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Bettenhygiene: Gesunder Schlaf ist keine Selbstverständlichkeit

Das Bett gilt heute als selbstverständlicher Einrichtungsgegenstand in Wohnungen und Häusern. Auf einer guten Matratze, mit einem weichen Kissen und einer warmen Decke schläft es sich schließlich am besten.

Dass das Bett zeitgleich jedoch zu einem Risikofaktor werden kann, wissen nur Wenige. Regelmäßige Hygiene ist wichtig, denn sie schützt vor den vier unerwünschten Gästen in Matratze und Bettwäsche.

Gesundheits-Risiken im Bett: Das sind die 4 größten

Wer sich um eine gute Bettenhygiene kümmern möchte, sollte die wichtigsten Details rund um unerwünschte Gäste zwischen den Laken kennen. Von Bakterien bis hin zu Pilzen gibt es hier so einiges zu entdecken.

Bakterien und Viren

Gerade während der Erkältungszeit sind verschiedenste Krankheitserreger unsere ständigen Begleiter. Vom Rhinovirus über die Grippe bis hin zu Magen-Darm-Plagen, wie dem Norovirus: Niemand möchte mit diesen Winzlingen das Bett teilen. Wer krank ist, hält sich jedoch meist zwischen den Laken auf und kuriert sich aus. Matratze und Bettwäsche können dann zu einem wahren Paradies für Krankheitserreger werden und andere Familienmitglieder gefährden.

Das gilt besonders in Betten, die die betreffende Person nicht alleine nutzt. Ein Doppel- oder Familienbett wird dann schnell zu einer Ansteckungsgefahr für die gesamte Familie und kann binnen kürzester Zeit dafür sorgen, dass sich Klein und Groß schlecht fühlen.

Einfach abzuwarten und eine Nacht lang nicht gemeinsam in einem Bett zu schlafen, löst das Problem übrigens nicht. Viele Viren überleben deutlich länger als nur wenige Stunden und können in der Umgebung ansteckend bleiben. Dies gilt auch für einige Bakterien, die über spezielle Schutzmechanismen verfügen, um eine Wartezeit bis zum nächsten Kontakt mit einem Wirt zu überstehen.

Eine Frau mit Milbenallergie

Milbenkot im Bett kann allergischen Husten auslösen.  (c) Photographee.eu / Fotolia

Allergene

Auch Allergene gehören zu den potenziell schädlichen Stoffen, die sich in der Schlafumgebung befinden. Hierzu gehören vor allem die Ausscheidungen der Hausstaubmilben, die sich nur allzu gerne in Kissen, Decken und Matratzen tummeln. Finden sich hier knapp 100 Milben in einem Gramm Staub, so reicht dies bereits aus, um bei Menschen mit einer Veranlagung für Asthma das Risiko für die Entwicklung der Erkrankung zu erhöhen.

In handelsüblichen Matratzen finden sich jedoch nicht selten hohe Milbenkonzentrationen, was folglich nicht nur für Allergiker problematisch sein kann, sondern auch für all jene, die zu Allergien neigen. Milbenkot als Allergieauslöser möchten viele Menschen daher meiden.

Tipp: Matratzen für Allergiker

Ärzte empfehlen die Verwendung von Matratzen, die nicht aus organischen Materialien bestehen. Hierzu gehören vor allem Latex- und Kaltschaummatratzen wie man sie beispielsweise bei wohnen.de findet. Latexmatratzen sind besonders resistent gegen Milben, da das Material dafür sorgt, dass sich die unerwünschten Tierchen nicht vermehren können. Keine Milben, kein Milbenkot. Gleiches gilt auch für die Kaltschaummatratze. In beiden Fällen kann man mit einem zusätzlichen antiallergenen Bezug sogar noch mehr vorbeugen. Für Bettdecken und Kissen gibt es ebenfalls allergikerfreundliche Bezüge und Füllmaterialien.

Organische Rückstände

Organische Rückstände finden sich ebenfalls natürlicherweise in Betten. Der schlafende Mensch verliert während der Nacht sowohl Haare als auch Hautschuppen und Schweiß: Etwa 40.000 Hautzellen pro Minute und ungefähr einen halben Liter Schweiß pro Nacht. Diese Stoffe sind nicht per se gesundheitsschädlich, erweisen sich jedoch als ideale Nahrung für Pilze und Milben. Somit ist eine gute Bettenhygiene stets auch mit der Aufgabe verbunden, unerwünschten Gästen den Zugang zum Buffet zu verwehren.

Pilze

Eine schlecht belüftete Matratze kann schimmeln. Schimmelsporen wiederum bringen einige gesundheitliche Risiken mit sich, denn sie können Allergien auslösen und Erkrankungen der Atemwege begünstigen. Um sich vermehren zu können, benötigt der Schimmelpilz vor allem ein warmes und leicht feuchtes Klima. Im Bett findet er dies vor, weswegen die Hygiene mit guter Belüftung einhergehen sollte.

4 Tipps für eine gute Bettenhygiene

Ganz gleich, ob Viren, Bakterien, Pilze oder Milben: Gänzlich vermeiden lässt sich eine geringe Population dieser lästigen Begleiter im Bett nicht. Wo sich Menschen befinden, leben stets auch andere Organismen, die uns als Wirt betrachten, oder durch uns eine für sie passende Umgebung nutzen können.

Dennoch gilt es, die Population klein zu halten. Das gelingt mit den folgenden 4 Tipps.

1. Regelmäßig waschen

Bettwäsche sollte spätestens alle 14 Tage abgezogen und gründlich gewaschen werden. Temperaturen von sechzig Grad und die Verwendung eines Hygienespülers empfehlen sich hier. Kochbare Elemente wie Matratzenbezüge und Bettbezüge einmal pro Monat bei neunzig Grad zu waschen, hilft gegen hartnäckigere Keime und Milben.

2. Matratze lüften und wenden

Damit die Matratze nicht zum Nährboden für Schimmelpilze wird, sollte sie regelmäßig abgeklopft und gewendet werden. Sie alle vier Wochen zu wenden, verhindert außerdem eine unerwünschte Kuhlenbildung.

Ein ungemachtes Bett

Das Bett darf morgens gerne länger unordentlich bleiben. (c) Priscilla Du Preez / Unsplash

3. Das Bett nicht zu früh machen

Wer die Bettdecke bereits am frühen Morgen nach dem Aufstehen flach auf die Matratze legt, konserviert das warme und feuchte Klima der Nacht. Hierüber freuen sich vor allem Pilze und Milben, was deren Vermehrung ankurbelt. Es lohnt sich daher, das Bett zunächst ohne Bettwäsche auslüften zu lassen und erst gegen Mittag zu machen.

4. Körper- und Kleidungshygiene einhalten

Wer sauber ins Bett geht, bringt automatisch weniger Keime zwischen Matratze und Decke. Daher empfiehlt es sich, auch Schlafanzug und Morgenmantel regelmäßig zu wechseln sowie zu waschen. Eine angemessene Körperhygiene dürfte für die meisten Menschen ohnehin eine Selbstverständlichkeit darstellen und hilft ebenfalls dabei, das Bett länger hygienisch zu halten.