Mund & Zähne

Goldstandard Therapieformen – moderne Lösungen der Zahnmedizin

Die Bezeichnung Goldstandard hat sich in der Arzneimittelentwicklung etabliert. Sie bezieht sich allgemein auf die besten verfügbaren Behandlungen, Therapien und Produkte. Auch innovative Alternativen im Bereich der Zahnbehandlung gehören dazu. Von Karies, die die häufigste Infektionskrankheit der Deutschen ist, sind 99 Prozent aller Erwachsenen betroffen. Wer sich nicht frühzeitig behandeln lässt, muss mit umfangreichen Folgeschäden rechnen.

Zahnbehandlungen können kostspielig sein und werden nur teilweise von den Krankenkassen übernommen. Sie stehen beispielsweise für Komposit-Füllungen aus Kunststoff im Frontzahnbereich sowie Amalgamfüllungen an den seitlichen Zähnen ein. Letztere stellen eine günstige Variante dar, sie sind jedoch in Verruf geraten, da gesundheitsschädliches Quecksilber beinhaltet ist. Das chemische Element gilt als giftig.

Durch unterschiedliche Faktoren ist eine Freisetzung möglich, infolgedessen es in den menschlichen Körper gelangt. Freie Radikale werden gebildet, die Schäden am Gewebe und an Organen verursachen können. Bei Schwangeren, Kindern und gegen Quecksilber allergischen Menschen sollte Amalgam nicht angewendet werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Allergikern deshalb auch im Seitenzahnbereich die Kosten für Kunststofffüllungen.

Wer die modernsten Behandlungsmethoden für seine Zähne nutzen möchte, schließt am besten eine Zahnzusatzversicherung ab. Um die bestmöglichen Konditionen auf dem nur schwer überschaubaren Angebotsmarkt herauszufinden, empfiehlt sich ein Online-Vergleich. Dadurch erhält man sowohl alle Tarife im Überblick als auch die zur Auswahl benötigten Informationen, welche Zahnarztbehandlungen im Detail von der jeweiligen Zusatzversicherung übernommen werden.

Der monatliche Beitrag rechnet sich in jedem Fall, wenn der Patient auf eine dauerhafte und hochwertige Lösung Wert legt. Wer sich allein auf die gesetzliche Krankenkasse verlässt, muss leider mit minderwertigen Alternativen Vorlieb nehmen. Wir haben nachstehend einige Goldstandard Therapieformen zusammengestellt.

Zahnimplantate

Im Bereich der Zahnprothetik werden immer häufiger zeitgemäße Zahnimplantate verwendet. Viele Menschen sind mit einem beweglichen Gebiss nur selten glücklich – für sie ist der sogenannte künstliche Kiefer eine interessante Möglichkeit. Die häufigste Indikation für die Verwendung von Zahnimplantaten sind fehlende Zähne.

Ein derartiges Implantat besteht aus einem Titandorn, der einer Schraube oder Hülse ähnelt, und einer Krone. Der Dorn ist – je nach individuellen Anforderungen – zwischen sieben und 21 Millimetern lang und verfügt über einen Durchmesser von drei bis fünf Millimetern. Das Material Titan ist sehr gut verträglich. Es muss dauerhaft am Knochen haften und den gleichen Belastungen wie die natürlichen Zahnwurzeln standhalten können. Da sich der Titandorn innerhalb des Knochens befindet, ist er von außen nicht sichtbar. Dieser kann mit

  • einer einzigen Krone,
  • mehreren Kronen oder
  • auch Zahnbrücken

verbunden werden. Die vorbezeichneten Elemente werden individuell für jeden Patienten angefertigt. Dabei spielen die Farb-, Form- und Transparenzwahl eine wichtige Rolle. Sie werden auf jedes Gebiss angepasst und sind später kaum von den natürlichen Zähnen zu unterscheiden.

Es geht auch ohne Bohren

Eine unbehandelte Karies kann zum Zahnverlust führen. Verursacher sind bakterielle Zahnbeläge, die Mineralstoffe und den Zahnschmelz abbauen. In relativ kurzer Zeit entsteht ein Loch, das sich immer weiter vergrößert und letztendlich den Zahn brüchig werden lässt. Die klassische Behandlungsweise eines Zahnarztes besteht aus der Verabreichung einer Betäubungsspritze und dem Entfernen der betroffenen Stellen mit dem Bohrer.

