Bierbauch – Woher kommt er wirklich?

Bierbauch – Woher kommt er wirklich?

Besonders ab der Lebensmitte beginnt sich bei vielen Männern ein Bierbauch zu entwickeln. Doch warum?
Inhaltsverzeichnis

Besonders ab der Lebensmitte beginnt sich bei vielen Männern ein leichter bis stärker ausgeprägter Bierbauch zu entwickeln. Doch kommt der Bauch wirklich von zu viel Bierkonsum? Wir klären auf.

Wenn das Hemd mit zunehmendem Alter etwas straffer sitzt und sich bereits ein Bauchansatz abzeichnet, spricht man bei Männern oft von einem Bierbauch. Dieser muss aber nicht zwingend mit dem Konsum alkoholischer Getränke in Zusammenhang stehen. Wir erklären, wie er entsteht.

Woher kommt der Bierbauch?

Bisher gibt es unterschiedliche Thesen zur Entstehung des Bierbauchs, die aber wissenschaftlich noch nicht abschlieäŸend geklärt sind. Eine Vermutung jedoch liegt in den weiblichen Sexualhormonen, die in Form von Pflanzenhormonen in Hopfen und Hefe enthalten sind. Hopfen beinhaltet beispielsweise Hormone wie Genistein oder Daidzein. In Hefe ist ein Hormon enthalten, das ähnlich wie ä–strogen wirkt und von Männern durch den vermehrten Bierkonsum aufgenommen wird.

Die regelmääŸige Aufnahme dieser sogenannten Phytohormone, kann unter Umständen dazu führen, dass sich mit den Jahren ein Bierbauch entwickelt. Doch nicht nur das: Männer, die einen Bierbauch haben, neigen oft auch zu einer Fetteinlagerung in der Brust, was diese ebenfalls wachsen lassen und das Risiko für Brustkrebs bei Männern erhä¶hen kann.

> Wie gesund sind Pflanzenhormone?

Bierbauch durch eine erhä¶hte Kalorienzufuhr

Einer der Hauptgründe, warum es zu einem Bierbauch kommen kann, ist die erhä¶hte Aufnahme von Kalorien. Grundsätzlich nimmt die Stoffwechselfunktion mit dem Alter ab und der benä¶tigte Grundumsatz wird geringer. Werden mehr Kalorien aufgenommen als verbraucht, kann das schnell dick machen. Bier hat zum Beispiel 200 bis 300 Kalorien pro halbem Liter. Aber auch eine ungesunde Ernährung, ganz ohne Bier zu trinken, kann zu einem dicken Bauch führen.

> äœbergewicht: Macht „Essen to go“ dick?

Da Alkohol generell auch appetitanregend wirkt, wird der Bierkonsum nicht selten von reichhaltigen Gerichten begleitet, da Bier alleine bekanntlich nicht satt macht. Zudem neigen Männer aus genetischer Sicht dazu, dass sich Fett vorwiegend am Bauch ansammelt. Und somit speichert der Kä¶rper den aufgenommenen Alkohol in den dortigen Fettdepots. Auf Dauer kann so also nicht nur das Gewicht steigen, auch die „Wampe“ ist bei Männern dann nur noch eine Frage der Zeit.

Glas Bier, das neben einem Burger auf dem Tisch steht.
Zum Bier kommen oft ungesunde Mahlzeiten auf den Tisch. (c) Colourbox.de

Bierbauch vorbeugen

Wer nicht auf ein kühles Blondes nach Feierabend verzichten mä¶chte, sollte auf alkoholfreie Biersorten umsteigen. AuäŸerdem kä¶nnen die folgenden Tipps dabei helfen, einem Bierbauch vorzubeugen:

  • Achten Sie auf die Kalorienzufuhr: Wenn Sie nicht auf den Konsum von Alkohol-haltigem Bier verzichten mä¶chten, sollten Sie strikt darauf achten, wie viel Sie davon trinken und was Sie an Mahlzeiten zu sich nehmen. Sofern am Ende des Tages ein Kaloriendefizit besteht oder Sie nicht mehr Kalorien zu sich nehmen als der Kä¶rper verbrennen kann, vermeiden Sie auch einen drohenden Bierbauch.
  • Ausreichend Bewegung und Sport: Ein frä¶hlicher Abend mit etwas Bier muss noch lange keinen Bierbauch auslä¶sen. Wichtig ist aber, dass solche Abende eine Seltenheit sind. Bewegung und Sport am nächsten Tag kä¶nnen dann den Kalorienüberschuss ausgleichen.
  • Eine allgemein gesunde Lebensweise: Achten Sie darauf, welche Lebensmittel Sie zu sich nehmen. Bereits hier kann sich entscheiden, ob es zu einem späteren Bierbauch kommt oder nicht. In Kombination mit ausreichend Schlaf, Bewegung und mä¶glichst wenig Stress sorgen Sie nicht nur für einen gesunden Kä¶rper, sondern auch für einen gesunden und ausgeglichenen Geist.

Warum Frauen seltener einen Bierbauch haben

Viele fragen sich, warum sich ein Bierbauch hauptsächlich bei Männern bemerkbar macht. Bei ihnen wird zusätzliches Fett, das der Kä¶rper nicht benä¶tigt, genetisch bedingt am Bauch eingelagert. Frauen hingegen neigen dazu, überschüssiges Fett an den Oberschenkeln oder um das GesääŸ herum zu speichern, weshalb der bekannte Bierbauch eher mit dem männlichen Geschlecht in Verbindung gebracht wird.

Bierbauch: Warum Bauchfett gefährlich sein kann

Wird Fett um den Bauch herum gespeichert, dann sammelt es sich automatisch um die inneren Organe herum an. AuäŸerdem gelangt es von dort leichter in den Blutkreislauf, was zu einem erhä¶hten Cholesterinspiegel führen kann. Auch bestimmte Erkrankungen wie Bluthochdruck, Thrombosen, Schlaganfall, Diabetes und Herzinfarkt kä¶nnen durch das zunehmende Bauchfett, das ein Bierbauch mit sich bringt, begünstigt werden.

> Bauchumfang reduzieren: So schmilzt das Fett weg

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