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Dreitagefieber – fast immer harmlos

Dreitagefieber – die Viruserkrankung ist zwar ansteckend, vergeht aber ebenso schnell wie sie gekommen ist.

Mein Kind hat Fieber – da bekommen junge Eltern meist einen Schreck. Beim Dreitagefieber aber, das fast immer ohne weitere Symptome verläuft, gibt es keinen wirklichen Grund zur Sorge. Sobald sich ein feinfleckiger Hautausschlag beim Kind zeigt, ist das Fieber schon wieder vorüber.

Dreitagefieber – was ist das?

Dreitagefieber ist eine häufige Erkrankung im Kleinkindalter. Das Fieber, das drei bis vier Tage andauert und gleichmäßig hoch ist, wird durch ein Virus übertragen und heilt von allein aus. Während Eltern noch rätseln, was es sein könnte, kündigt ein rötlicher Ausschlag pünktlich zum Abfall des Fiebers das Ende der Erkrankung an. Dreitagefieber wird manchmal von grippeähnlichen Symptomen begleitet und fast immer von dem Hautausschlag abgeschlossen.

Manchmal ist der Hautausschlag kaum zu erkennen, aber das Fieber trotzdem vorbei. Auch dann gilt die Erkrankung als abgeschlossen.

Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko?

Auslöser des Fiebers ist das menschliche Herpesvirus (humanes Herpesvirus Typ 6, HHV 6), das durch Tröpfcheninfektion – etwa durch Niesen oder Husten – übertragen wird und daher sehr ansteckend ist. Das Virus befällt in der Regel Kinder unter drei Jahren, aber auch größere Kinder und Erwachsene können sich anstecken. Bei ihnen äußert sich die Infektion mit grippeähnlichen Symptomen.

Keine Sorge: Das Dreitagefieber durchzumachen stärkt das Immunsystem Ihres Kindes. Für Sie selbst ist die Ansteckungsgefahr gering, denn in der Regel haben Sie es schon gehabt und sind dagegen immun.

Das Ansteckungsrisiko ist in den Tagen vor dem Ausbruch des Fiebers und während des Fiebers am höchsten. Mit dem Auftreten des Ausschlags und dem Absinken des Fiebers ist Ihr Kind nicht mehr ansteckend. Von der Infektion bis zum Ausbruch können 7 bis 17 Tage vergehen.

So erkennen Sie das Dreitagefieber

Das Fieber tritt plötzlich auf und erreicht „Spitzenwerte“ von über 40 °C. Ist das Fieber vorbei, breitet sich ein feinfleckiger Hautausschlag über den Rumpf aus. Auch er verschwindet nach zwei bis drei Tagen. Die Infektion verläuft in der Regel ohne weitere Symptome, allein der Rachen ist gerötet und die Lymphknoten am Hals können anschwellen. Bei Säuglingen ist die Fontanelle etwas geschwollen und angespannt. Manche Kinder machen den Infekt durch, ohne überhaupt Krankheitssymptome zu zeigen.

Wann zum Arzt?

Bei hohem Fieber über 39 °C empfiehlt es sich mit einem Kleinkind den Arzt aufsuchen, um mögliche Ursachen abklären zu lassen. Mit einem fiebernden Säugling sollten Sie das grundsätzlich tun, weil hier auch schwere Infekte im Spiel sein können.

Was hilft bei Dreitagefieber?

  • Wie bei anderen Infekten auch lautet die Regel Nummer eins: viel trinken.
  • Bieten Sie Ihrem Kind Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder leicht gesüßten Tee an.
  • Wenn Ihr Kind nur wenig essen möchte, ist das während des Infekts in Ordnung.
  • Klettert das Fieber auf 40 °C, helfen lauwarme Wadenwickel und Fieberzäpfchen.

Tipp: Wenn Ihr Kind krank ist, mag es manchmal wieder Baby oder Kleinkind sein. Bieten Sie Ihrem Kleinkind ein Fläschchen an oder stecken Sie ihm einen Strohhalm in sein Glas. Hauptsache, es trinkt ausreichend. Wenn es gar nicht trinken mag, sollten Sie mit ihm zum Kinderarzt gehen.

Fieberkrämpfe

In der Regel verläuft das Dreitagefieber ohne Komplikationen. Bei manchen Kindern kann das hohe Fieber allerdings Fieberkrämpfe auslösen. Hier helfen Wadenwickel, Fieberzäpfchen – und (ganz wichtig!) ein Anruf beim Kinderarzt.

Quelle: http://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/drei-tage-fieber/