Bewegung & Fitness

Faszientraining für den Rücken

Faszienübungen können für einen gesunden und schmerzfreien Rücken sowie mehr Beweglichkeit sorgen.

Wenig Bewegung, stundenlanges Verharren in einer einzigen Position und eine schlechte Körperhaltung im Alltag führen zu steifer Muskulatur und verklebten Faszien. Die Folge sind oftmals schmerzhafte Verspannungen im Rücken, an den Schultern oder im Nacken. Mit gezieltem Faszien-Training werden diese Verklebungen gelöst und die Muskulatur entlastet.

Erfahren Sie bei uns, welche Faszienrollen für das Training infrage kommen, mit welchen Übungen Rückenschmerzen gelindert oder vorgebeugt werden kann und wann ein Faszientraining für den Rücken nicht angewendet werden sollte.

Kann das Training mit einer Faszienrolle Rückenschmerzen vorbeugen bzw. lindern?

Faszien umhüllen alle Muskeln sowie Organe und sind Teil des Bindegewebes. Solange Faszien im Rücken nicht verdreht, verklebt oder verhärtet sind, übertragen sie die Kraft der Rückenmuskeln. Ist das jedoch nicht der Fall, können Faszien dem Gehirn einen Impuls geben und Schmerzen oder Verspannungen auslösen. Verhärtete oder verklebte Faszien im Rücken entstehen meist durch mangelnde Bewegung, Fehlhaltung oder Überlastung.

Mithilfe bestimmter Übungen mit einer Faszienrolle oder einem Faszienball lassen sich Rückenschmerzen jedoch schnell wieder lindern und Verspannungen lösen. Durch regelmäßiges Faszien-Training mit der Rolle oder dem Ball können Sie zudem erneuten Schmerzen und Verspannungen vorbeugen.

Welches Trainingsgerät kommt für das Rücken-Faszientraining infrage?

Gab es zu Beginn lediglich die klassische und einfache Hartgummirolle, gibt es inzwischen eine Vielzahl verschiedener Faszienrollen und Faszienbälle in unterschiedlichen Größen, Härtegraden, mit glatter oder plastischer Oberflächenstruktur oder sogar mit Vibrationstechnik. Dabei sollte stets beachtet werden, dass sich nicht jede Rolle oder jeder Ball für den Rücken eignet.

Das Trainingsgerät für die Rückenpartien sollten beispielsweise nicht auf der Wirbelsäule aufliegen und Knochen sowie empfindliche Körperbereiche nicht belasten. Am besten verfügen Faszienrollen über eine entsprechende Aussparung bzw. über eine sogenannte Umlaufrille. Ebenfalls für den Rücken geeignet sind Duo-Bälle, die gleich zwei Faszienbälle kombinieren um parallele Muskelstränge (z.B. im Lendenbereich) zeitgleich massieren zu können.

Wann sollte man besser auf Faszientraining für den Rücken verzichten?

Wer unter oberflächlichen Krampfadern oder einer Venenschwäche leidet, sollte besser auf das Faszientraining verzichten oder im Vorfeld Rücksprache mit einem Gefäßspezialisten halten. Gleiches gilt für Schwangere sowie Menschen mit Osteoporose, und Entzündungen. Solange die Wundheilung bei frischen Verletzungen und nach Operationen noch nicht abgeschlossen ist, sollte ebenfalls keine Faszien trainiert werden.

5 Faszien-Übungen für den Rücken

Wir stellen Ihnen 5 einfache Faszien-Übungen für den Rücken vor, die Sie auch von zu Hause, im Büro oder unterwegs nachmachen können. Wichtig ist, dass Sie die Übungen stets langsam ausführen und die Schmerzgrenze beachten.

Faszientraining für den unteren Rücken
(c) Adobe Stock / Microgen

Übung 1 – Lendenwirbelsäule
(Faszienrolle oder Duo-Ball)

 

Um die Faszien der Lendenwirbelsäule optimal zu massieren, sollten Sie sich in Rückenlage befinden und die Faszienrolle am unteren Rücken platzieren. Zudem sind Arme im Stütz und die Beine angestellt. Beginnend vom Gesäß bewegen Sie sich nun für die Dauer von 30 – 60 Sekunden langsam über die Faszienrolle.

Die gleiche Übung können Sie auch stehend mit dem Rücken zur Wand ausführen. Hierbei werden insbesondere die Muskulatur in der Lendenwirbelgegend gelockert, wodurch eine bessere Beweglichkeit erzielt werden kann.

zurück1 von 5