Die Kariesbehandlung ohne Bohren ist unter dem Namen Infiltration (Icon-Therapie) bekannt. Es handelt sich um eine relative junge Methode, die minimalinvasiv ist: weder Bohrer noch Schleifer werden benötigt.

Die Verfahrensweise stellt sich wie folgt dar:

  1. Zum Stoppen der beginnenden Karies bzw. deren Beseitigung wird ein Ätzgel auf die betroffene Zahnstelle gegeben.
  2. Im nächsten Schritt wird das Loch mit flüssigem Kunststoff, Icon, gefüllt.
  3. Letztendlich härtet der Zahnarzt das Material mit UV-Licht aus.

Bei dieser Behandlungsart gelangt der Kunststoff nicht nur tief in die Endgefäße, er versiegelt zudem den Zahn gegen kariogene Säuren. Das Ätzgel entfernt neben der Karies auch Verfärbungen, sodass der Zahn seine frühere Farbe zurückerhält. Die Infiltration verhindert das Fortschreiten von Karies und erhält gleichzeitig die gesunde Zahnsubstanz. Ein großer Vorteil ist außerdem, dass die Behandlung völlig schmerzfrei und nur eine einzige Sitzung erforderlich ist. Von einigen Zusatzversicherungen werden die Kosten hierfür zu 100 Prozent übernommen.

Ästhetische Zahnheilkunde

Hierbei handelt es sich um ein Fachgebiet mit Schwerpunkt auf die Verschönerung von Zahnfleisch und Zähnen. Generell gilt: Ein gut gepflegtes Gebiss steht für Gesundheit und Wohlbefinden. Darüber hinaus wird ein attraktives Lächeln als entscheidender Faktor für den beruflichen und privaten Erfolg angesehen. So ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche Menschen ihre Zähne behandeln lassen, ohne dass deren Gesundheit angegriffen ist.

Besonders beliebt ist der Zahnersatz aus Vollkeramik. Die natürliche Alternative verfügt über einige willkommene Besonderheiten:

  • biologisch besonders gut verträglich
  • robust
  • metallfrei
  • farbbeständig

Brücken und Kronen, genauer gesagt der Unterbau und die Verblendung, bestehen ausschließlich aus Vollkeramik. Dies gilt auch für Verblendschalen, sogenannte Veneers, die bei Farbkorrekturen eingesetzt werden. Die Produkte zeigen eine ähnliche Lichtdurchlässigkeit wie echte Zähne – deshalb heben sie sich optisch nicht vom vorhandenen Zahnbestand ab.

Den meisten Zahnpatienten ist bekannt, dass beim Einsatz von Metall dunkle Ränder am Zahnfleisch auftreten können. Bei vollkeramischen Materialien sind diese ausgeschlossen: Der Übergang vom Zahnfleisch zur Krone bleibt jederzeit unsichtbar.

Kinderzahnheilkunde

Nahezu jedes zweite Kind muss heute eine kieferorthopädische Behandlung in Anspruch nehmen. Sie wird nur in einigen Fällen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, darunter, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist oder eine Zahn- oder Kieferstellung, die erhebliche Beeinträchtigung nach sich zieht, vorliegt. Und selbst, wenn Kosten von der Kasse übernommen werden, verbleibt oftmals ein nicht geringer Eigenanteil für Versicherte. Die moderne Kieferorthopädie für Kinder hält einiges bereit. Wer nur das Beste für den Nachwuchs möchte, sollte eine Zusatzversicherung abschließen.

So gibt es heute transparente Zahnspangen, die praktisch unsichtbar sind. Gerade für Jugendliche, die in der Pubertät mit ihrem Selbstbewusstsein zu kämpfen haben, ist dies ein großer Vorteil. Zum Essen oder zur Zahnpflege können sie leicht herausgenommen werden. Es ist mittlerweile üblich, die Zahnspangen alle zwei Wochen zu erneuern. So werden die Zähne Stück für Stück bewegt, die Patienten fühlen sich in ihrem Lebensstil nicht beeinträchtigt. Zahnspangen sind das A und O, um weit auseinander- oder engstehende Zähne zu korrigieren. Dies gilt nicht nur für Kinder, auch bei Erwachsenen sind sie anwendbar.