Depression

Die Depression ist eine psychische Erkrankung, deren Ursache ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn ist. Sie beeinträchtigt das Wohlbefinden einer Person und führt zu Gefühlen der Traurigkeit und Wertlosigkeit, die über Monate oder sogar noch länger anhalten.

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Was sind Depressionen?

Viele Menschen äußern häufig, sie seien „depressiv“, oder sie beschreiben ihre Stimmung als „depressiv“. Diese Begriffe werden ganz allgemein verwendet. Wenn jemand sich selbst als depressiv bezeichnet, meint er normalerweise, dass er aufgrund der Höhen und Tiefen des Lebens etwas traurig, niedergeschlagen oder einfach nur genervt ist.
Dabei ist es wichtig, zwischen einer echten Depression und einer gedrückten Stimmung zu unterscheiden.

Eine Depression ist eine Krankheit, die von einem Arzt diagnostiziert und behandelt werden muss. Sie unterscheidet sich deutlich von den Gefühlen und Emotionen einer gedrückten Stimmung. Diese sind ein Ergebnis der negativen Erfahrungen, die jeder Mensch im täglichen Leben macht.

Die Depression ist eine psychische Erkrankung, deren Ursache ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn ist. Sie beeinträchtigt das Wohlbefinden einer Person und führt zu Gefühlen der Traurigkeit und Wertlosigkeit, die über Monate oder sogar noch länger anhalten. Es gibt viele Gründe, warum Menschen solche Gefühlszustände erleben. Manche können eine konkrete Ursache benennen, wie etwa der vor Kurzem erlittene Verlust eines Angehörigen. Anderen wiederum fällt es schwerer, einen konkreten Auslöser für ihre Gefühle festzumachen.

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Bin ich depressiv?

Menschen, die an Depressionen leiden, beschreiben eine Vielzahl von Symptomen. Diese betreffen jede Person auf andere Weise und in unterschiedlicher Intensität.

Manche Menschen erleben Phasen einer gedrückten Stimmung oder einer leichten Depression. Diese werden normalerweise von einem bestimmten Faktor – etwa Stress – ausgelöst. Mit dem Verschwinden des Auslösers klingen die Symptome dann wieder ab. Bei anderen bleiben die Symptome und schwächen die Menschen dauerhaft und über Monate hinweg.

Depressionen können einhergehen mit:

  • Traurigkeit
  • Verlust von Interesse an Dingen und Ereignissen
  • Schlaflosigkeit
  • chronischer Erschöpfung
  • starke Gewichtsveränderungen
  • Verlust des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls
  • sozialer Phobie, kein Interesse mehr an der direkten Umgebung
  • bei schweren Depressionen: Suizidgedanken
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Leichte bis schwere Depression: Welche Grade unterscheidet der Arzt?

Wie bei anderen Erkrankungen auch, gibt es verschiedene Schweregrade der Depression, von leichten bis hin zu schweren depressiven Episoden. Die Grenzen hierfür sind nicht klar definiert – es ist eventuell einfacher, die Stimmung als ein Spektrum zu verstehen und festzustellen, wo in diesem Spektrum Sie sich gerade befinden.

  • Leichte Depression: Die Symptome sind zwar nicht schwerwiegend, können jedoch dazu führen, dass sich der Betroffene über einen längeren Zeitraum niedergeschlagen fühlt und in seinem Alltag eingeschränkt ist. Leichte Depressionen können aus einem konkreten Ereignis heraus entstehen, das zunächst nur eine gedrückte Stimmung auslöst. Die Episoden verbessern sich jedoch nicht, auch wenn die konkreten Auslöser, die das Problem verursacht haben, verschwinden. Leichte Depressionen können ein paar Monate oder mehrere Jahre andauern oder den Betroffenen über Jahrzehnte hinweg immer wieder heimsuchen. Manche Menschen, die an leichten Formen der Depression leiden, erscheinen auf den ersten Blick gar nicht als depressiv, werden von ihren Angehörigen aber als „unglücklich“, „grantig“ oder „zynisch“ beschrieben.
  • Mittelgradige Depression: Diese Form ist durch negative Gefühle gekennzeichnet. Deren Schweregrad übersteigt das, was eine durchschnittliche Person empfinden würde. Den Betroffenen fällt es schwer, einer Arbeit nachzugehen und alltägliche Situationen wie etwa Einkaufen zu meistern. Gute Nachrichten hellen die Stimmung nicht einmal vorübergehend auf.
  • Schwere Depression: Der Patient ist häufig völlig hoffnungslos und hegt wiederholt Suizidgedanken. Es ist unmöglich, diese Gefühle zu lindern. Dabei ist es gleichgültig, wie gut die Situation der Person zu diesem Zeitpunkt tatsächlich ist. Der Betroffene verliert in der Regel den Bezug zur Realität. Es können Wahnvorstellungen oder Halluzinationen auftreten.

