Eingewachsene Haare entfernen und vermeiden

Eingewachsene Haare entfernen und vermeiden

Zu viel rasiert? So verhindern Sie eingewachsene Haare und rücken ihnen zu Leibe, wenn sie schon da sind ...
Inhaltsverzeichnis

Auch Haare wissen nicht immer, wo es lang geht – und wachsen in der Haut weiter, statt an ihrer Oberfläche. Zunächst nur ein kosmetisches Problem, doch entzünden sich eingewachsene Haare, können sie zum Fall für den Arzt werden. Wir verraten, wie Sie eingewachsene Haare vermeiden und was zu tun ist, wenn sie schon da sind.

Nach der Rasur oder Haarentfernung ist die Haut schön weich und glatt. Doch nach einer Weile können unschöne Erhebungen das Gesamtbild stören. Grund dafür sind eingewachsene Haare. Eingewachsene Haare muss man nicht spüren und dennoch stören sie, denn sie werden als dunkle Striche oder Pünktchen, Knubbel oder Pickelchen sichtbar. Der Grund: Sie wachsen unter der Oberhaut, dringen manchmal sogar noch eine Schicht tiefer bis zur Lederhaut vor, kringeln sich und bilden kleine Papeln (Bläschen). Aber warum tun sich einige Härchen überhaupt so schwer, den Weg an die Hautoberfläche zu finden?

Darum wachsen Haare ein

Im Intimbereich, an den Beinen, unter den Achseln oder im Gesicht (bei Männern) gehen Haare häufig sprichwörtlich unter die Haut. Was diese Hautzonen eint: Wir enthaaren sie regelmäßig. Eingewachsene Haare sind meist eine Folge der Haarentfernung, da das ständige Wegrasieren oder Auszupfen die Haarwurzel schädigen und den Wuchs der Haare behindern kann.

Dabei gilt: Je stärker wir mechanisch auf das Haar einwirken, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich seine Wuchsrichtung ändert.

  • Kappt der Rasierer die Haare beispielsweise etwas zu weit unter der Hautoberfläche, können sie sich querlegen und dringen beim Weiterwachsen schräg in die Haut ein.
  • Beim Epilieren wird so kräftig an den Haarwurzeln gerupft, dass sich der Haarfollikel – der „Anker“ des Haares in der Haut – verformt.
  • Auch sehr trockene Haut begünstigt das Einwachsen von Haaren: Sie schuppt stärker und die abgestorbenen Zellen können dem Haar den Weg durch den Haartrichter (Ausgang des Wuchskanals) versperren.
  • Sehr enge Kleidung und Reibung auf der Haut behindern den natürlichen Wuchs der Haare ebenfalls.
  • Außerdem neigt dickes oder krauses Haar dazu, sich zu krümmen oder „zurückzulocken“ und in die Haut einzuwachsen.
  • Auch abgestorbene Hautzellen, welche die Haarwurzel verstopfen, können eine mögliche Ursache für eingewachsene Haare sein. Denn ist die Haarwurzel verstopft, kann das Haar nicht mehr gerade nach oben herauswachsen und muss zur Seite ausweichen.

So lassen sich eingewachsene Haare vermeiden

Wer die Finger von Rasierer, Epilierer und Co. lässt, wird auch kein Problem mit den haarigen Verwachsungen haben. Die Haare einfach wachsen zu lassen, kommt für viele nicht in Frage. Nicht jeder Mann fühlt sich mit Bart wohl und viele Frauen bestehen auf glatte, haarlose Haut – gerade während der Freiluft-Saison.

Ausschnitt Frauenbeine
Wer seine Haut gut pflegt, kann so eingewachsene Haare vorbeugen. (c) Colourbox.de

Wer glatte Haut liebt, aber eingewachsene Haare verhindern möchte, sollte vor und nach der Haarentfernung einige Pflegehinweise beherzigen. So wird den Haaren der Weg an die Hautoberfläche so einfach wie möglich gemacht:

  • Haut auf die Haarentfernung vorbereiten: Vor der Rasur und besonders vor dem Epilieren oder Waxing sollte die Haut aufgeweicht werden – mit einem warmen Bad (fürs Gesicht ein Dampfbad) oder Kompressen. Dadurch öffnen sich die Poren und die Haare können leichter und für den Haarfollikel schonender gestutzt und gezupft werden. Auch Rasierschaum sorgt für eine sanfte Haarentfernung und beugt Irritationen der Haut und Härchen vor.
  • Regelmäßiges Peeling: Eine regelmäßige Abreibung mit einem Peelingprodukt oder Luffa-Handschuh befreit die Haut von verhornten Zellen und Talg − der Wachstumskanal der Haare bleibt frei. Wichtig ist, auch vor jeder Haarentfernung ein Peeling durchzuführen, um so die Haut perfekt auf die anstehende Rasur vorzubereiten.
  • Haut mit Feuchtigkeit versorgen: Das hält sie geschmeidig und verhindert, dass sie sich schuppt. Besonders nach der Haarentfernung sollten Sie die beanspruchten Partien mit einer feuchtigkeitsreichen Lotion pflegen. Denn je geschmeidiger die Haut ist, desto leichter haben es die Haare an die Oberfläche zu gelangen. Diese müssen sich durch die oberste Hautschicht hindurchschieben und das ist bei spröder Haut sehr schwer.
  • Haare in Wuchsrichtung entfernen: Das schont den Haarfollikel und reduziert die Reizung von Haaren und Haut− besonders beim Waxing und Epilieren.
  • Wenig Druck auf den Rasierer ausüben: Die Gefahr des Einwachsens ist geringer, wenn die Haare nicht direkt unter der Hautoberfläche wegrasiert werden, sondern leicht darüber.
  • Epilieren und Waxing statt Rasieren: Rasieren stresst sowohl die Haut als auch die Haarwurzeln und kann daher besonders häufig zu eingewachsenen Haaren führen. Eine gute Alternative bietet hier das Sugaring oder das Waxing. Besonders im Intimbereich sollten Sie auf eine Rasur verzichten, da hier die Haut besonders dünn ist. Ein Intimwaxing eignet sich ausgezeichnet. Sugaring und die Anwendung einer Pinzette sind für das Gesicht eine gute Variante, um Irritationen der Haut zu vermeiden.
  • Die richtige Ernährung: Wie die Haut auf die Haarentfernung reagiert, lässt sich auch durch eine gesunde Ernährung beeinflussen. Zink ist ein wichtiger Nährstoff für Haut und Haare. Dieser ist in vielen vegetarischen und veganen Lebensmitteln wie Käse, Kürbiskernen, Nüssen oder Sesamsamen enthalten.

