Bewegung & Fitness

Die Faszienrolle – ein echter Alleskönner

Früher kannte man Faszienrollen nur von Fußballern und anderen Leistungssportlern, die damit im Training Waden und Oberschenkel bearbeiteten. Inzwischen bieten Sportvereine und Fitnessstudios eigens Kurse für Faszien-Training an. Die meisten wissen inzwischen, dass das wohl gut fürs Bindegewebe sein soll. Doch was genau sind Faszien und wie kann ich zu Hause mit einer Faszienrolle trainieren?

Die Faszien umhüllen die Muskeln und befinden sich als Teil des Bindegewebes im ganzen Körper. Faszien kann man sich als ein Gewebenetzwerk vorstellen, das sich großflächig über die Muskelgruppen und auch über die Organe legt. Sie sind sehr elastisch und können sich bei einer Gewichtszunahme oder Schwangerschaft entsprechend dehnen.

Allerdings kann es hier auch zu Verklebungen kommen, die sich wiederum durch Schmerzen, Verspannungen oder Unbeweglichkeit äußern. Und hier kommt das Faszien-Training ins Spiel. Denn mithilfe einer Faszienrolle lassen sich diese Verklebungen lösen – schließlich kann man sich nicht täglich eine professionelle Massage gönnen.

Die herkömmliche Faszienrolle

Die typische Faszienrolle, wie viele sie inzwischen aus dem Fitnessstudio kennen, hat die Form einer Walze. Für Einsteiger empfiehlt sich eine weiche oder mittelharte Rolle, Profis können sich an eine harte heranwagen.

Der Klassiker unter den Faszienrollen ist für den ganzen Körper geeignet. Es gibt Übungen für Beine, Rücken, Nacken und auch Arme, die meist nach demselben Prinzip funktionieren: Mit der jeweiligen Muskelpartie mehrmals über die Rolle rollen. Durch den Druck entsteht ein Massage-Effekt, der Verklebungen löst und die Faszien wieder geschmeidig macht.

Gute Faszienrollen werden in der Regel mit einem Übungsbuch geliefert, in dem das Training für die wichtigsten Muskelgruppen gezeigt wird. Die Faszienrolle von Bodymate ist recht günstig und für Einsteiger völlig ausreichend. Wichtiger Tipp vor der ersten Anwendung: Es kann ganz schön schmerzhaft werden! Das soll jedoch niemanden abschrecken, denn der anschließende Entspannungseffekt ist unbezahlbar.

Faszienrolle aus Kork

Selbiges gibt es übrigens auch als Naturprodukt: Die Faszienrolle aus Kork ist absolut schadstofffrei, vollständig recycelbar und energiearm in der Herstellung. Wer bei einer Kunststoffrolle kein gutes Gefühl hat, kann also auch ökologisch und nachhaltig trainieren.

Ein weiterer Vorteil: Kork wirkt von Natur aus antibakteriell und antiallergisch und kann mit einem feuchten Lappen leicht gereinigt werden. Anwendung und Effektivität unterscheiden sich im Vergleich zur Schaumstoffrolle nicht – eine echte Alternative für Kunststoff-Gegner.

Ein Mann massiert seine Rückenmuskulatur mit einer Faszienrolle mit Noppen

Faszienrollen mit Noppen regen die Durchblutung an. (c) Adobe Stock / Sebastian Gauert

Faszienrolle mit Noppen

Faszienrollen gibt es auch mit Noppen. Der Vorteil: Die Durchblutung der Muskeln wird noch mehr gefördert, da die Erhebungen der Oberfläche noch tiefer ins Muskelgewebe vordringen. Man erreicht Triggerpunkte besser, da das Material nicht so hart ist wie bei den herkömmlichen Faszienrollen. Dadurch ist auch das Training auf glattem Boden ohne Matte als Unterlage möglich, denn die Rolle kann nicht so leicht wegrutschen.

Nach dem Sport angewendet können Sie damit die Regeneration der Muskeln unterstützen. Dann fällt der Muskelkater weniger intensiv aus.

Faszienroller mit Griff

Ein Faszienroller mit Griff eignet sich zur Triggerpunkt-Massage und kann Muskelkater lindern. Man bedient den Stab mit beiden Händen, das ermöglicht eine angenehmere Steuerung des Drucks. Der Stabroller kann auch bei der Partnermassage eingesetzt werden, um beispielsweise den Rücken effektiver zu massieren und harte Muskelknoten zu lösen.

Der Faszienroller mit Griff kann auch gut auf Reisen mitgenommen werden, da er im Koffer weniger Platz einnimmt als eine herkömmliche Faszienrolle.

Das Profi-Set

Wer den Einstieg bereits hinter sich hat und das angenehm weiche, durchgeknetete und entspannte Gefühl nach dem Training mit der Faszienrolle nicht mehr missen will, kann sich mit einem Set ausstatten.

Eine Frau massiert ihren Unterarm mit einer kleinen Faszienrolle.

Kleine Faszienrollen eignen sich gut für die Arme. (c) Adobe Stock / Printemps

Von BLACKROLL gibt es beispielsweise die besten Faszientools in einem Paket: zwei Faszienrollen in den Größen Standard und Mini, ein Massage-Ball und ein Duoball. Mit dem Ball ist es möglich, noch gezielter festsitzende Verspannungen zu lösen. Der Duoball ist durch seine Hantelform ideal, um die Faszien entlang der Wirbelsäule im Lendenbereich zu massieren. Die Mini-Faszienrolle eignet sich dafür hervorragend, um kleine Muskelpartien an Armen und Füßen zu lockern.