Kann ich immer noch in die Wechseljahre kommen, wenn mir die Gebärmutter entfernt wurde? Wir erklärten Ihnen den Unterschied zwischen einer vollständigen und einer teilweisen Entfernung der Gebärmutter und wie sich diese Operationen auf Ihre Wechseljahre auswirken können. Die Menopause ist die Phase im Leben einer Frau, in der die Eierstöcke ihre Arbeit einstellen. Die Östrogen- und Progesteronspiegel sinken, die Eierstöcke setzen keine Eizellen mehr frei und die Periode bleibt aus. Dieses Ereignis tritt im Durchschnitt im Alter von 51 Jahren ein, doch ein Eintreten der Menopause ist zu jedem Zeitpunkt zwischen 45 und 55 Jahren völlig normal.
Da die Symptome häufig gravierender sind, suchen Frauen, die sich einer vollständigen Entfernung der Gebärmutter unterziehen müssen, eher nach Linderung für ihre Wechseljahresbeschwerden als diejenigen Frauen, die natürliche Wechseljahre durchmachen. Die wirksamste Behandlung ist immer individuell unterschiedlich und reicht von einer Hormonersatztherapie über pflanzliche Medikamente bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln. Bedenken Sie dabei jedoch, dass nicht alle diese Behandlungen für Sie geeignet sind und dass Sie sich beraten lassen sollten, bevor Sie auf eigene Faust Medikamente einnehmen. >Erfahren Sie mehr über eine Hormonersatztherapie
Welchen Einfluss hat die Entfernung der Gebärmutter auf die Wechseljahre
Eine Hysterektomie, die operative Entfernung der Gebärmutter (oder des Uterus), kann eine vorzeitige Menopause auslösen. Entscheidend dafür ist aber nicht, ob viel oder wenig von der Gebärmutter entfernt wird, sondern ob dabei auch die Eierstöcke mit entfernt werden – denn die Eierstöcke, nicht die Gebärmutter, bilden die Hormone Östrogen und Progesteron. Man unterscheidet zwei Hauptformen: die totale Hysterektomie (Gebärmutter samt Gebärmutterhals) und die subtotale oder partielle Hysterektomie (nur der Gebärmutterkörper, der Gebärmutterhals bleibt erhalten). Bei beiden Formen bleiben die Eierstöcke normalerweise erhalten und arbeiten weiter, sofern sie nicht ausdrücklich mit entfernt werden (Quelle: gesundheitsinformation.de, IQWiG). Wenn Sie die Wechseljahre bereits durchlebt haben und nun Ihre Gebärmutter entfernt werden muss, ist es unwahrscheinlich, dass bei Ihnen in Folge der Operation neue oder zusätzliche Wechseljahresbeschwerden auftreten werden. Dabei ist es völlig egal, welche Art der Hysterektomie durchgeführt wird. > Was tun bei einer Gebärmuttersenkung?Hysterektomie mit Entfernung beider Eierstöcke (chirurgische Menopause)
Werden zusammen mit der Gebärmutter auch beide Eierstöcke entfernt (medizinisch: beidseitige Ovarektomie bzw. Adnexektomie), wird die normale Östrogen- und Progesteronproduktion abrupt unterbrochen und es findet kein monatlicher Eisprung (Ovulation) mehr statt. Wenn Ihre Regelblutungen noch nicht ausgesetzt haben, bedeutet die Entfernung beider Eierstöcke, dass Sie automatisch in die Menopause kommen – ganz egal, wie alt Sie zum Zeitpunkt der Operation sind. Dies wird als „induzierte Menopause“ oder „chirurgische Menopause“ bezeichnet und ist eine Ursache für eine vorzeitige Menopause. > Vorzeitige Wechseljahre schon um die 40 Die Wechseljahressymptome setzen direkt nach der Operation ein. Die abrupte Umstellung und plötzliche Veränderung der hormonellen Muster kann dazu führen, dass die Symptome bei Ihnen stärker ausgeprägt sind als bei normalen, natürlichen Wechseljahren.
Da die Symptome häufig gravierender sind, suchen Frauen, die sich einer vollständigen Entfernung der Gebärmutter unterziehen müssen, eher nach Linderung für ihre Wechseljahresbeschwerden als diejenigen Frauen, die natürliche Wechseljahre durchmachen. Die wirksamste Behandlung ist immer individuell unterschiedlich und reicht von einer Hormonersatztherapie über pflanzliche Medikamente bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln. Bedenken Sie dabei jedoch, dass nicht alle diese Behandlungen für Sie geeignet sind und dass Sie sich beraten lassen sollten, bevor Sie auf eigene Faust Medikamente einnehmen. >Erfahren Sie mehr über eine HormonersatztherapieHysterektomie mit erhaltenen Eierstöcken
Bleiben die Eierstöcke erhalten – wie es bei einer partiellen Hysterektomie, aber auch bei den meisten totalen Hysterektomien der Fall ist – sind die Östrogenspiegel im Körper zunächst nicht betroffen. Ohne die Gebärmutter werden Sie nicht länger Ihre Periode haben, aber dies bedeutet nicht, dass Sie in die Wechseljahre kommen. Theoretisch erreichen Sie die „echte“ natürliche Menopause im magischen Alter von 51 Jahren, so wie es auch ohne Operation der Fall gewesen wäre. Allerdings setzt die Menopause bei Frauen nach einer Gebärmutterentfernung mit erhaltenen Eierstöcken häufig ungefähr zwei Jahre früher ein. Ohne die Monatsblutung kann es für die betroffene Frau schwierig sein, zu bestimmen, ab wann sie sich in den Wechseljahren befindet. Die ersten deutlichen Anzeichen können typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Nachtschweiß sein. >Bin ich in den Wechseljahren? Wenn Sie eine partielle Hysterektomie hatten und sich nicht sicher sind, ob Sie in die Wechseljahre kommen, kann ein Bluttest beim Arzt Aufschluss darüber geben, in welcher Lebensphase Sie sich genau befinden.Zuletzt aktualisiert: August 2026
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