Gesunde Ernährung

Birnen: Bekömmliche Vitaminbomben

Zugegeben – Birnen mögen keine Modelmaße haben. Aber es sind ja bekanntlich die inneren Werte, die zählen. Und davon haben Birnen jede Menge.

Eine Grafik mit verschiedenen Fakten zu Birnen. Sie zeigt Wissenswertes über die Inhaltsstoffe der Früchte.

Vergleiche Äpfel nicht mit Birnen, heißt es immer. Wir tun es trotzdem einmal: Beide Früchte sind Kernobstgewächse und gehören zur Familie der Rosengewächse. Der Apfel ist vor der Banane das beliebteste Obst der Deutschen, die Birne landet nur auf Platz sechs.

Dabei schmeckt sie mindestens ebenso gut wie ihr runder geformter Verwandter und lässt sich genauso zu Kuchen, Mus oder Saft verarbeiten. Und noch etwas haben Äpfel und Birnen gemeinsam: nämlich jede Menge gesunde Inhaltsstoffe. Welche, das lesen Sie hier.

So gesund sind Birnen

Die inneren Werte der Früchte können sich wirklich sehen lassen:

  • Das Obst ist zwar nicht unbedingt kalorienarm, dafür aber äußerst fettarm. Auf 100 g Fruchtfleisch kommt gerade einmal ein halbes Gramm Fett.
  • Wenig Fruchtsäure (3 g pro Kilo, zum Vergleich: Äpfel haben 4-15 g). Daher sind  Birnen nicht nur angenehm süß, sondern auch leicht verdaulich. Gekocht sind sie die perfekte Schonkost für Babys und Menschen, die auf Säure empfindlich reagieren. Aufgrund des geringen Säuregehalts sind sie auch sanfter zum Zahnschmelz als Obst mit mehr Säure.
  • Vitamine: Neben Vitamin A enthalten Birnen Vitamin C (7 % des Tagesbedarfs), Vitamin E und diverse B-Vitamine, darunter Vitamin B1 (Thiamin) und Folsäure, welche die Blutbildung fördert. Die B-Vitamine tragen außerdem dazu bei, dass das „Glückshormon“ Serotonin gebildet wird. Tipp: Essen Sie die Birnen mit Schale, denn die meisten Vitamine liegen direkt darunter. Am besten unbehandelte Früchte wählen und vor dem Verzehr gut waschen.
  • Eine Birne enthält im Schnitt 6 g Ballaststoffe, das ist ein Fünftel des Tagesbedarfs. Ballaststoffe wie Pektin sind nicht nur gut für die Verdauung. Sie beugen auch Krankheiten vor, darunter Herz- und Kreislauferkrankungen. Außerdem senken sie den Cholesterinspiegel und sorgen dafür, dass wir uns lange satt fühlen.
  • Polyphenole: Auch die sekundären Pflanzenstoffe beugen Herz- und Kreislauferkrankungen vor.
  • Antioxidantien: Die chemischen Substanzen Lutein und Zeaxanthin schützen die Zellen vor freien Radikalen und beugen Hautalterung und Haarausfall vor.
  • Mineralstoffe und Spurenelemente, darunter Schwefel, Eisen, Jod, Magnesium, Kupfer, Phosphat und Zink. Sie entschlacken und regen den Stoffwechsel an.
    Das enthaltene Kalium wirkt entwässernd. Wer also häufiger Nierenprobleme oder Blasenentzündung hat, sollte ruhig öfter mal Birnen essen. Gleichzeitig erweitert Kalium die Gefäße und senkt so den Blutdruck und kann Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen.
    Kalzium stärkt die Zähne und Knochen, der Mineralstoff Bor wiederum hilft unserem Körper, Kalzium zu speichern.
Gesunde Verwandte: Birnen und Äpfel.

Den Vergleich mit Äpfeln müssen Birnen nicht scheuen. (c) Colourbox

Gesund in den Winter

Herbst und Winter bilden die Hochsaison für Erkältungen und Grippeerkrankungen. Durch den hohen Gehalt an gesunden Inhaltstoffen der Birnen kann man ihnen zumindest ein bisschen entgegenwirken. Zum Glück lässt sich die Frucht gut einfrieren, zu Saft oder Kompott verarbeiten oder einmachen.

Birnensaft soll bei Husten lindernd wirken, mit einem Smoothie können Sie Ihr Immunsystem stärken. Ein mögliches Rezept: 1 kleine Rote Bete Knolle, 4 Rote Bete Blätter, 1/2 weiche Birne mit 200 ml lauwarmem Wasser oder Früchtetee pürieren. Mit 1 Prise Kardamom oder Chili würzen.

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Beim Verzehr beachten

Wie bei allem gilt: in Maßen statt in Massen. Birnen enthalten den Zuckeralkohol Sorbit. Zuviel davon kann Durchfall verursachen.
Beim Einkauf von Birnen sollten Sie beachten, dass sie nicht zu weich sind. Das Obst reift nach und wird noch weicher, wenn Sie es nicht sofort verzehren. Lagern Sie Birnen daher am besten im Kühlschrank. Dort verzögert sich der Reifungsprozess.

Konnten wir Sie von den Vorzügen der Birne überzeugen? Dann pflücken Sie doch gleich mal ein paar vom Baum! Den Vergleich mit Äpfeln müssen sie jedenfalls nicht scheuen.