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Damenbart – woher er kommt und wie man ihn los wird

Nahezu jeder Mensch besitzt eine gewisse Behaarung im Gesicht, an den Armen und einigen anderen Körperstellen. Gerade die Gesichtsbehaarung bei Frauen besteht in der Regel aus einem leichten und unscheinbaren Flaum, der für die meisten völlig unproblematisch ist. Doch was, wenn sich dieser Flaum zu einem störenden Damenbart entwickelt?

Im Gegensatz zur herkömmlichen Behaarung im Gesicht bei Frauen, besteht ein Damenbart häufig aus recht dicken, dunkleren und häufig als unschön empfundenen Haaren. Dass man als Frau diese Haare schnell und kompliziert los haben möchte, ist verständlich. Wir gehen der Sache auf den Grund und informieren Sie über die Ursachen eines Damenbarts, die Begleiterscheinungen und wie Sie ihn am besten behandeln (lassen).

Die Ursachen für einen Damenbart

Eine gesunde Körperbehaarung in Form von feinen, seidigen Härchen ist völlig normal und lässt sich beispielsweise auch schon vor der Pubertät bei vielen Kindern feststellen. Sie gehören zur körperlichen Entwicklung des Menschen einfach dazu.

Mit Beginn der Pubertät entwickeln sich sogenannte „Androgene“, zu denen auch das uns bekannte Testosteron gehört. Das sind männliche Sexualhormone, die auch im weiblichen Körper in normalerweise geringer Menge vorkommen. Durch diese Androgene entwickelt sich bereits bei jungen Erwachsenen die Körperbehaarung wie z. B. die Achsel- oder Schambehaarung und bei Männern überwiegend eben auch der Bart.

Besonders südländische Frauen oder Mädchen mit dunklen Haaren leiden nicht selten unter einem sowieso schon dunklen Haarwachstum. Kommt dann noch eine gewisse Überempfindlichkeit ihrer Haarfollikel gegenüber diesen Androgenen dazu, kann sich zudem ein teils ausgeprägter Damenbart entwickeln.

Weitere Ursachen für einen Damenbart können sein:

  • Androgen-Vorstufen werden verstärkt in fertige Hormone umgewandelt;
  • es kann ein Androgen-produzierender Tumor vorliegen, der wiederum zu einer verstärkten Androgen-Bildung in den Nebennieren und den Eierstöcken führen kann;
  • die weiblichen Sexualhormone nehmen in den Wechseljahren ab.

Selbst ein leichter Damenbart kann bei dunklen Haaren zu einer starken Beeinträchtigung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls einer Frau und vor allem junger Mädchen führen. Aber auch Frauen mit recht hellen Haaren lassen sich immer häufiger von ihrem vermeintlichen Damenbart befreien.

Damenbart richtig behandeln

Sofern es sich bei der von vielen Frauen als unschön empfundenen Gesichtsbehaarung lediglich um ein paar vereinzelte Haare handelt, können diese nach Bedarf mit einer Pinzette herausgezupft werden. Regelmäßiges Rasieren ist zwar möglich, doch die wenigsten Frauen möchten sich tagtäglich damit konfrontieren. Es ist zudem nur ein Gerücht, dass das Rasieren des Damenbartes das Haarwachstum beschleunigen oder verstärken würde. Die Stoppeln, die nach der Rasur herauswachsen, können allerdings einen leichten bis starken Bartschatten hervorrufen, besonders bei dunklem Haar.

Empfehlenswert ist somit eher, sich den Damenbart regelmäßig bei einer professionellen Kosmetikerin mit Wachs entfernen zu lassen. Hier werden Sie länger Ruhe vor dem nachwachsenden Frauenbart haben als bei einer Rasur. Denn nach dem Rasieren sind oft schon einige Stunden später die ersten Stoppeln wieder sichtbar.

Frauenbart mit Enthaarungscreme entfernen

Eine weitere Möglichkeit, die lästige Gesichtsbehaarung als Frau loszuwerden, ist spezielle Enthaarungscreme, die auf die entsprechenden Stellen aufgetragen werden kann. Damen mit sehr sensibler Haut sollten von dieser Haarentfernungsmethode jedoch vorzugsweise absehen, da unschöne Hautirritationen entstehen könnten.

Damenbart zupfen und epilieren

Zwei etwas schmerzhafte, aber dafür langfristig erfolgreiche Methoden, den Damenbart zu entfernen, sind die Epilation und das Zupfen der Härchen. Das Zupfen ist allerdings eine sehr langwierige Möglichkeit, die Haare über der Oberlippe und am Kinn zu entfernen. Epilieren geht da wesentlich schneller, Sie sollten die genaue Vorgehensweise jedoch vorher an einer anderen Körperstelle zunächst testen oder sich von einer Kosmetikerin Ihres Vertrauens genau darüber aufklären lassen.

Damenbart: Beratung und Entfernung durch den Hautarzt

Viele Hautärzte, aber auch Kosmetikinstitute, bieten heute eine weitere und vor allem nachhaltige Alternative zum Zupfen, Wachsen und Epilieren des Damenbartes an: Lasertechnik! Bei der Lasermethode wird hochenergetisches Licht zu den Haarwurzeln geleitet, wo die Follikel durch Hitze zerstört werden. In der Regel sind hier mehrere Sitzungen nötig und auch nicht jede Frau kann diese Behandlung in Anspruch nehmen.

Generell ist diese Haarentfernung nur bei dunklen Haaren und Frauen mit heller Haut möglich. Gut zu wissen ist auch, dass die Lasermethode gegen Damenbart nur bei Haarfollikeln funktioniert, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden. Ansonsten können Sie sich von Ihrem Hausarzt auch über die Möglichkeiten einer wachstumshemmenden Creme oder einem geeigneten Bleichmittel aufklären lassen.

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