Welche Formen von Depressionen gibt es?

Es werden verschiedene Formen von Depressionen beschrieben. Es ist wichtig, genau zu bestimmen, an welcher Form Sie möglicherweise leiden. Nur so kann die Krankheit wirksam behandelt werden.

  • Reaktive Depression: Hierbei entsteht die Krankheit als Reaktion auf einen bestimmten Auslöser, wie etwa einem Trauerfall, dem Verlust des Arbeitsplatzes oder Beziehungsproblemen.
  • Postnatale Depression: Diese Depression steht im Zusammenhang mit den hormonellen Veränderungen nach einer Geburt.
  • Manische Depression: Auch „bipolare Depression“ genannt. Sie ist eine Unterform der schweren Depression, die durch extreme Stimmungsschwankungen gekennzeichnet ist.
  • Saisonal-affektive Störung: In diesem Fall leiden Sie nur zu bestimmten Jahreszeiten – meist im Winter – an gedrückter Stimmung oder Depression.
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Wie sind die Heilungschancen bei Depressionen?

Generell gilt: Je eher Betroffene eine Behandlung nach dem ersten Eintreten von Symptomen beginnen, desto besser können Depressionen erfolgreich behandelt werden. Die Behandlung einer Depression hängt hauptsächlich von der Form und dem Schweregrad der Erkrankung ab. Durch eine konsequente Behandlung kann eine depressive Episode unterbrochen werden oder sogar völlig abflauen. Bleiben Depression unbehandelt, besteht die Gefahr, dass sie sich manifestieren.

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Viele Menschen zögern, eine Depression zuzugeben. Wenn Sie jedoch vermuten, dass Sie an diesem Problem leiden, sollten Sie einen Arzt zur Diagnose hinzuziehen. Hier finden Sie weiterführende Hilfe und Informationen zum Umgang mit der Krankheit: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/start

Häufig gestellte Fragen zum Thema Depression

Was ist eine Depression?

Eine Depression ist im medizinischen Sinne eine psychische Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln von Betroffenen beeinflusst und therapiert werden sollte. Depressionen können sowohl seelisches als auch körperliches Leiden verursachen.

Ist Depression eine Krankheit?

Ja, die psychische Erkrankung kann sich in zahlreichen Beschwerden äußern und ist sowohl mit einer entsprechenden Therapie als auch mit Medikamenten behandelbar.

Sind Depressionen heilbar?

Wenn Betroffene sich die richtige Hilfe suchen und ihre Depressionen entsprechend behandeln, sind diese häufig heilbar.

Können Depressionen von selbst verschwinden?

Nein, diese ernst zu nehmenden, seelischen Erkrankungen sollten unbedingt professionell behandelt werden. Anders als eine temporäre Verstimmung verschwindet eine Depression nicht von allein.

Wie lange dauert eine Depression?

Depressionen können unterschiedlich lange anhalten, je nachdem, ob sie medizinisch oder psychotherapeutisch behandelt werden. Manchmal kann eine depressive Episode auch über ein Jahr andauern.

Wann sind Depressionen chronisch?

Dauern depressive Episoden länger als 2 Jahre an, werden diese als chronisch bezeichnet.