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Eingewachsene Haare entfernen: So klappt’s

Aus gesundheitlicher Sicht spricht nichts dagegen, eingewachsene Haare in Ruhe zu lassen. Verschwinden werden sie aber selten von allein. Stören die fehlgeleiteten Härchen optisch, können Sie ihnen auf unterschiedlichen Wegen zu Leibe rücken − allerdings braucht man dafür ein bisschen Geduld und Fingerspitzengefühl.

  • Aufweichen und Peelings helfen, selbst wenn Haare bereits eingewachsen sind. Die verhornten Zellen, die den Haarkanal blockieren, werden abgetragen, die Poren weiten sich und die Härchen gelangen nach und nach an die Oberfläche.
  • Cremes mit Salicylsäure lösen verhornte Zellen auf chemische Weise und können dazu beitragen, eingewachsene Haare zu befreien.
  • Haare freilegen: Bringen Cremes und Peelings nichts, können Sie die Haare vorsichtig mit sterilen Nadeln oder Pinzetten aufrichten. Dazu stechen Sie mit der Nadel ganz vorsichtig unter das Haar und ziehen es dann mit der Pinzette heraus. Danach muss die Hautpartie unbedingt desinfiziert werden. Von zu großem Herumfummeln ist aber abzuraten: Verletzungen, Entzündungen und Narben können entstehen. Vor allem wenn die Haare tiefer liegen, ist der Gang zur Kosmetikerin oder dem Hautarzt angezeigt.
  • Apfelessig gegen eingewachsene Haare: Apfelessig wirkt sehr gut bei irritierter Haut, eingewachsenen Haaren und Rötungen. Da er entzündungshemmend ist, hilft der Essig die schützende Fettschicht auf der Haut zu regulieren und kann so eingewachsenen Haaren vorbeugen. Ganz nebenbei stellt Apfelessig auf natürliche Art und Weise den pH-Wert der Haut wieder her.

Eingewachsene Haare können zu Entzündungen führen

Es kann passieren, dass sich Härchen in der Haut entzünden. Das passiert zum Beispiel, wenn Sie die Klingen beim Rasieren über das eingekapselte Haar ziehen und den entstandenen Pickel verletzen. Wer nun beginnt zu kratzen oder die Pustel auszudrücken, läuft Gefahr, dass sich Narben bilden oder es zu Farbveränderungen der Haut kommt.

Infiziert sich die Wunde mit Bakterien, besteht die Gefahr einer Haarbalg-Entzündung. Daraus können Abszesse oder Furunkel entstehen. Kommt es zur Einlagerung von Eiter, treten Schmerzen, Schwellungen und starke Rötungen auf, ist eine hautärztliche Behandlung ratsam. Dabei wird das eingewachsene Haar chirurgisch beseitigt und die Entzündung − wenn nötig − mit antibiotischen Cremes behandelt.

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Eingewachsene Haare 3

Fragen rund um eingewachsene Haare

Wie entstehen eingewachsene Haare?

Durch abgestorbene Hautzellen, welche verhindern, dass die Haare durch die Hautoberfläche gelangen können, werden häufig eingewachsene Haare verursacht.

Woran erkennt man eingewachsene Haare?

Ein eingewachsenes Haar kann zu Rötungen, Schmerzen und Schwellungen führen. Es bildet hautfarbene, kleine pickelartige Erhebungen auf der Haut, welche mit oder ohne Eiter auftreten können.

Müssen eingewachsene Haare entfernt werden?

Nicht unbedingt. Wenn das eingewachsene Haar keine Probleme bereitet, muss es nicht entfernt werden. Entzündet sich das eingewachsene Haar jedoch oder bildet sich gar ein Abszess, so sollte ein ärztlicher Rat eingeholt werden.

Was passiert, wenn man eingewachsene Haare nicht entfernt?

Meist wird das Haar vom Körper eingekapselt und von selbst abgestoßen. Es kann aber auch passieren, dass eingewachsene Haare schmerzhafte Entzündungen verursachen.

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