Schon gewusst?

Blutspenden: Wie läuft es ab?

Mit Blutspenden kann vielen Menschen geholfen werden, das ist schon mal klar! Doch wie läuft das Ganze eigentlich ab? Was gilt es zu beachten und wer darf überhaupt Blut spenden? Diesen Fragen sind wir einmal auf den Grund gegangen.

Eine Blutspende kann Leben retten. Das Spenden braucht nicht viel Zeit und ist wichtig für Tausende von Menschen. Jeder kann einmal auf Spenderblut angewiesen sein. Und eine Rettung sollte niemals daran scheitern, dass nicht genügend Blutkonserven zur Verfügung stehen.

Was muss beachtet werden, bevor es losgeht?

Die erste Voraussetzung, um Blut zu spenden ist die Volljährigkeit. Wer das erste Mal Blutspenden möchte, sollte mindestens 18 Jahre und höchstens 64 Jahre alt sein. Außerdem ist es wichtig, dass sich ein potenzieller Spender gesund und fit fühlt und ein Körpergewicht von mindestens 50 kg auf die Waage bringt.

Vor einer Blutspende sollte ausreichend gegessen und viel Wasser getrunken werden, sodass sich der Spender gut und stabil fühlt. Wichtig ist auch, dass innerhalb der letzten 12 Stunden kein Alkohol konsumiert wurden. Die Einnahme von Drogen sind natürlich ein absolutes Ausschlusskriterium. Auch Menschen die starke Medikamente nehmen sind häufig vom Blutspenden ausgeschlossen. Auch Menschen, die den HI-Virus in sich tragen dürfen kein Blut spenden. Allerdings ist es in manchen Blutspendezentren für HIV-Positive möglich, ihr Blut für wissenschaftliche Zwecke zu spenden.

Wie läuft das Blutspenden ab?

Bevor es losgehen kann, muss sich der Spender mit einem gültigen Personaldokument ausweisen. Es werden Name und Adresse aufgenommen. Außerdem muss ein Fragebogen zu der gesundheitlichen Vorgeschichte ausgefüllt werden, um sicher zu gehen, dass die Person als Blutspender geeignet ist.

Nachdem der Arzt der Spende zugestimmt hat, wird der Hämoglobinwert, also der rote Blutfarbstoff des Spenders bestimmt. Dies ist wichtig, um die Gewissheit zu haben, den Spender durch die Blutentnahme nicht zu gefährden. Hierzu wird ein Tröpfchen Blut von der Fingerkuppe entnommen. Außerdem wird für einen kurzen Gesundheitscheck die Körpertemperatur und der Blutdruck gemessen.

Blutspende

Blutspenden kann Leben retten.  (c) takasu / Fotolia

Die Blutabnahme dauert nicht lange

Die Blutabnahme an sich ist in sieben bis zehn Minuten geschehen. Es werden 500 ml Blut entnommen. Dabei wird auf Sauberkeit und steriles Einwegmaterial höchsten Wert gelegt, sodass eine Übertragung von Krankheiten ausgeschlossen werden kann. Untersuchungsröhrchen und Blutbeutel sind mit dem dem Spender zugewiesenen Strichcode gekennzeichnet.

Nach der Blutabnahme sollten noch mindestens zehn Minuten zum Ausruhen genutzt werden. In dieser Zeit wird der Spender mit kostenlosen Snacks versorgt. Der Körper kann sich somit wieder stärken und von der Blutentnahme erholen.

Nach circa drei Wochen erhält der Spender außerdem einen Unfallhilfe- und Blutspende-Pass. Hier sind alle wichtigen Angaben zu der Person des Spenders festgehalten. Dies kommt, im Falle eines Unfalls, auch dem Spender selbst zu Gute. Im Unglücksfall schafft ein Spenderpass eine wertvolle Zeitersparnis, da dort die wichtigen Informationen bereitgestellt sind. Zur Erholung des Körpers sollten zwischen den Blutspenden größere Pausen gemacht werden. Männern sollten daher höchstens sechs Mal im Jahr Blutspenden und Frauen sogar nur vier Mal im Jahr.

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Warum sind Blutspenden wichtig?

Das lebenswichtige Blut mit seinen notwendigen Funktionen kann nur vom Körper selbst gebildet werden. Es ist Forschern bisher noch nicht gelungen, einen Ersatz zu schaffen. Daher sind die Ärzte und vor allem ihre Patienten auf Blutspender angewiesen. Spenderblut wird überwiegend zur Behandlung von Krebspatienten verwendet. Doch auch bei Herz-, Magen- und Darmkrankheiten sowie bei schweren Unfällen werden Blutkonserven benötigt.

Es ist sehr wichtig, dass immer genug Blutkonserven zur Verfügung stehen. Dies ist notwendig, um auch Zeiten überbrücken zu können, in denen weniger Menschen Blut spenden. Oder auch für Zeiten, in denen – durch eine höhere Zahl an Patienten – mehr Bedarf an Spenderblut besteht.