Gesunde Ernährung

Alkoholfreier Genuss in der Weihnachtszeit – Rezeptideen

Glühwein, würziger Punsch und schokoladige Heißgetränke gehören zur Weihnachtszeit und verleihen eine wohlige Wärme an den kalten Wintertagen. Doch diese Köstlichkeiten müssen nicht immer mit Alkohol versehen sein, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Wir liefern Ihnen leckere Rezepte, mit denen Sie sich die Vorweihnachtszeit alkoholfrei versüßen können.

Es ist der britischen Ostindien-Kompanie zu verdanken, dass wir mit Punsch die Vorweihnachtszeit einläuten. Seefahrer brachten damals das alkoholische Getränk "pantsch" von ihren Handelsreisen aus Indien mit. Der traditionelle Punsch setzt sich aus den fünf Zutaten Zucker, Arrak, Zitrone, Wasser sowie Tee oder Gewürzen zusammen. Aus der ursprünglichen Rezeptur sind über die Jahrhunderte zahlreiche Varianten mit und ohne Alkohol entstanden. Aber eines haben alle Sorten gemein: Sie schmecken aromatisch würzig.

Zimt, Nelken, Kardamom – die Würze macht's

Im klassischen Glühwein dürfen Zimt, Nelken und Kardamom nicht fehlen. Doch der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Sie können Ihren Punsch ebenso mit Sternanis, Piment, Vanilleschoten, rotem Pfeffer oder Muskat verfeinern. Wichtig bei der Zubereitung ist, dass der Punsch nicht zu heiß kocht. Dies gilt auch für die alkoholfreien Alternativen. Denn bei zu hoher Hitze können die Gewürze Bitterstoffe bilden oder das Aroma verflüchtigt sich. Lässt man den Glühwein lange ziehen, entfalten die Gewürze ihren intensiven Geschmack.

Die Gewürze sorgen an trüben Wintertagen nicht nur für gute Laune, sondern haben auch einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit:

  • Nelken wirken antibakteriell und fördern die Verdauung,
  • Kardamom hingegen ist appetitanregend,
  • Muskat beugt Entzündungen vor und stärkt das Immunsystem,
  • Wertvolle Stoffe im Piment unterstützen das Nervensystem, fördern die Konzentrationsfähigkeit und lindern Stresssymptome,
  • Zimt senkt den Cholesterinspiegel und Blutzuckerwert, treibt die Fettverbrennung an und ist ein Nothelfer gegen Völlegefühl.

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Cassia-Zimt hat einen hohen Cumarin-Gehalt

Zimt ist als Glühweingewürz zwar unverzichtbar, doch gerade Zimt-Liebhaber sollte hierbei auf die Qualität achten. Die Sorten Ceylon und Cassia unterscheiden sich wesentlich in ihrem Cumarin-Gehalt. Während Ceylon-Zimt qualitativ hochwertiger ist und der natürliche Aromastoff Cumarin nur in geringen Mengen vorkommt, ist der Anteil im Cassia-Zimt signifikant höher. Bei übermäßigem Konsum, empfindlichen Menschen und Kleinkindern kann dies zu Kopfschmerzen, Übelkeit und auf lange Sicht zu Leberschäden führen.

> Zimt – Gewürz mit riskantem Inhalt?

Alkohol und viel Zucker sind kein Muss

Mit dem Alkohol in Glühwein und Co. steigt zwar die Stimmung, aber auch die Wahrscheinlichkeit auf einen Kater am nächsten Morgen. Durch den hohen Zuckergehalt und die hohe Temperatur des Getränks gelangt der Alkohol schneller ins Blut und steigt schneller zu Kopf. Auch die trügerische Wärme ist nicht von langer Dauer: Alkohol weitet die Blutgefäße und lässt mehr Blut unter der Hautoberfläche zirkulieren. Dabei gibt der Körper aber mehr Wärme ab und kühlt somit schneller aus.

Rezepte: Weihnachtliche Heißgetränke ohne Schuss

Ein winterlicher Punsch aus Granatapfelsaft.

(c) karlevana / Fotolia

Granatapfelpunsch

 

Leuchtend rote Granatäpfel sind reich an Vitaminen und ein natürlicher Stimmungsaufheller, den wir an trüben Wintertagen gut gebrauchen können. Tun Sie Ihrer Seele etwas Gutes, indem Sie den Saft der ausgepressten Kerne eines Granatapfels zusammen mit 1 l Wasser oder Saft (z.B. Cranberrysaft), 2 EL Glühweingewürz und Orangenscheiben erhitzen. Lassen Sie den Punsch anschließend für 15 Minuten auf niedrigster Stufe ziehen. Ein kleiner Trick: Ein Granatapfel lässt sich fleckenfrei schälen, wenn Sie die Kerne unter Wasser herauslösen. Die Kerne sinken auf den Boden, die Schalenreste schwimmen an der Oberfläche und lassen sich problemlos abschöpfen.