoff Anthranoid beschleunigt die Darmpassage und damit seine Entleerung.

Auch Milchzucker ist ein bekanntes Abführmittel aus der Apotheke. Er regt die Darmbewegung an. Sie können einen Esslöffel in Joghurt oder Kaffee einrühren. Wenn Sie an Laktose-Intoleranz leiden, kommt Milchzucker als Hausmittel allerdings nicht infrage. Er ruft dann starke Blähungen und Bauchschmerzen hervor.

Flohsamen
Flohsamen in Wasser oder Müsli bringen den Darm in Schwung. (c) farfalla2017 / Fotolia

So beugen Sie einem trägen Darm vor

Es gibt viele Wege, einen Darm wieder in Schwung zu bringen. Probieren Sie einfach aus, was bei Ihnen am besten wirkt:

  • Kauen Sie Ihr Essen sorgfältig, lassen Sie sich Zeit und schlingen Sie nicht.
  • Essen Sie täglich faserreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Salate und Vollkornprodukte. Die enthaltenen Ballaststoffe sind „Futter“ für Ihren Darm. Sie quellen auf, vergrößern das Volumen des Speisebreis und regen die Darmtätigkeit an.
  • Trinken Sie genug, mindestens 1,5 Liter am Tag und am besten Wasser.
  • Gewöhnen Sie sich an eine regelmäßige Darmhygiene. Nehmen Sie sich beispielsweise jeden Morgen nach dem Frühstück zehn Minuten Zeit: Setzen Sie sich auf die Toilette und warten ab. Mit der Zeit gewöhnt sich Ihr Darm an das Ritual und entleert sich.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig: Ein träger Mensch leidet häufig auch unter einem trägen Darm. Vor allem im Alter hat Bewegungsarmut negative Auswirkungen auf die Verdauung.
  • Nehmen Sie ½ bis ganzen Teelöffel Heilerde mit Flüssigkeit vermengt jeden Morgen auf nüchternen Magen ein. Das pflegt die Darmflora und regt die Verdauung an. Auch als Hausmittel gegen bestehende Verstopfung wirkt Heilerde.

FAQ zu Hausmitteln bei Verstopfung

Was soll man bei Verstopfung essen?

Bei Verstopfung sollte man ballaststoffreich essen. Ballaststoffe sind zum Beispiel in Vollkornprodukten, Haferflocken oder getrocknetem Obst wie Pflaumen. Auch Flohsamenschalen oder Leinsamen in Wasser eingeweicht helfen.

Welcher Tee hilft bei Verstopfung?

Bei Verstopfung sind warmes Wasser oder Tee grundsätzlich förderlich für die Stuhlentleerung. Kamillentee und Kümmeltee wirken zudem entspannend und lösen Verkrampfungen. Schwarzer und Grüner Tee regen durch das Koffein die Darmentleerung an.

Welches Hausmittel hilft sofort bei Verstopfung?

Eines der wirksamsten Oma-Hausmittel bei Verstopfung sind getrocknete Pflaumen. Abends in Wasser eingelegt und morgens mit der Flüssigkeit getrunken, helfen sie schnell bei der Entleerung des Darms.

Was tun, wenn der Stuhlgang nicht raus will?

Bei Problemen mit der Darmentleerung hilft unter anderem viel Bewegung. Auch Wärme ist förderlich. Warmes Wasser mit etwas Salz auf nüchternen Magen weicht den Stuhl auf. Trockenpflaumen und andere Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen wirken abführend.

Was wirkt abführend?

Zu den besten abführenden Hausmitteln gehört Trockenobst, das in Wasser eingelegt wurde. Koffein kann ebenfalls den Stuhlgang beschleunigen. Kümmeltee löst Verkrampfungen, die die Darmentleerung verhindern.

Was regt die Verdauung stark an?

Koffein kann die Verdauung anregen. Zudem fördert eine ballaststoffreiche Ernährung die Darmtätigkeit. Sie sind zum Beispiel in Vollkornprodukten und Obst. Flohsamen oder Leinsamen enthalten zudem Schleimstoffe, die Wasser binden und so den Druck auf den Darm erhöhen.

Wie kann ich schnell abführen?

Kaffee oder Schwarzer Tee wirken bei vielen Menschen schnell abführend. Ein typisches Oma-Hausmittel gegen Verstopfung sind getrocknete Pflaumen.

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