Augen

Blepharitis: Entzündete und trockene Augen

Entzündete, juckende und trockene Augen können ein Anzeichen für Blepharitis sein. Wir verraten, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie eine gute Augenhygiene die Heilung optimal unterstützt.

Bei Blepharitis handelt es sich häufig um eine chronische Erkrankung. Diese kann zu einer Reihe von unangenehmen Symptomen führen, darunter entzündete, juckende und trockene Augen sowie klebrig-verkrustete Augenlider.

Symptome von Blepharitis

Bei vielen treten die Symptome wiederholt und in schwerwiegender Form auf. Deshalb ist eine Regelmäßige Pflege wichtig, um die Symptome zu lindern und vorzubeugen. Es gibt viele natürlichen Hausmitteln zum Verbessern der Symptome.

Bevor Sie sich jedoch selbst behandeln, sollten Sie sich von einem Arzt die Diagnose Blepharitis bestätigen lassen. Die Symptome einer Blepharitis ähneln denen einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder einer Allergie wie z. B. Heuschnupfen und können deshalb verwechselt werden.

Es gibt nur wenige konventionelle Behandlungsmöglichkeiten für Blepharitis deshalb greifen viele Betroffene auf natürliche und pflanzliche Hausmittel zurück. Wir geben Ihnen einen Überblick über die natürlichen und konventionellen Behandlungsmöglichkeiten.

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Behandlung von Blepharitis: Gute Augenhygiene

Zu den am häufigsten empfohlenen Behandlungen für Blepharitis zählt eine gute Augenhygiene.

Es wird eine Augenpflege aus drei Schritten empfohlen, die zweimal täglich erfolgen sollte. Die tägliche Anwendung soll einem erneuten Auftreten der Symptome vorbeugen.

Anleitung zur täglichen Augenpflege

  1. Tränken Sie einen Waschlappen oder ein Tuch mit warmem, sterilen Wasser (Wasser, das mindestens 5 Minuten gekocht und auf eine warme Temperatur abgekühlt hat) und legen Sie den Waschlappen oder das Tuch für 5-10 Minuten auf Ihre Augen. Um Verkrustungen aufzuweichen und abzulösen sowie Verunreinigungen und Augensekret zu entfernen.
  2. Massieren Sie sanft das obere und untere Augenlid zum Lidrand hin um überschüssiges Sekret aus dem Auge zu entfernen. Der ausgeübte Druck sollte fest, aber keinesfalls schmerzhaft sein.
  3. Reinigen Sie die äußere Augenpartie. Wischen Sie zur Reinigung vorsichtig am Wimpernrand entlang. Anschließend die Augen mit warmem Wasser reinigen.

Es gibt viele Möglichkeiten die Augenpflege durchzuführen. Es lohnt sich auf jeden Fall, herauszufinden, welche am besten für Sie funktioniert. Weitere Empfehlungen wären steriles Wasser entweder mit Baby-Shampoo, Teebaum-Shampoo, Teebaumöl oder Natron zu mischen und diese Mixtur dann mit einem Wattebausch auf die Augenlider aufzutragen.

Augentropfen in Auge

Augenhygiene ist für gesunde Augen sehr wichtig. (c)JPC-PROD/fotolia

Weitere Maßnahmen für die Augenhygiene

  • Vermeiden Sie Augen-Make-up.
  • Wenn Sie doch Augen-Make-up verwenden wollen: Erst wenn die Symptome abgeklungen sind. Vor dem Gebrauch unbedingt die Haltbarkeitsdaten der Produkte kontrollieren. Teilen Sie Make-up nicht mit anderen Personen. Make-up so bald wie möglich vollständig entfernen.
  • Hände vor und nach der Reinigung der betroffenen Augenpartie waschen.

Für Kontaktlinsenträger:

Bei der Reinigung von Kontaktlinsen und Kontaktlinsenbehälter besonders gründlich sein, sonst kann sich das Problem verschlimmern und eine weitere Infektion hervorrufen. Am besten nehmen Sie die Kontaktlinsen heraus, wenn Sie sie nicht benötigen und tragen Ihre Brille. Bei einer aufflammenden Blepharitis sollten Sie überhaupt keine Kontaktlinsen tragen.

Hausmittel zur Behandlung einer Blepharitis:

Eine gute Augenhygiene reicht in einigen Fällen jedoch nicht aus, um die Symptome unter Kontrolle zu bringen. Aus diesem Grund greifen viele auf natürliche Hausmittel zurück.

Es lohnt sich einige Hausmittel auszuprobieren, um das passende Mittel zu finden.

  1. Manuka-Honig: Mischen Sie Manuka-Honig mit warmem, sterilen Wasser und tragen Sie die Mixtur mit einem Wattebausch auf die Augenlider auf. Alternativ können Sie ein Tuch mit Manuka-Honig und Wasser tränken und als warme Kompresse für 5-10 Minuten auf die Augen legen.
  2. Ernährung: Versuchen Sie Ihre Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen, indem Sie öligen Fisch wie z. B. Makrele oder frischen Thunfisch essen.
  3. „Candida-Diät“: Dabei werden Lebensmittel gemieden, die die Vermehrung des Candida albicans (ein auf natürliche Weise im Darm vorkommender Pilz) fördern. Dazu zählen Hefe, Zucker, Käse und Alkohol. Bevor Sie Ihre Ernährung jedoch umstellen, sollten Sie vorher Ihren Hausarzt kontaktieren.
  4. Nährstoffe für eine gute Augengesundheit: Lutein, Zink sowie Vitamine A und C

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Pflanzliche Mittel zur Behandlung von Blepharitis

Die Heilpflanze Euphrasia wird schon seit Hunderten von Jahren bei der Behandlung von Augenproblemen eingesetzt. Daher trägt sie auch alternativ den Namen „Augentrost“.

Konventionelle Behandlungsmöglichkeiten

Da die Symptome auch durch andere Faktoren wie eine Allergie oder Konjunktivitis (Bindehautentzündung) ausgelöst werden. Sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die richtige Diagnose zu erhalten. Nur so können Sie die richtige Behandlung wählen.

Ihr Hausarzt kann zudem eine Creme oder Salbe mit Antibiotika verschreiben.

Forschung

Es gibt zahlreiche, neue Studien zu bestehenden und neuen Behandlungsmöglichkeiten einer Blepharitis:

  • liposomale Augensprays (wie z. B. Optrex) sind deutlich effektiver als die Verwendung von Baby-Shampoos. Daher lohnt es sich auch, diese Sprays als natürliche Behandlungsmethode zu testen.
  • Neue Behandlungen, bei denen Steroide, Corticosteroide und Calcineurin-Inhibitoren zum Einsatz kommen, zeigen vielversprechende Resultate.
  • „Meibom-Drüsen-Sondierung“ haben ebenfalls positive Ergebnisse gezeigt. Dabei werden bei Patienten mit Meibom-Blepharitis die Drüsen von jeglichen Verstopfungen befreit. Im Test erwies sich diese Methode zu 100% als effektiv.

Es laufen viele Studien und klinische Versuche, um eine bessere Behandlung für Blepharitis zu finden.